Trainer zu Hinteregger-Streit in Augsburg

Hütter: "Martin hat Ecken und Kanten und sagt, was er denkt"

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Adi Hütter ist gut gelaunt. 

Frankfurt - 51.500 Zuschauer in der ausverkauften Arena und ein hochmotivierter Gegner erwarten am Samstag (15.30 Uhr) den Spitzenreiter Borussia Dortmund in Frankfurt. „Wenn man ganz vorne dabei sein will, muss man eins der Toppteams schlagen“, hat Trainer Adi Hütter am Freitag gesagt. Von Peppi Schmitt

Bislang ist der Eintracht das noch nicht gelungen. Das Ziel aber ist gesteckt, die Frankfurter wollen weiter im vorderen Drittel der Tabelle um die internationalen Plätze mitspielen. Darauf sind alle Planungen ausgerichtet, dafür haben sie am letzten Tag der winterlichen Transferperiode noch einmal drei Defensivspieler verpflichtet. Alleine der ehemalige Augsburger Martin Hinteregger wird gegen Dortmund schon im Kader stehen.

Der Franzose Almamy Touré ist nach einer langwierigen Muskelverletzung ebenso wenig ein Thema wie der junge Brasilianer „Tuta“. Hinteregger freilich könnte schon vor seinem Debüt in der Anfangself stehen. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass David Abraham spielen kann, ist eher gering.

Auch wenn der Frankfurter Trainer in der offiziellen Pressekonferenz noch um den heißen Brei herumredete. Der Eintracht-Kapitän hatte wegen einer hartnäckigen Wadenverletzung erst am Donnerstag zum ersten Mal leicht mittrainiert, die Übungsarbeit dann aber wegen Schmerzen wieder abgebrochen. Noch sei Zeit bis zum Spiel, sagte Hütter, „am Ende gibt der Spieler das letzte Signal“. Abraham soll also sagen, ob es geht oder nicht. Das Warten macht durchaus Sinn, denn gerade gegen die flinken Dortmunder wäre der schnellste Spieler im Frankfurter Aufgebot eine wichtige Option.

Wahrscheinlich aber ist, dass Hinteregger für ihn spielt. Vom Neuen hat der Frankfurter Trainer eine hohe Meinung. Der 26 Jahre alte Österreicher, mit dem Hütter schon vor vier Jahren in Salzburg zusammengearbeitet hat, sei ein „Charakterspieler mit viel Qualität“. Zudem ist er topfit, hat ja für den FC Augsburg alle Spiele bestritten. Dass Hinteregger wegen öffentlicher Kritik am Augsburger Kollegen Manuel Baum gehen musste, ficht den Frankfurter Trainer nicht an.

Hütter: „Martin hat Ecken und Kanten und sagt, was er denkt“. Vom Gegner aus Dortmund und dessen Schweizer Trainer Lucien Favre („Er legt Wert auf Ordnung“) schwärmt Hütter. „Unglaublich variabel“ spiele der BVB, „sie haben ein überragendes Umschaltspiel und strahlen aus verschiedenen Positionen eine große Torgefahr aus.“ Die Gegenmittel gegen die Dortmunder Offensivgewalt, hat der österreichische Fußball-Lehrer Trainer versucht, seinen Spielern in der Trainingswoche näher zu bringen.

„Wir müssen den Kampf annehmen und den Dortmundern wenig Räume geben“, fasst er zusammen. Das alles traut er seinem Team zu. „Es ist ein Topspiel, da brauchen wir eine Topleistung“, fordert er, „wenn wir so spielen wie zuletzt gegen Freiburg und Bremen, wird es nicht reichen“. Mit dem Publikum im Rücken erwartet Hütter von seiner Mannschaft eine große Steigerung.

Hütter: „Beide Mannschaften sind gut beraten, wenige Fehler zu machen, weil beide nach Ballverlusten des Gegners sehr gefährlich sind. In dieser Hinsicht ist der BVB das gefährlichste Team der Liga. Wir müssen es schaffen, dass der Funke von uns auf die Ränge überspringt.“ Dazu beitragen soll der ehemalige Dortmunder Sebastian Rode, der drei Wochen nach seinem Wechsel nun auf die alten Kameraden trifft.

Er habe sich mit Rode „selbstverständlich ausgetauscht“, setzt Hütter auch auf Insiderwissen seines Mittelfeldspielers, den er unter der Woche „sehr fokussiert“ wahrgenommen habe. Das gelte im Übrigen für die komplette Mannschaft. Die habe „aggressiv und bissig“ trainiert, „ich hoffe, sie transportieren es ins Spiel“.

Voraussichtliche Aufstellung von Eintracht Frankfurt:  Trapp – Abraham (Hinteregger), Hasebe, Ndicka – Da Costa, de Fernandes, Rode, Kostic – Gacinovc – Rebic, Haller.- Bank: Rönnow, Russ, Falette, Willems, Stendera, Jovic, Paciencia

Quelle: op-online.de

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