Fitnesscoach Luisser freigestellt

Hütters Start mit 21 Spielern, Neuzugänge im Anflug

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Adi Hütter

Frankfurt - Im Laufe des Montags wird Adi Hütter seine Spieler kennenlernen. Der neue Trainer nimmt mit der Frankfurter Eintracht die Vorbereitung auf die neue Saison auf. Von Peppi Schmitt

An den ersten beiden Tagen wird es Leistungstests geben, darunter die von der Liga vorgeschriebenen medizinischen Untersuchungen, unter anderem internistische, am Montag vor allem den schon üblichen Laktattest, der Auskunft über den körperlichen Zustand der Spieler nach dem sechswöchigen Urlaub geben soll. Auf den Platz und an den Ball wird es erst am Mittwoch gehen, dann ab 10 Uhr an der Arena mit einem öffentlichen Training. Mit Torwart Felix Wiedwald und Stürmer Nicolai Müller, die die Frankfurter ablösefrei aus Leeds und Hamburg geholt haben, werden dann nur zwei neue Spieler dabei sein. Erst im Laufe der nächsten Woche ist wohl mit weiteren Neuzugängen zu rechnen.

Es wird also ziemlich übersichtlich zugehen in diesen ersten Tagen bei der Eintracht. Sieben Spieler sind noch bei der Weltmeisterschaft oder haben wie der Serbe Luka Jovic gerade den Rückflug angetreten und werden dann erst einmal in den Urlaub gehen. Hütter wird 21 Spieler begrüßen können, darunter den noch A-Jugendlichen Sahverdi Cetin, der gerade erst einen Vertrag unterschrieben hat, und den verletzten Nachwuchsspieler Nelson Mandela, der wegen den Nachwirkungen eines im letzten Jahr erlittenen Kreuzbandrisses noch nicht mitmachen kann. Mit dabei sein werden auch Taleb Tawatha und Branimir Hrgota, die im Grunde den Verein verlassen wollen und auch sollen, sich aber mit neuen Vereinen noch nicht einig geworden sind. Beide spekulieren darauf, unter dem neuen Trainer vielleicht doch noch eine Chance zu bekommen. Gerade bei Stürmer Hrgota ist das doch überraschend, denn ihm liegt ein konkretes Angebot vom Liga-Konkurrenten Hannover 96 vor.

Größere Veränderungen gibt es bei der „Mannschaft hinter der Mannschaft“. Die zwei überraschendsten: Sowohl der über Jahrzehnte für die Eintracht arbeitende Lizenzspielerleiter Rainer Falkenhain gehört nicht mehr dem engeren Kreis an als auch Fitness-Trainer Klaus Luisser. Während Falkenhain eine andere Aufgabe bei der Eintracht übernehmen wird, muss Luisser trotz Vertrages bis 2019 gehen. Nach einem Gespräch mit Hütter wurde er zunächst einmal freigestellt. Einen neuen Fitnesstrainer wird es nicht geben, Hütter genügen Martin Spohrer und Markus Murrer, die letztes Jahr schon zum Team gehört haben.

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Der 41 Jahre alte Österreicher Luisser war einer der engsten Vertrauten des früheren Trainers Niko Kovac, der ihn aus Salzburg geholt und ihm im Bereich der Fitness viel freie Hand gelassen hatte. Die langen Trainingseinheiten zu Beginn der Saison, als die Frankfurter Profis nicht selten zwischen zweieinhalb und drei Stunden auf dem Platz zugebracht haben, waren auch auf ihn zurückzuführen. Genau wie die Arbeit mit den sogenannten CK-Werten, die Tag für Tag per Blutabnahme bei den Spielern festgestellt werden und der Verletzungsprophylaxe dienen sollen. „Ich bin nie zufrieden“, hat Luisser mal gesagt. Er war der Mann mit dem Laptop beim Training und mit den kurzen Hosen beim Spiel, egal wie tief die Temperaturen auch waren. Er war mit Cheftrainer Kovac ein „Bruder im Geiste“. Sein Credo: „Ich nehme jede Verletzung auf meine Schulter und frage mich immer, wie hätte sie verhindert werden können.“ Mit der Ablösung Luissers hat der neue Trainer auch mal einen personellen Akzent gesetzt. Daneben wird in Zukunft auch die Ernährungsberaterin Annemarie Stein nicht mehr dem Team angehören.

Folgende 20 Spieler sollen am Laktattest teilnehmen: Jan Zimmermann, Felix Wiedwald, Danny da Costa, Timothy Chandler, Jetro Willems, Deji Beyreuther, Noel Knothe, Max Besuschkow, Marco Russ, Simon Falette, David Abraham, Johnny de Guzman, Kevin-Prince Boateng, Sahverdi Cetin, Mijat Gacinovic, Marijan Cavar, Sébastien Haller, Nicolai Müller, Branimir Hrgota, Taleb Tawatha. Unter Vertrag stehen noch die WM-Teilnehmer Frederik Rönnow, Carlos Salcedo, Marco Fabián, Gelson Fernandes, Makoto Hasebe, Ante Rebic und Luka Jovic sowie der noch verletzte Mandela.

Quelle: op-online.de

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