Eintracht Frankfurt

Adi Hütter: „Wir haben noch viel Luft nach oben“ – Lob für Paciencia und Kamada

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Große Freude über das Tor von Goncalo Paciencia. 

Die Frankfurter Eintracht ist mit einem 2:1-Sieg über Flora Tallinn in die nächste Qualifikationsrunde der Europa League eingezogen. Adi Hütter sieht aber noch Luft nach oben. 

Frankfurt - Die Hatz geht weiter. Gleich nach dem Erreichen der nächsten Qualifikationsrunde in der Europa-League (EL) ist die Frankfurter Eintracht in der Nacht zum Freitag nach Österreich zurückgeflogen. In Windischgarsten wurde am Freitagnachmittag locker trainiert, am Samstag stehen zwei Einheiten auf dem Programm, am Sonntag geht das Trainingslager zu Ende. 

Am Montag gönnt Trainer Adi Hütter den Spielern einen freien Tag, am Dienstag beginnt die Vorbereitung auf das Hinspiel der zweiten Qualirunde beim FC Vaduz in Liechtenstein. „Es ist ein schmaler Grat“, sagt Hütter zur von Pflichtspielen unterbrochenen Vorbereitung. Bislang hat die Eintracht sie ganz gut bewältigt. Die beiden 2:1-Siege gegen Tallinn waren nicht brillant herausgespielt, aber letztlich doch souverän. „Und der Trainer hat gesehen, was wir besser machen müssen“, sagte Sportvorstand Fredi Bobic.

Hütter wichtige Fingerzeige geliefert – Almamy Touré keine Alternative in der Abwehrkette

Einiges war schon gut, vieles noch nicht. Ein paar Spieler sind schon gut in Form, ein paar andere überhaupt noch nicht. Die Spiele gegen die nicht nur tapferen, sondern auch taktisch disziplinierten Esten haben Hütter wichtige Fingerzeige geliefert. So ist Almamy Touré aktuell keine Alternative in der Abwehrkette. Der Franzose hat seine Chance bekommen und sie nicht genutzt. 

„Er hat zwei Blöcke geschossen, die so nicht passieren dürfen“, kritisierte der Trainer. Bei der Entstehung des Gegentors hatte falsch gestanden und schlecht reagiert, danach war er minutenlang von der Rolle. Hütter deutlich: „Das Tor darf so nicht zustande kommen, so darf man sich nicht ausspielen lassen.“ Touré wird es auch nicht viel helfen, dass er sich im Laufe der zweiten Halbzeit deutlich stabiler präsentiert hatte, er muss sich erstmal wieder hintenanstellen.

Linke Frankfurter Seite noch nicht auf dem Niveau der letzten Saison

Die linke Frankfurter Seite ist noch nicht auf dem Niveau der letzten Saison. Evan Ndicka wirkte unsicher und Filip Kostic nicht so entschlossen wie gewohnt. Da muss noch an der Abstimmung gearbeitet werden. Genau wie im Mittelfeld, wo zu viele Arbeiter und zu wenige Künstler unterwegs sind. „Wir haben noch viel Luft nach oben, es war manchmal noch Sand im Getriebe“, stellte der Trainer fest. Alles andere wäre beim Stand er aktuellen Vorbereitung aber auch eine Überraschung gewesen. Zudem ist personelle Besserung in Sicht. 

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Die Eintracht wird nun von Woche zu Woche, von Spiel zu Spiel, ein anderes Gesicht bekommen. Mit Martin Hinteregger und Sebastian Rode sind zwei Klasseleute zurück. Hinteregger wurde von den Fans in der Arena frenetisch gefeiert, vom obersten Boss aber auch wegen seines Alkohol-Aussetzers im Trainingslager des FC Augsburg mit deutlichen Worten gedeckelt. „Er weiß, dass er da einen Fehler gemacht hat“, sagte Bobic, „aber Fußballer sind auch nur Menschen, ich will es nicht gutheißen, wenn man sich einen hinter die Binde kippt". 

Kehrt Kevin Trapp zu Eintracht Frankfurt zurück?

Der Frankfurter Sportchef wies aber Spekulationen zurück, Hinteregger habe so seinen Weggang vom FCA provozieren wollen, räumte aber ein, dass das Video eine gewisse Rolle gespielt und die Verhandlungen forciert hätte. „Wir haben eine ordentliche Lösung gefunden, mit der alle Beteiligten ihr Gesicht wahren“, sagte er. Bei der Ablöse gibt es unterschiedliche Spekulationen zwischen neun und zwölf Millionen Euro.

Nach Hinteregger und Rode soll nun auch bald Kevin Trapp zurückkehren. „Zwei von drei sind wieder da, der Dritte fehlt noch“, sagt Bobic, „ich hoffe, dass es bei Kevin jetzt auch voran geht, die Gespräche mit Paris waren sehr gut.“ Kommt Trapp wäre die abwehrende Abteilung komplett. Die Eintracht wird sich dann auf den Angriff konzentrieren. „Wir tun sicher noch etwas“, kündigte der Sportvorstand an, „es kann aber noch dauern.“ 

Vorerst sollen Goncalo Paciencia und Daichi Kamada helfen. Für beide gab es dickes Lob. Der Trainer zu Paciencia: „Ich war nach dem Hinspiel nicht zufrieden, jetzt hat er eine Reaktion gezeigt und ein tolles Spiel gemacht.“ Der Trainer zu Kamada: „Er hat mir gut gefallen, er ist elegant, kann mit seinem Spiel Überzahl schaffen.“ Ante Rebic übrigens wurde geschont, weil er weiterhin mit Rückenproblemen zu kämpfen hat. 

Von Peppi Schmitt

Quelle: op-online.de

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