Eintracht Frankfurt mit Luxusproblem

Wer stürmt am Freitag bei der SGE? Haller und Rebic haben Nase vorn

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Ante Rebic (Bild) wird am Freitag vermutlich mit Sébastien Haller stürmen. 

Frankfurt - Der freie Trainingstag hat den Spielern von Eintracht Frankfurt gut getan. Trainer Adi Hütter ist für das Spiel am Freitag beim VfB Stuttgart optimistisch. Im Sturm hat er wieder ein Luxusproblem. Aktuell haben zwei Spieler die Nase vorn. Von Peppi Schmitt     

„Ich habe in einem sehr guten Training sehr giftige Spieler gesehen“, sagt Adi Hütter. Der Trainer der Frankfurter Eintracht geht davon aus, dass sich seine Spieler beim Auswärtsspiel am Freitagabend (20.30 Uhr) beim VfB Stuttgart wieder in besserer Verfassung präsentieren werden als noch zuletzt beim 1:1 in Nürnberg. Der freie Dienstag soll Wunder bewirkt haben. „Wir sind so viel zusammen und so viel gemeinsam unterwegs, da tut ein freier Tag mit der Familie den Köpfen mal gut“, glaubt Hütter, „ob das eine gute Idee war, wird erst das Spiel zeigen.“

In jedem Fall sind die Frankfurter am Donnerstag mit einem guten Gefühl in den Zug gestiegen. Die Serie mit zuletzt sechs Pflichtspielen ohne Niederlage in Folge soll beim Schlusslicht der Bundesliga-Tabelle fortgesetzt werden. Die Frankfurter werden trotz des ungünstigen Freitagtermins von fast 3500 Fans begleitet.

Personell kann die Eintracht neben den Langzeitverletzten fast aus den Vollen Schöpfen. Alleine Lucas Torró wird wegen einer Schambeinverletzung nicht zur Verfügung stehen. „Ich habe die volle Besetzung“, sagt der Trainer, „es wird wieder einige treffen, die ich nicht mitnehmen kann.“ Zu den Wackelkandidaten fürs Aufgebot gehört inzwischen auch Neuzugang Nicolai Müller, der zuletzt viermal nicht eingesetzt wurde und in Nürnberg sogar nur auf der Tribüne gesessen hat.

Eintracht-Zeugnis gegen 1. FC Nürnberg

Kevin Trapp: Note 3 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Evan Ndicka N Dicka: Note 2 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Gelson Fernandes: Note 4 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Jonathan de Guzman: Note 4 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Luka Jovic: Note 4 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Sebastien Haller: Note 2 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Mijat Gacinovic: Note 4 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
David Abraham: Note 3,5 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Makoto Hasebe: Note 2,5 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Marc Stendera: Keine Note © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Danny da Costa: Note 3 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Allan Souza: Kein Note © Hübner
Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt Training
Filip Kostic: Note 3,5 © Hübner
Eintracht Frankfurt - Apollon Limassol
Ante Rebic: Note 4 © dpa

In einem Vier-Augen-Gespräch hat Müller gegenüber dem Trainer zum Ausdruck gebracht, dass er mit diesem „Status quo“ gar nicht zufrieden ist. „Es gefällt mir, wie er im Training immer hundert Prozent gibt“, sagt Hütter. Große Chancen auf einen Einsatz konnte er dem ehemaligen Hamburger aber nicht machen.

Bei der Besetzung der angreifenden Abteilung haben sich andere längst einen Vorteil erspielt. Auf den Außenbahnen sind Danny da Costa und Filip Kostic („Ich bin sehr, sehr zufrieden mit ihm, er bringt Topleistungen“) gesetzt, hinter den Spitzen hat sich Mijat Gacinovic („Er ist sehr fleißig und laufstark, müsste nur ein bisschen ruhiger am Ball sein“) festgespielt und ganz vorne muss Hütter sogar von seinen drei Topstürmern immer einen draußen lassen. In Stuttgart wird es wahrscheinlich wieder Luka Jovic treffen, neben Ante Rebic wird Sébastien Haller stürmen. „Hauptsache, die beiden, die ich aufstelle, harmonieren und treffen“, beschreibt der Frankfurter Trainer sein Luxusproblem.

Die Konkurrenzsituation bei der Eintracht wird sich in naher Zukunft noch verschärfen. Der Trainer rechnet mit der baldigen Rückkehr der Verletzten Timothy Chandler (Meniskusriss), Goncalo Paciencia(Meniskusriss) und Chico Geraldes (Wirbelbruch). Und auch bei Carlos Salcedo (Syndesmoseriss) werde es „nicht mehr lange dauern“. Hütter geht davon aus, dass die Eintracht vor einer ganz schweren Aufgabe steht. „Die Qualität der Stuttgarter stimmt nicht mit dem Tabellenplatz überein“, sagt er, „ich erwarte ein spannendes Spiel.“

Den Gegner hat er unter der Woche genau studiert und warnt, die jüngsten 0:4-Niederlagen des VfB gegen Dortmund und Hoffenheim nicht über zu bewerten. „Es ist nicht einfach, mit solchen Spielen zu beginnen“, sagt er in Richtung seines Kollegen Markus Weinzierl, „in Hoffenheim haben sie eine Halbzeit lang trotz Unterzahl hervorragend gespielt.“ Viel Respekt also beim Frankfurter Trainer vor dem Tabellenletzten.

Voraussichtliche Aufstellung

Eintracht Frankfurt:Trapp – Abraham, Hasebe, N’Dicka – Da Costa, De Guzman, Fernandes, Kostic – Gacinovic – Haller, Rebic.

Bank: Rönnow, Russ, Stendera, Willems, Tawatha, Souza, Müller, Jovic.

Quelle: op-online.de

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