Fragen und Antworten

Eintracht: Hohe Erwartungen und verwegene Wünsche

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Wohin geht die Reise der Eintracht in dieser Saison? Die Antwort aufr diese Frage ist gar nicht so leicht...

Frankfurt - Wie stark ist die Mannschaft von Eintracht Frankfurt wirklich? Was ist möglich in dieser bislang so gut verlaufenen Saison? Braucht es weitere Neuzugänge ? Wie realistisch sind Träume von der Champions-League? Diese und weitere Fragen beleuchtet unser Mitarbeiter Peppi Schmitt.

Wie gut ist die Ausgangsposition?

Die Zahlen sprechen für die Eintracht. Nach 19 Spieltagen liegen die Hessen auf Rang 5 der Tabelle mit Kontakt zum Vierten RB Leipzig. Der Start ins neue Jahr ist mit vier Punkten aus zwei Spielen geglückt.

Wie stark ist die Mannschaft wirklich?

Es gibt Zweifel an der Klasse, denn die Mannschaft hat gegen Freiburg und Bremen nicht so gut gespielt, wie sie kann. Der Trainer ist zufrieden mit der Ausbeute, sieht aber noch Luft nach oben. Mit den ganz Großen ist die Eintracht (noch) nicht auf Augenhöhe, hat gegen die ersten Vier in dieser Saison noch kein Spiel gewonnen. Dortmund, Bayern, Gladbach und Leipzig sind individuell besser besetzt und breiter aufgestellt. Die nächsten Spiele gegen die Spitzenteams aus Dortmund, Leipzig und Mönchengladbach werden zeigen, wie nahe die Eintracht herangerückt oder wie weit sie noch entfernt ist. Träume von der Champions-League (CL) sind unrealistisch.

Was ist möglich?

Beim Kampf um die Europa-League-Plätze in der Bundesliga ist die Eintracht mitten drin. Hoffenheim, vor allem Leverkusen, aber auch Bremen drängen von hinten. Selbst Berlin und Wolfsburg bewegen sich auf ähnlichem Niveau. Sechs Mannschaften für maximal drei Plätze, es gilt also drei Mannschaften hinter sich zu lassen. Ein schwere, aber machbare Aufgabe. In der Europa-League (EL) stehen die Chancen gegen Donezk „fifty-fifty“. Vom Finale in Baku zu träumen, ist bei Mannschaften wie Chelsea, Arsenal, Neapel oder Sevilla verwegen.

Braucht die Eintracht weitere Neuzugänge?

Es klemmt eindeutig in der Innen- und rechten Außenverteidigung, auch wenn nur fünf Mannschaften weniger Gegentore erhalten haben. Das Spiel in Bremen hat die Mängel aufgezeigt. Simon Falette spielt unter dem Durchschnitt. David Abraham ist schon lange nicht mehr in der Form der letzten Saison und plagt sich immer wieder mit Wadenproblemen. Makoto Hasebe ist als einziger „Libero“ 35 Jahre alt. Marco Russ ist eher Einwechselspieler als Stammkraft. Sich darauf zu verlassen, dass „Nesthäkchen“ Evan Ndicka weiter ohne Formtief spielt, wäre fahrlässig. Sportchef Fredi Bobic und Manager Bruno Hübner sind sicher unterwegs, um für Verstärkung zu sorgen.

Sollte die Eintracht ins finanzielle Risiko gehen?

Die Frankfurter haben nach dem Salcedo-Verkauf ein paar Millionen Euro in der Hinterhand. Bobic würde sie gerne für den Sommer zurücklegen, das würde grundsätzlich auch Sinn machen. Aber womöglich wird die Chance der Eintracht, sich ganz weit vorne zu platzieren, so schnell nicht mehr so groß sein wie gerade jetzt. Denn dass eine Mittelklasseklub drei Klassestürmer wie Rebic, Jovic und Haller auf einmal unter Vertrag hat, ist eher ungewöhnlich. Es spricht zwar vieles dafür, den Weg der wirtschaftlichen Vernunft nicht zu verlassen, es spricht aber auch einiges dafür, ein kalkuliertes Risiko zu gehen, um die eigenen Chancen zu erhalten. Motto: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Ist die hohe Erwartungshaltung eine Belastung?

Im ersten Halbjahr hat es Trainer Adi Hütter mit seiner zwar fordernden, aber dennoch moderaten Mannschaftsführung geschafft, die nötige Lockerheit hinzukriegen. Im zweiten Halbjahr, mit den Zielen direkt vor Augen, wird das schwieriger. Von der Eintracht CL oder EL zu verlangen, wäre deutlich überzogen. Dass trotz vier Punkten aus zwei Spielen Unzufriedenheit aufgekommen ist, kann ein gutes und ein schlechtes Zeichen sein. Gut, weil es zeigt, wie weit die Entwicklung schon fortgeschritten ist, schlecht, weil es die Realität doch ein wenig ausblendet.

Marktwerte der Spieler von Eintracht Frankfurt: Bilder

Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Nelson Mandela Mbouhom: 100 Tausend Euro © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Noel Knothe: 100 Tausend Euro © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Deji Beyreuther: 100 Tausend Euro © Hübner
Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt Fototermin 2018/19 - 1.BL Porträttermin 2018/2019
Mischa Häuser: 100 Tausend Euro © Hübner
Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt Fototermin 2018/19 - 1.BL Porträttermin 2018/2019
Patrice Kabuya: 200 Tausend Euro © Hübner
Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt Fototermin 2018/19 - 1.BL Porträttermin 2018/2019
Tobias Stirl: 200 Tausend Euro © Hübner
Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt Fototermin 2017/2018
Sahverdi Cetin: 200 Tausend Euro © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Jan Zimmermann: 250 Tausend Euro © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Felix Wiedwald: 600 Tausend Euro (zuvor 1 Millionen Euro) © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Marco Russ: 750 Tausend Euro (zuvor 1 Million Euro) © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Branimir Hrgota: 750 Tausend Euro (zuvor 1 Million Euro) © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Makoto Hasebe: 1 Million Euro © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Allan Souza: 1 Million Euro (zuvor 1,25 Millionen Euro) © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Taleb Tawatha: 1,5 Millionen Euro © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Gelson Fernandes: 1,5 Millionen Euro © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Marc Stendera: 2 Millionen Euro © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Nicolai Mueller: 2,5 Millionen Euro (zuvor 3 Millionen Euro) © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Frederik Rönnow: 2,5 Millionen Euro (zuvor 3 Millionen Euro) © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Jonathan de Guzman: 3 Millionen Euro (zuvor 2,5 Millionen Euro) © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Goncalo Paciencia: 3 Millionen Euro © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Marco Fabian: 3 Millionen Euro (zuvor 4,5 Millionen Euro) © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Simon Falette: 3,5 Millionen Euro (zuvor 4 Millionen Euro) © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
David Abraham: 3,5 Millionen Euro (zuvor 4 Millionen Euro) © Hübner
Chico Geraldes: 4 Millionen Euro © Eintracht Frankfurt
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Lucas Torro: 5 Millionen © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Timothy Chandler: 5 Millionen Euro © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Jetro Willems: 6,5 Millionen Euro (zuvor 7 Millionen Euro) © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Danny da Costa: 8 Millionen Euro (zuvor 5 Millionen Euro) © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Mijat Gacinovic: 9 Millionen Euro (zuvor 8 Millionen Euro) © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Carlos Salcedo: 10 Millionen Euro © Hübner
Eintracht Frankfurt präsentiert Kevin Trapp
Kevin Trapp: 10 Millionen Euro © picture alliance/dpa
Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt Training
Filip Kostic: 10 Millionen Euro (zuvor 6 Millionen Euro) © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Evan N'dicka: 15 Millionen Euro (zuvor 6 Millionen Euro) © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Sebastien Haller: 35 Millionen Euro (zuvor 15 Millionen Euro) © Hübner
Fussball 1.Bundesliga, FC Schalke 04 - Eintracht Frankfurt
Ante Rebic: 35 Millionen Euro (zuvor 30 Millionen Euro) © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Luka Jovic: 40 Millionen Euro (zuvor 20 Millionen Euro) © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Marktwert des gesamten Kaders: 223,85 Millionen Euro © Hübner

Quelle: op-online.de

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