Zum 100. Mal im Eintracht-Tor

Kevin Trapp wünscht sich zum Jubiläum eine „weiße Weste“

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Zum 100. Mal im Eintracht-Tor: Kevin Trapp wünscht sich zum Jubiläum eine „weiße Weste“

Frankfurt - Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt, das verspricht Offensivspektakel. Beide Mannschaften sind ganz auf Angriff ausgerichtet, Abwarten gehört nicht zu den bevorzugten Methoden der beiden Trainer. Von Peppi Schmitt

„Mir wäre ein 7:6 recht“, sagt der Bremer Florian Kohfeldt schmunzelnd. „0:0 wird es eher nicht ausgehen“, glaubt der Frankfurter Adi Hütter, „für mich ist das Wichtigste, dass wir gewinnen.“ Zumindest einer hat etwas gegen eine Toreflut: Frankfurts ehrgeiziger Keeper Kevin Trapp ärgert sich über jedes einzelne Gegentor. Bei seinem 100. Spiel für die Eintracht wünscht er sich deshalb eine weiße Weste.

Sein Trainer weist im Vorfeld auf die richtungweisende Bedeutung der Partie hin. „Es ist ein absolutes Schlüsselspiel“, sagt Hütter, „es wird zeigen, wohin der Weg führt.“ Der Respekt vorm Gegner ist beim österreichischen Fußball-Lehrer genauso groß wie das Vertrauen in die eigene Mannschaft. Er sei „100 Prozent“ davon überzeugt, dass sich seine Mannschaft gegenüber den Auftaktsieg gegen Freiburg steigern wird. Auch der Stachel der Hinspielniederlage sitzt noch tief. Da hat die Eintracht nach dem Platzverweis von Jetro Willems in Unterzahl mit dem letzten Schuss in der Nachspielzeit unglücklich verloren. „Das ärgert mich heute noch“, sagt Hütter. Über das Gegentor hinaus spiele die Partie aus der Vorrunde keine Rolle mehr. Hütter: „Das ist nicht mehr zu vergleichen“.

Werder Bremen - Eintracht Frankfurt im Liveticker: Die "drei Verrückten" kommen!

Vor allem die Eintracht hat in den letzten Monaten ein ganz anderes, ein viel schöneres und attraktiveres Gesicht gezeigt als zu Beginn der Saison. Der Frankfurter Coach bereitet seine Spieler auf ein hartes Stück Arbeit vor. Das Weserstadion wird mit 42.000 Zuschauern ausverkauft sein, darunter werden rund 3500 Frankfurter Anhänger ihre Mannschaft unterstützen. „Werder ist heimstark und hat ein tolles Publikum im Rücken“, sagt Hütter, „aber wir sind gewappnet.“

In der jüngeren Vergangenheit hat die Eintracht in Bremen ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Vor drei Jahren hat Werder die Eintracht mit einem Sieg am letzten Spieltag in die Relegation geschossen. Damals hatte es unangenehme Vorkommnisse vor dem Spiel gegeben, als unter anderem der Mannschaftsbus der Eintracht angegriffen worden war. Im Jahr darauf war der Eintracht durch zwei Tore von Alex Meier und Aymen Barkok ein 2:1-Sieg in Bremen gelungen. Und in der letzten Saison haben die Frankfurter durch ein kurioses Eigentor von David Abraham, das freilich Torhüter Lukas Hradecky verschuldet hatte, mit 1:2 verloren.

Kevin Trapp zurück bei Eintracht Frankfurt: Bilder

Kevin Trapp zurück bei Eintracht Frankfurt: Bilder
Kevin Trapp spielt ab sofort wieder für Eintracht Frankfurt. © dpa
Kevin Trapp zurück bei Eintracht Frankfurt: Bilder
Kevin Trapp spielt ab sofort wieder für Eintracht Frankfurt. © dpa
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Kevin Trapp spielt ab sofort wieder für Eintracht Frankfurt. © dpa
Kevin Trapp zurück bei Eintracht Frankfurt: Bilder
Kevin Trapp spielt ab sofort wieder für Eintracht Frankfurt. © dpa
Kevin Trapp zurück bei Eintracht Frankfurt: Bilder
Kevin Trapp spielt ab sofort wieder für Eintracht Frankfurt. © dpa

Wie gewohnt hat der Frankfurter Coach im Vorfeld nichts über seine personellen und taktischen Überlegungen preisgegeben. Das Training an den letzten drei Tagen wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführt. Hütter hat vor allem ein paar Varianten probiert, wie er den nach der fünften gelben Karte gesperrten Gelson Fernandes am besten ersetzen kann. „Ich habe mir ein Bild gemacht“, nennt er das. Möglichkeiten hat er einige. Die Naheliegendste wäre Johnny de Guzman als Fernandes-Vertreter ins Spiel zu schicken. Wieder fit und „ein Thema“, so der Trainer, ist auch Mijat Gacinovic. Und schließlich könnte es ja auch sein, dass er einen seiner drei Stürmer zunächst auf der Bank lässt.

In Frankfurt werden Ante Rebic, Luka Jovic und Sébastien Haller die „Büffelherde“ genannt. Der Bremer Trainer sprach unter der Woche voller Respekt von den „drei Verrückten“. Hütter hört das alles nicht so gerne. „Sie sind keine Büffel und keine Verrückten, sie sind jeder für sich gute Fußballer mit ganz unterschiedlichen Talenten“. Und die sollen sie in Bremen wieder zeigen.

Mögliche Aufstellung der Eintracht: Trapp – Abraham, Hasebe, Ndicka – Da Costa, de Guzman, Rode, Kostic – Rebic – Haller, Jovic

Bank: Rönnow, Russ, Falette, Tawatha, Willems, Stendera, Paciencia

Quelle: op-online.de

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