Müller bricht Training ab

Eintracht: Frederik Rönnow erstmals im Training

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Frederik Roennow (links) und Taleb Tawatha im Training

Frankfurt - Um zehn Uhr, die Kollegen betraten den Rasen für eine weitere verschärfte Einheit, wurde Frederik Rönnow noch vermisst. Der neue Torwart der Frankfurter Eintracht bleibe aus „Vorsichtsgründen“ lieber nochmal in der Kabine, er habe eine leichte „Reizung im Knie“, hieß es aus der Presseabteilung. Von Peppi Schmitt

Eineinhalb Stunden später, die Feldspieler sehnten nach einer Hitzeschlacht auf dem Rasen die kühle Kabine herbei, kam Rönnow dann doch auf den Platz. Fast ist er dabei unerkannt geblieben, denn so wirklich auffallend ist die neue „Nummer eins“ der Eintracht nun wirklich nicht. Blond und schmächtig wie sein Vorgänger Lukas Hradecky kommt er daher, dabei mit 1,90 Meter genauso groß. Doch Rönnow wirkte in seinem bescheidenen Auftreten noch wie einer der Jugendtorhüter, die in den letzten Tagen als Vertretung mitgemacht hatten. Dabei ist der 25 Jahre alte Neuzugang von Bröndby IF alles andere als ein „Greenhorn“, hat sieben Länderspiele für Dänemark bestritten, war gerade mit bei der Weltmeisterschaft und hat auch schon Erfahrungen in der Europa-League gesammelt.

Nach einer kleinen Laufeinheit ging er zufrieden zurück in die Kabine. Die Verletzung sei „nicht schlimm“, sagte er, „alles kein Problem“. Auch Torwarttrainer Moppes Petz bestätigte, dass kein Grund zur Sorge bestehe.

Mit Ausnahme von Ante Rebic sind alle WM-Teilnehmer zurück im Training der Eintracht. Am Mittwochnachmittag trainierten auch Makoto Hasebe, Gelson Fernandes und Marco Fabián mit.

Eine Vorsichtsmaßnahme könnte auch die Pause gewesen sein, die Nicolai Müller einlegen muss. Der Neue aus Hamburg spürte nach der harten kombinierten Kraft- und Laufeinheit, als unter anderem 10 Kilogramm-Gewichte über fünfmal zwanzig Meter über den Rasen gezogen werden mussten, Schmerzen im rechten hinteren Oberschenkel und ging vorzeitig mit einem kühlenden Verband ums Bein in die Kabine. Womöglich hat Müller einfach nur dem harten Training Tribut gezollt. Wieder zurückgekehrt auf den Platz ist dagegen Verteidiger Taleb Tawatha, der wegen muskulärer Probleme ein paar Tage kürzergetreten war.

Einen Tag früher wie die WM-Kollegen Gelson Fernandes, Frederik Rönnow oder auch Landsmann Marco Fabián ist Carlos Salcedo wieder ins Training eingestiegen. Nachdem er schon vor der WM seinen Vertrag bis ins Jahr 2022 verlängert hatte, hat der 24 Jahre alte Mexikaner nun ein weiteres klares Bekenntnis zur Eintracht abgegeben. Es habe zwar Anfragen anderer Vereine gegeben, „aber ich bin vom Kopf her hier und möchte auch hier sein, das habe ich meine Berater mitgeteilt“. Sein Fokus liege alleine auf der Eintracht. Eine Rolle gespielt habe dabei auch seine Familie, die sich in Frankfurt sehr wohl fühle. „Wir sind glücklich hier“, sagt er.

Sportlich sieht Salcedo die Eintracht vor einer guten Zukunft. „Wir wollen uns oben festbeißen und in der Spitze etablieren“, hofft er, „dazu will ich so viel wie möglich beitragen.“ Der Konkurrenzkampf innerhalb des Kaders, auf seiner Position verschärft durch den Transfer von Evan N‘dicka (18), sei da nur hilfreich. „Wir müssen bei den vielen Spielen mit unseren Kräften haushalten“, mahnt er. Gerade deshalb sei es wichtige, viele gute Spieler für die einzelnen Positionen zu haben. Das Nesthäkchen N‘dicka sei ein „lernwilliger und lernfähiger Spieler, der sich von unserer Siegermentalität anstecken lassen wird.“

Quelle: op-online.de

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