Torwart, Verteidiger und Rechtsaußen gesucht

So soll der Eintracht-Kader aufgerüstet werden

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Die Frankfurter Baumeister: Fredi Bobic (rechts) und Bruno Hübner

Frankfurt - Ganz in Ruhe baut die sportliche Führung der Frankfurter Eintracht weiter an der neuen Mannschaft. Von Peppi Schmitt

Die bislang feststehenden Abgänge wurden „eins-zu-eins“ ersetzt. Das hat mit der Verpflichtung von Trainer Adi Hütter als Nachfolger von Niko Kovac begonnen. Für Torwart Lukas Hradecky haben die Hessen den dänischen Nationalspieler Frederik Rönnow geholt. Und nun für Marius Wolf, der nach Dortmund wechselt, den Hamburger Nicolai Müller. Der neue Coach kann also auf jedem Fall auf einem stabilen Fundament aufbauen.

Glaubt man der „Sport-Bild“ ist eine weitere Personalie zur Zufriedenheit aller gelöst. Kevin-Prince Boateng soll in einem Telefongespräch dem neuen Trainer versichert haben, dass er auf ihn zählen kann. Vermutlich ist es auch darum gegangen, dass Boateng eben ab und zu auch mal eine Auszeit vom Training braucht. Dies hatte ihm Niko Kovac zugestanden, dies gesteht ihm nun auch Hütter zu. Boateng hat bisher immer mit Leistung zurückgezahlt. Der „Anführer“ und dominierende Mittelfeldspieler wird also bleiben.

Die Löcher im Tor und auf Rechtsaußen sind gestopft, nun können sich Sportvorstand Fredi Bobic und Manager Bruno Hübner daran machen, den Kader quantitativ wie qualitativ aufzurüsten. Denn der Tanz auf den drei Hochzeiten, vor allem die zusätzliche mentale und physische Belastung durch sechs feststehende Europa-League-Spiele fordert ein breiteres Aufgebot. Die Eintracht will sich verstärken, das gilt für alle Mannschaftsteile. Selbst im Tor, wo aktuell mit Rönnow und Jan Zimmermann zwei Spieler zur Verfügung stehen, wird es nach dem Wechsel der „Nr. 3“ Leon Bätge nach Würzburg nun noch einen Neuzugang geben.

In der Abwehr wird noch ein junger, schneller Spieler für die Zentrale gesucht, der auch Qualitäten in der Spieleröffnung mitbringt. Jesus Vallejo wäre der ideale Kandidat. Ob Real Madrid tatsächlich mit sich reden lässt, werden die nächsten Wochen zeigen. Nötig ist eine Verstärkung allemal, denn mit David Abraham (31), Makoto Hasebe (34) und Marco Russ (32) sind drei der vier Stammkräfte in einem doch fortgeschrittenen Fußball-Alter und werden den Rhythmus von Sonntag-Donnerstag-Sonntag-Spielen nicht auf Dauer standhalten. Eine Veränderung wird es auf der linken Verteidigerposition geben. Taleb Tawatha war mit seiner Reservistenrolle nicht zufrieden und strebt offenbar einen Wechsel zurück in seine Heimat Israel an. Die Eintracht wird sich dem nicht verschließen und im Gegenzug einen neuen jungen Verteidiger holen.

Im Mittelfeld wird vieles davon abhängen, ob Omas Mascarell gehalten werden kann und Marco Fabián gehalten werden soll. Bleiben beide, besteht wenig Handlungsbedarf. Gehen beide, muss gehandelt werden. Geld ist schon jetzt für Frankfurter Verhältnisse ausreichend vorhanden, bei Abgängen von Mascarell (vier Millionen Euro festgeschrieben) und Fabián (Marktwert laut Transfermartkt.de 4,5 Millionen Euro) würden zusätzliche Einnahmen generiert. Trainer Hütter muss zudem entscheiden, was mit Marc Stendera wird, der einen neuen Anlauf unternehmen will. Zurückkehren wird Max Besuschkow, der bei seiner Leihe zu Holstein Kiel völlig danebengelegen hat. Wahrscheinlich, dass die Eintracht sich von ihm trennt.

Und im Sturm? Müller für Wolf auf rechts ist klar, für den linken Flügel stehen Mijat Gacinovic und Ante Rebic zur Verfügung, für die Mitte Luka Jovic und Sébastien Haller. Gebraucht wird also noch ein weiterer Rechtsaußen.

Quelle: op-online.de

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