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Eintracht Frankfurt in Europa: die zweite Runde winkt

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Nach dem geglückten Hinspiel wollen die Hessen auch im Rückspiel vor heimischem Publikum jubeln. 

Die Frankfurter Eintracht steht mit einem Bein in der dritten Qualifikationsrunde der Europa League. Vor heimischem Publikum streben die Hessen aber einen Sieg an. 

Frankfurt - Die sportlichen Fakten sind ebenso einfach wie klar: Nach dem 2:1-Sieg im Hinspiel genügt der Frankfurter Eintracht im Rückspiel gegen den FC Flora Tallinn am Donnerstagabend (20.30 ihr, Live bei Nitro) schon ein Unentschieden oder sogar eine 0:1-Niederlage, um die dritte Qualifikationsrunde in der Europa-League zu erreichen. 

Dort wäre der Gegner der Sieger aus der Partie FC Vaduz/Liechtenstein gegen Szekesfehervar/Ungarn (Hinspiel 0:1). Aber natürlich streben die Frankfurter einen weiteren Sieg an, am besten einen deutlichen, denn sie wollen ihr schon wieder euphorisiertes Publikum zufriedenstellen. Bis auf ein paar wenige Restkarten, die aus Tallinn zurückgekommen sind, ist die Frankfurter Arena ausverkauft, rund 48 000 Zuschauer werden sich ein erstes Bild von der „neuen“ Eintracht machen. Gespielt wird auf einem frisch verlegten Rasen, Schiedsrichter der Partie ist der Däne Jörgen Burchardt.

Dominik Kohr als einziger Eintracht-Neuzugang in der Startformation? 

So richtig „neu“ wird die Frankfurter Mannschaft, die die Fans zu sehen bekommen, allerdings nicht sein. Mit Mittelfeldspieler Dominik Kohr wird vermutlich nur ein einziger Neuzugang in der Anfangsformation stehen. Dazu haben noch Erik Durm und Dejan Joveljic Chancen, im Laufe der Partie eingewechselt zu werden. Beide haben wie 20 andere Spieler der Reisegruppe angehört, die sich am Mittwochvormittag vom Trainingslager im oberösterreichischen Windischgarsten über Linz per Flugzeug nach Frankfurt aufgemacht hat. 

Dass die Eintracht per Flugzeug zu einem Heimspiel angereist ist, gab es übrigens auch noch nie. Und dass der Gegner, der Tabellenführer aus Estland, einen Tag früher in der Stadt war auch nicht. „Für Flora ist es das Spiel des Jahres, die Kulisse ist eine auch für sie eine tolle Motivation“, mahnt Eintrachts zweiter Torwart Jan Zimmermann zur Konzentration, „sie werden unglaublich rennen, wir dürfen uns nicht überraschen lassen.“

Transferpoker um Martin Hinteregger beendet – Angebot für Kevin Trapp schon offiziell

Die Prophezeiung, dass die Eintracht -Elf vom Donnerstag in dieser Form zum letzten Mal zusammenspielen wird, ist nicht sehr gewagt. Im Erfolgsfall gegen Tallinn würde schon nächste Woche nach Verletzung möglicherweise Sebastian Rode und ziemlich sicher der bislang letzte Neuzugang Martin Hinteregger hinzustoßen. 

Der zweimonatige Transferpoker um Hinteregger, der am Ende wenig professionelle Züge hatte, ist nun endlich beendet. Der österreichische Nationalspieler hat am Mittwoch den Medizintest absolviert und wird am Donnerstag einen neuen Vertrag unterschreiben. Als Bonbon für die Fans wird der Vollzug des Wechsels, der die Eintracht rund zwölf Millionen Euro gekostet hat, wohl im Stadion auf der Videowand bekanntgegeben. Wann auch immer, wie auch immer - mit Hinteregger hat Sportvorstand Fredi Bobic eine weitere Lücke geschlossen.

In Abwehr und Mittelfeld ist die Eintracht nun gut aufgestellt, es klemmt noch ganz hinten und ganz vorne. In die Causa Kevin Trapp sollte nach der Rückkehr von Paris St. Germain von einer China-Reise nun auch wieder Bewegung kommen. Der Meister trifft am Samstag im französischen Supercup-Finale auf Stade Rennes. Anfang kommender Woche wird Eintracht-Boss Fredi Bobic einmal mehr in der Hauptstadt bei PSG anklopfen. Ein Angebot für Trapp haben die Frankfurter ja offiziell schon hinterlegt.

Verantwortliche basteln weiter am Sturm

Im Angriff basteln die Verantwortlichen weiter ganz im Geheimen. Viele der zuletzt genannten Namen, sind nicht mehr aktuell, weil sich die Spieler für andere Klubs entschieden haben. So wird Kevin-Prince Boateng, um den sich die Eintracht bemüht hatte, in Zukunft für den AC Florenz spielen. Maximilian Philipp von Borussia Dortmund ist (noch) zu teuer. Vermutlich geht der Blick der Eintracht darum wieder nach Südeuropa, nach Spanien und Portugal.

Trainer Adi Hütter hofft derweil, dass zwei Spieler aus dem eigenen Kader besser in Schwung kommen. Goncalo Paciencia und Mijat Gacinovic hatten im Hinspiel total enttäuscht und waren ausgewechselt worden. Nun wird der Trainer ganz genau hinschauen. In den Tagen von Österreich hat zumindest Paciencia wieder bessere Ansätze gezeigt. Gacinovic aber ist weiter ziemlich von der Rolle. Was am frühen Zeitpunkt der Saison liegen könnte, denn es gibt durchaus Spieler, die schwer in eine Saison kommen. Oder auch an den Selbstzweifeln, die den Serben immer wieder plagen. Der von allen erhoffte nächste Entwicklungsschritt ist bei Gacinovic nicht zu erkennen.

Von Peppi Schmitt

Quelle: op-online.de

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