Europapokal gegen Inter Mailand

Hütter fordert „besondere Leistung in einem besonderen Spiel“

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„Wir brauchen für ein besonderes Spiel gegen einen besonderen Gegner eine besondere Leistung“, sagte Adi Hütter, der Trainer der Eintracht, vor dem Europapokal-Knaller gegen Inter Mailand.

Frankfurt - Das Fieber steigt: Die Frankfurter Arena ist für das Achtelfinal-Hinspiel der Europa-League gegen Inter Mailand (Donnerstag, 18.55 Uhr) mit 48.000 Zuschauern ausverkauft. Von Peppi Schmitt

2600 Karten sind nach Mailand gegangen, viele in Deutschland lebende Italiener aber werden zusätzlich ihre Mannschaft unterstützen. Sie haben sich die Karten auf anderen Kanälen besorgt. Die offizielle Pressekonferenz hatte am Mittwoch Rekordbesuch, rund 60 Journalisten drängten sich im Presseraum, dazu noch fünfzehn Kamerateams. Auch das ist Ausdruck der neuen sportlichen Stärke der Frankfurter. „Wir spielen guten Fußball, deshalb ist die Aufmerksamkeit hoch“, sagt der Frankfurter Trainer Adi Hütter, „die Menschen empfinden sehr viel Sympathie, wenn sie die Eintracht sehen.“ Auf diese Entwicklung sei er „stolz“.

Die Ziele für das Spiel sind klar umrissen. „Wir brauchen für ein besonderes Spiel gegen einen besonderen Gegner eine besondere Leistung“, sagte der Trainer der Eintracht. Und natürlich hat er ein Wunschergebnis im Kopf. „Zu Null spielen, ein gutes Ergebnis vorlegen“, wünscht er sich von seiner Mannschaft, „wir müssen den Kopf einschalten und einen gesunden Mix zwischen kontrollierter Defensive und guter Offensive finden.“

Großer Respekt vor Inter Mailand

Vorm Gegner hat der 49 Jahre alte österreichische Fußball-Lehrer größten Respekt, will sich von den zuletzt wenig überzeugenden Resultaten der Mailänder „nicht blenden“ lassen. Inter sei eine absolute „Spitzenmannschaft“, sagte Hütter, „angeschlagen heißt auch gefährlich.“ Hütter erinnerte an die Champions-League-Auftritte von Inter, dort waren die Mailänder an Barcelona und Tottenham nur mit einem Tor gescheitert.“ Und dann schwärmt er: „Sie haben einen tollen Torwart, zwei starke zentrale Abwehrspieler, mit Brozovic einen guten Spielmacher.“ Den Kroaten Ivan Perisic, bester Kumpel von Eintracht-Star Ante Rebic, bezeichnete Hütter als „absoluten Schlüsselspieler“ und den Trainerkollegen Luciano Spalletti als „Vorbild“.

Der Inter-Trainer hat in seinem ersten Jahr geschafft, wovon alle Frankfurter nun träumen, seine Mannschaft in die Champions-League zu führen. Hütter: „Träumen darf man immer.“ Vor dem Finale in Baku (29. Mai) stünden allerdings noch viele hohe Hürden im Weg. „Der erste Brocken ist Inter“, sagt er.

Hinteregger: Im Schnelldurchlauf zur Stammkraft

Das sieht Martin Hinteregger genauso. Mit bislang 50 Einsätzen im Europapokal ist er auf dieser Bühne der erfahrenste Spieler der Eintracht. Zudem ist der Winter-Neuzugang so etwas wie der „Aufsteiger des Jahres“. Vor sechs Wochen noch beim Abstiegskandidaten in Augsburg unter Vertrag, steht er nun mit der Eintracht im Achtelfinale der Europa-League. Diese Entwicklung sei schon „ein bisschen kurios“, räumt der österreichische Nationalspieler ein, „vor ein paar Wochen war ich noch ganz woanders, jetzt darf ich ein solches Spiel spielen.“ Das sei „sehr besonders“. Er habe die neue Aufgabe „angenommen“ und ist sich nun sicher, „dass ich der Mannschaft helfen kann“. In den ersten Spielen für die Eintracht hat er das eindrucksvoll unterstrichen und hat sich im Schnelldurchlauf zur Stammkraft entwickelt. Keine Frage, Hinteregger wird auch gegen Inter in der Anfangsformation stehen. Dafür hat er sich seinen ganz eigenen Plan aufgestellt. „Extrem konzentriert sein, extrem gut vorbereitet sein“, will er, „damit ich weiß, welcher Gegner wie spielt, wer besonders clever ist und wer gerne Gurken schiebt.“ So bezeichnen die Österreicher den Trick, dem Gegner den Ball durch die Beine zu spielen, zu „tunneln.“ Die Eintracht will also vor allem keine „Gurken“ kassieren, was ja im deutschen Fußballdialekt auch so viel wie „Gegentor“ bedeutet.

Die Frankfurter fühlen sich für die schwere Aufgabe gut vorbereitet. Die Art und Weise des Last-Minute-Sieges gegen Hoffenheim, „das tolle Finish“, habe seiner Mannschaft noch einmal zusätzlich „Selbstvertrauen und Kraft“ gegeben, glaubt der Trainer. „Wir sind im ganzen Jahr ungeschlagen, haben neun Spiele auch gegen starke Gegner nicht verloren“, weist er auf eine stabile Form hin.

Eintracht Frankfurt schießt sich ins Euro League-Achtelfinale: Bilder

Eintracht Frankfurt - Schachtjor Donezk
Emotionale Ehrenrunde vor euphorischen Fans: Mit Treffern von Jovic, Haller und Rebic hat sich die Frankfurter Eintracht den Einzug ins Achtelfinale der Euro League gesichert. Am Ende stand es vor heimischem Publikum 4:1 gegen Schachtjor Donezk. © dpa
Eintracht Frankfurt - Schachtjor Donezk
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Eintracht Frankfurt - Schachtjor Donezk
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Über die Aufstellung hat Hütter wie gewohnt nicht viel verraten. Klar ist, dass Ante Rebic nicht spielen kann. Der Kroate ist zur Behandlung seiner Knieverletzung nach Belgrad geflogen. Unklar ist, ob David Abraham (Oberschenkelprobleme) dabei sein kann. „Wenn er fit ist, dann gehört er dazu“, sagt Hütter. Im Abschlusstraining am Mittwochnachmittag hat der Kapitän zwar teilgenommen, aber eher am Rande. Zurückgemeldet hat sich Gelson Fernandes. Der Schweizer wird wohl im defensiven Mittelfeld beginnen. „Gelson ist ein Leadertyp, ein spielender Co-Trainer“, sagt Hütter, „da weiß ich genau, was ich erwarten kann.“

Voraussichtliche Aufstellung der Eintracht: Trapp – Hinteregger, Hasebe, Ndicka – Da Costa, Rode, Fernandes, Kostic – Gacinovic – Haller, Jovic

Bank: Rönnow, Abraham (Russ), Falette, Tawatha, Willems, De Guzman, Paciencia

Bilder: Highlights aus Europas Fan-Choreos

Fan-Choreographien - Ein Streifzug durch Europas Stadien
"Nur für dich um die ganze Welt":Im Halbfinale der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2013 gegen Guangzhou Evergrande FC bekunden die mitgereisten Fans des FC Bayern die Treue zu ihrem Verein. © AFP
Fan-Choreographien - Ein Streifzug durch Europas Stadien
01.06.2013: der FC Bayern München ist drauf und dran, im DFB-Pokal-Finale den dritten Titel der laufenden Saison zu holen. "We just can't get enough" lautet die breite Meinung der Bayernfans. © picture alliance / dpa
Fan-Choreographien - Ein Streifzug durch Europas Stadien
Auch ein Blick nach Italien zeigt, dass die italienischen Tifosi riesige Choreographien auf die Beine stellen können. Im Bild ist eine Choreo der AC-Mailand-Fans kurz vor Anpfiff des Achtelfinal-Hinspiels der Champions League gegen Manchester United 2010 zu sehen. © AFP
Fan-Choreographien - Ein Streifzug durch Europas Stadien
Auch die Anhänger des Stadtrivalen Inter Mailand nutzen die großen Tribünen des San Siro für ihre Choreographien: hier, um den 100. Geburtstag des Vereins zu feiern. © AFP
Fan-Choreographien - Ein Streifzug durch Europas Stadien
Knappe 140 Kilometer weiter zeigen die Fans von Juventus Turin, dass sie ebenfalls imposante Choreographien auf die Beine stellen können. Weitergekommen ist Juve 2013 in der Champions League gegen den FC Bayern trotz der ansehnlichen Choreo jedoch nicht. © AFP
Fan-Choreographien - Ein Streifzug durch Europas Stadien
Die Meisterschaft konnte Juve in der Saison 2012/2013 jedoch feiern, es war die offiziell 29. Die 31 auf der Choreographie der Juve-Fans lässt sich dadurch erklären, dass viele Juventus-Anhänger die Aberkennung zweier Meistertitel im Zuge des Manipulationsskandals nicht akzeptieren (wollten). Nach ihrer Rechnung hat Juve bereits 31 Meisterschaften (Scudetti) gewonnen. © picture alliance / dpa
Fan-Choreographien - Ein Streifzug durch Europas Stadien
Mit Eusebio starb im Januar 2014 wohl der größte Fußballer Portugals und die Vereinsikone schlechthin von Benfica Lissabon. Mit "Eusebio sempre" (Eusebio für immer) verabschieden die Fans ihr Idol am 12.01.2014 im Estádio da Luz. © AFP
Fan-Choreographien - Ein Streifzug durch Europas Stadien
Fabrice Muamba, ehemaliger Mittelfeldspieler in Diensten der Bolton Wanderes, erlitt am 17.03.2013 während eines Spiels auf dem Platz einen Herzstillstand und konnte erst nach 78 Minuten reanimiert werden. Nach seiner wundersamen und schnellen Genesung beendete Muamba seine Karriere. Die Fans dankten ihm mit einer Choreographie, die seinen Namen und seine Trikotnummer zeigt. © AFP
Fan-Choreographien - Ein Streifzug durch Europas Stadien
"Auf den Spuren des verloren Henkelpotts" befanden sich die Dortmunder in der Champions League. Nach einem dramatischen Rückspiel im Viertelfinale gegen den FC Malaga inklusive absolutem Last-Minute-Sieg und zwei spannenden Partien gegen Real Madrid verloren die Schwarz-Gelben das Finale in Wembley gegen den FC Bayern München. © picture alliance / dpa
Fan-Choreographien - Ein Streifzug durch Europas Stadien
Dass sich die Südkurve für imposante Choreographien nutzen lässt, zeigt auch dieses Foto. Am letzten Spieltag der Saison 2010/2011 feiern die Anhänger von Borussia Dortmund die erste Meisterschaft seit neun Jahren. © picture alliance / dpa
Fan-Choreographien - Ein Streifzug durch Europas Stadien
"Eagles are back!" Mit dem markigen Spruch feierten die Anhänger der Frankfurter Eintracht 2012 die Rückkehr ins Fußballoberhaus. Der Höhenflug setzte sich in der Bundesliga-Saison 2012/2013 fort, die Frankfurter Adler qualifizierten sich für die Europa League. © picture alliance / dpa
Fan-Choreographien - Ein Streifzug durch Europas Stadien
Spieltage in der Europa League sind Festtage für die Fans der launischen Diva vom Main. Bei jedem Heimspiel der Gruppenphase präsentierten die Fans zum Einlaufen der Mannschaften eine sehenswerte Choreographie, hier im Spiel gegen Maccabi Tel Aviv. © picture alliance / dpa
Fan-Choreographien - Ein Streifzug durch Europas Stadien
Auf das erste Niedersachsen-Derby seit 37 Jahren fieberten beide Fanlager monatelang hin. Dementsprechend aufwändig fiel die Choreographie der 96-Fans aus. Als erstes hüllten tausende kleine schwarze, grüne und weiße Fahnen die Heimkurve in die Farben des Hannoverschen Sportvereins. © picture alliance / dpa
Fan-Choreographien - Ein Streifzug durch Europas Stadien
Anschließend bedeckten mehrere riesige Blockfahnen die Nordkurve und sorgten für einen beeindruckenden Anblick. So wurde unter anderem auf die ewige Bundesligatabelle angespielt, in der Hannover 96 vor den Gelb-Blauen aus Braunschweig rangiert. © picture alliance / dpa
Fan-Choreographien - Ein Streifzug durch Europas Stadien
Erster Spieltag der Saison 2013/2014: die alte Dame aus Berlin ist wieder zurück im Fußballoberhaus, dementsprechend feiern die Fans der Berliner Hertha die Rückkehr in die Bundesliga. "Erstklassig seit 1892!" © picture alliance / dpa
Fan-Choreographien - Ein Streifzug durch Europas Stadien
Eine Saison davor traf Hertha BSC Berlin in der 2. Liga auf den Stadtrivalen FC Union Berlin. "Hertha, Hertha, du ganz allein sollst der Stolz von Spreeathen sein!" lautete die klare Botschaft aus der Berliner Ostkurve. © picture alliance / dpa
Fan-Choreographien - Ein Streifzug durch Europas Stadien
Selbe Kurve, andere Fans. Im DFB-Pokalfinale 2011 empfangen die Schalker Anhänger ihre Mannschaft mit den markigen Worten "Generationen haben es euch vorgemacht". Die Erwartungshaltung ist klar: gegen den Zweitligisten MSV Duisburg soll der Pokalsieg eingefahren werden, was mit einem 5:0 auch deutlich gelang. © AFP
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Dass sich eine Choreographie mit dem Prädikat "Weltrekord" schmücken darf, gibt es auch nicht alle Tage. So geschehen bei der Choreo zum 125-jährigen Verinsjubiläum des HSV, an der 45.000 Zuschauer mit einem Doppelhalter teilgenommen haben. © picture alliance / dpa
Fan-Choreographien - Ein Streifzug durch Europas Stadien
800 Helfer waren an der Aktion beteiligt und sprühten mehr als 400 Motive mit 8600 Spraydosen auf die 45.000 Doppelhalter. Kostenpunkt: 70.000 € © picture alliance / dpa
Fan-Choreographien - Ein Streifzug durch Europas Stadien
Im Champions-League-Spiel der Gruppenphase gegen Juventus Turin verhüllen die Anhänger vom FC Kopenhagen ihre Tribüne mit einem übergroßen Vereinswappen. © AFP
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Mit einem Sieg im Duell gegen den FC Barcelona am 11.01.2014 hätten die Rojiblancos die Tabellenführung übernehmen können. "Aplasta Atleti" bedeutet soviel wie "Atletico zermalmt". Schlussendlich trennten sich die beiden Teams 0:0, und Barcelona blieb Erster. © AFP
Fan-Choreographien - Ein Streifzug durch Europas Stadien
"Forza Tito" lautet der Tenor der Barcelona-Fans vor dem Clasico gegen Real Madrid im Oktober 2013, sie wünschen dem krebskranken Ex-Coach Tito Vilanova viel Kraft im Kampf gegen den Krebs. © AFP
Fan-Choreographien - Ein Streifzug durch Europas Stadien
25 Jahre Fritz-Walter-Stadion und der 90. Geburtstag des Kapitäns der Weltmeisterelf von 1954 bewegten die Fans des 1. FC Kaiserslautern dazu, 2010 eine atemberaubende Choreographie zu Ehren Fritz Walters durchzuführen. Der Oberkörper Fritz Walters, der in der Choreo aus dem Stadion "herausragt", wurde per Flaschenzug hochgezogen. © picture alliance / dpa
Fan-Choreographien - Ein Streifzug durch Europas Stadien
"Der Chaosverein lebt wie eh und je!" Mit diesem Spruch betitelten die Fans des TSV 1860 Münchens ihre Choreographie am 04.02.2013 im Duell gegen den 1. FC Kaiserslautern. Da es zu dieser Zeit mal wieder alles andere als ruhig um den leidgeprüften Verein war, nutzen die Anhänger die Unruhe um ihren geliebten Turn- und Sportverein kurzerhand als Motto für ihr "Chaos-Intro". © picture alliance / dpa
Fan-Choreographien - Ein Streifzug durch Europas Stadien
Eine volle Allianz Arena gibt es beim TSV 1860 München nicht allzu oft - beim Pokalspiel gegen Borussia Dortmund im September 2013 war es mal wieder so weit. Das wurde mit einer beeindruckenden Choreo zelebriert. © Weiß
Fan-Choreographien - Ein Streifzug durch Europas Stadien
Den 120. Geburtstag des VfB Stuttgart feierten die Anhänger im Bundesligaspiel gegen Eintracht Frankfurt im September 2013 mit einer groß angelegten Choreographie. Zentrales Motiv: das alte VfB-Wappen, das viele Fans als Trikot-Wappen zurückfordern. © picture alliance / dpa
Fan-Choreographien - Ein Streifzug durch Europas Stadien
"l'OM" lautet das Kürzel des Fußballvereins Olympique Marseille von der französischen Mittelmeerküste. "l'OM" ist in Marseille omnipräsent. Ob als Autoaufkleber, Graffiti oder eben, wie im Bild zu sehen, als große Choreographie, die Marseillais stehen zu ihrem Verein. © AFP

Quelle: op-online.de

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