Arsenal, Mailand & Co.

Eintracht Frankfurt international - Diese Gegner warten in der Europa League auf die Pokal-Helden

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Erinnerungen an die letzte Europa League-Saison von Eintracht Frankfurt: Hier die Fan-Choreo im Sechzehntelfinale gegen den FC Porto.

Nach der Pokal-Sensation ist vor dem Abenteuer Europa. Eintracht Frankfurt hat sich mit dem Coup über den FC Bayern München die Teilnahme an der Gruppenphase der Europa League gesichert. Dort warten echte Hochkaräter auf die Kicker vom Main.

Frankfurt - „Rom, Mailand oder London, Moskau, Wien oder Athen, ob mit Bus oder Bahn, ob mit Flugzeug, scheißegal, Eintracht Frankfurt international“, sangen die Fans von Eintracht Frankfurt nach dem sensationellen 3:1-Finalsieg über den FC Bayern München. Denn dieser brachte nicht nur den ersten nationalen Titel seit 30 Jahren, sondern auch direkte Qualifikation für die Gruppenphase der Europa League.

Am 31. August wird es für Eintracht Frankfurt spannend

Nachdem nun die letzten offiziellen Feierlichkeiten beendet sind und die Profis sich auf dem Weg in den Urlaub oder bereits in der WM-Vorbereitung ihrer jeweiligen Nationalmannschaften befinden, ist kurz Zeit zum Durchschnaufen, ehe ab der kommenden Woche der neue Trainer Adi Hütter mit den Eintracht-Verantwortlichen um Sportvorstand Fredi Bobic die Kaderplanung für die neue Saison in Angriff nimmt.

Die Fans fieberten den internationalen Auftritten ihrer Eintracht immer entgegen, so wie hier im Gruppenspiel gegen Apoel Nikosia.

Dann heißt es für Eintracht Frankfurt: Dreifach-Belastung mit Bundesliga, DFB-Pokal und Europa League. Gerade Letztere dürfte hoch interessant werden, denn inzwischen stehen bereits die ersten potenziellen Gegner fest, die die Hessen bei der Auslosung am 31. August in Monaco zugelost bekommen können.

Wegen des Pokalsieges der Eintracht: RB Leipzig muss durch die Qualifikation

Der Modus ist nicht ganz einfach: Insgesamt nehmen 48 Mannschaften in zwölf Vierergruppen an der Gruppenphase der Europa League teil. Zehn Mannschaften sind Gescheiterte aus der Champions League. Sie können logischerweise aktuell noch nicht feststehen. Dazu kommen 17 für die Gruppenphase qualifizierte Mannschaften, die sich entweder über die Platzierung in ihrer jeweiligen Liga oder den Pokalsieg das Ticket nach Europa gesichert haben - so wie die Eintracht. Der Rest wird in drei Qualifikationsrunden ermittelt. Die Auslosung dafür findet am 12. Juni statt. Mit dabei ist unter anderem RB Leipzig als deutscher Vertreter.

Auch in der Europa League sorgten die Ultras immer für ein Spektakel - wenn auch nicht ganz legal.

Von den 17 fest qualifizierten Teilnehmern stehen derzeit bereits 15 fest. Offen ist lediglich noch die Entscheidung, wer in der Schweiz den Pokal gewinnt. Das Finale findet am Samstag zwischen den BSC Young Boys Bern um denen neuen Eintracht-Trainer Hütter und dem FC Zürich statt. Ebenfalls noch offen ist die Frage, welches Team sich in der tschechischen Liga qualifiziert. Auch dort ist der letzte Spieltag am Wochenende.

Mögliche Gegner: Chelsea, FC Arsenal, AC Mailand

Unter den bislang qualifizierten Mannschaften für die Gruppenphase befinden sich einige echte Kracher, wie Chelsea London und der FC Arsenal aus England, Lazio Rom und der AC Mailand aus Italien oder Olympique Marseille aus Frankreich - sowie natürlich der Bundesliga-Fünfte Bayer 04 Leverkusen. Je nach Losglück harte Brocken für die Eintracht, die aufgrund der Tatsache, dass die letzten internationalen Auftritte aus der Saison 2013/14 datieren, sicher nicht in einen Topf mit den Favoriten gesteckt werden.

Er war der letzte Trainer, bis mit Eintracht international spielte: Armin Veh. Nun ist Adi Hütter in der kommenden Saison an der Reihe.

Mut machen dürften allerdings die Auftritte von damals. Denn die Eintracht gewann seinerseits ihre Vorrundengruppe mit fünf Siegen aus sechs Spielen und zog souverän ins Sechzehntelfinale ein. Unvergessen unter anderem das 1:0 bei Girondins Bordeaux mit über 12.000 hessischen Fans - eine Gänsehautkulisse. Gegen Porto war dann allerdings in der K.O.-Runde Schluss, denn nach zwei Unentschieden zogen die Frankfurter aufgrund der Auswärtstorregel den Kürzeren. 

So viel Geld kann Eintracht Frankfurt in der Europa League machen

Unvergessen allerdings auch die zeitgleich schwache Saison in der Bundesliga unter dem damaligen Trainer Armin Veh. Die Eintracht überwinterte nach nur drei Siegen in der Hinrunde auf einem Abstiegsplatz und steigerte sich erst zur Rückrunde. Letztlich sicherte sich die Mannschaft aus der Mainmetropole erst am 32. Spieltag den Klassenerhalt. Noch ein Grund, dass die Verantwortlichen das Team der Belastung entsprechend breiter aufstellen - und nach dem Weggang von Lukas Hradecky und den Spekulationen über einen Wechsel von Marius Wolf und Ante Rebic notfalls personell noch nachlegen.

Ein Rekord bis heute: 12.000 Auswärtszuschauer bei einem Europa League-Spiel, aufgestellt von dem Eintracht-Anhang gegen Girondins Bordeaux.

Geld dafür gibt es in jedem Fall auch durch die Europa League. Denn jeder Starter in der Gruppenphase des europäischen Wettbewerbs bekommt pauschal 2,6 Millionen Euro. Zudem gibt es weitere Prämien, wie 360.000 Euro für einen Sieg, aber auch Extra-Geld für ein Unentschieden, den Gruppensieger und Gruppenzweiten sowie die Einnahmen aus den Ticketverkäufen und vor allem den TV-Töpfen. Das dürfte sich läppern, denn sechs Spiele sind der Eintracht in der Gruppenphase garantiert. Alles in allem könnten so schnell zehn Millionen Euro zusammenkommen - vor der KO-Phase. Die Fans werden aber so oder so heiß auf Eintracht Frankfurt international sein.

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Philipp Keßler

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