Lucas Torró und Evan N’Dicka

Eintracht holt zwei Talente aus Spanien und Frankreich

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Lucas Torró (links) und Evan N’Dicka

Frankfurt - So viel Geld wie in diesem Sommer hatte die Frankfurter Eintracht nie zuvor in ihrer Geschichte zur Verfügung. Von Peppi Schmitt

Der Pokalsieg mit der Folge einer garantierten Teilnahme der Gruppenphase der Europa-League, die Abgänge von Trainer Niko Kovac (2,5 Millionen Euro) und wichtigen Spielern wie Marius Wolf (5 Millionen Euro) und Omar Mascarell (4 Millionen Euro) sowie deutlich verbesserte TV- und Werbeeinnahmen würden es den Frankfurtern ermöglichen, auf dem Transfermarkt auch Geschäfte im zweistelligen Millionenbereich zu tätigen. Doch bislang sind Sportvorstand Fredi Bobic und Manager Bruno Hübner der Versuchung (noch) nicht erlegen. Sie bleiben lieber ihrer Linie aus den vergangenen Jahren treu, als das Geld noch nicht so üppig gesprudelt war, und holen günstige Spieler. Bislang unter anderen die ablösefreien Felix Wiedwald und Nicolai Müller.

Auch die Ausrichtung auf den internationalen Markt bleibt unverändert. Am Donnerstag haben die Hessen nun die Verpflichtung von zwei Neuen bekanntgegeben, die den Fußballfans weitgehend unbekannt sind. Von Real Madrid kommt Lucas Torró, aus Auxerre Evan Obite N’Dicka. Der eine ist defensiver Mittelfeldspieler, der andere Innenverteidiger. Boss Bobic verlässt sich da ganz auf seinen Kaderplaner Ben Manga und dessen in den letzten beiden Jahren immer weiter ausgebaute Scouting-Abteilung. Die beiden Neuen der Eintracht erhalten Fünfjahresverträge, beide jeweils ohne irgendwelche Ausstiegsklauseln. Offiziell wurde über die Ablösesummen Stillschweigen vereinbart, bei Torró ist die Rede von 3,5 Millionen Euro, die an Real fließen, bei N’Dicka ist es angeblich deutlich weniger als eine Million Euro, die Auxerre kassiert.

Torró wie N’Dicka stehen durchaus schon in einer kleinen Tradition von Spielern aus Spanien und Frankreich, die die Eintracht seit einigen Jahren immer wieder verpflichtet hat. Mit Spielern von Real Madrid haben die Hessen bei Jesus Vallejo und Omar Mascarell sportlich gute Erfahrungen gemacht. Aus dem französischen Metz haben sie im vergangenen Jahr Simon Falette geholt, der es in den engeren Kreis geschafft hat. Für Falette ist der 1,93 Meter große N´Dicka nun ein direkter Konkurrent. Der französische U20-Nationalspieler kam in der letzten Saison auf zwölf Einsätze bei AJ Auxerre in der zweiten französischen Liga. „Evan ist 18 Jahre jung, aber sehr reif für sein Alter, er ist fußballerisch gut, sehr schnell und kopfballstark“, sagt Sportchef Bobic. Zudem sei N’Dicka „taktisch gut geschult“.

Eintracht wieder am Ball: Bilder zum Trainingsauftakt

Wie bei Falette ist auch bei N’Dicka, der die Rückennummer 2 auf dem Trikot tragen wird, der linke Fuß der bessere. In der Innenverteidigung ist die Eintracht mit dieser Verpflichtung ausreichend besetzt. Neben David Abraham, Marco Russ, Carlos Salcedo, Simon Falette und Makoto Hasebe ist der junge Franzose die sechste Alternative.

Ein ganz ähnliches „Beuteschema“ haben die Frankfurter bei Torrò verfolgt. Der 23 Jahre alte Spanier kommt ebenfalls aus der Zweiten Liga, war von Real zuletzt nach Osasuna (37 Saisonspiele) ausgeliehen. „Er ist ein klassischer Sechser und sehr gut ausgebildet“, sagt Bobic. Trainer Adi Hütter hatte den Nachfolger des nach Schalke gewechselten Mascarell schon in den höchsten Tönen gelobt. „Er ist stark am Ball, das ist eben die spanische Schule“, sagt der neue Coach. Die beiden Neuen haben am Donnerstag die vorgeschriebenen medizinischen Untersuchungen abgelegt, auch einen Laktattest absolviert und die langfristigen Verträge unterschrieben. Beide werden am Samstag die Reise ins Trainingslager in die USA mit antreten.

Quelle: op-online.de

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