Europa League

Die Schulter! Eintracht zittert um Torwart Trapp

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Eintracht Frankfurt bangt um Kevin Trapp. 

Vor dem zweiten Europa-League-Gruppenspiel gegen Vitoria Guimaraes bangt Eintracht Frankfurt gleich um mehrere Spieler. Makoto Hasebe fällt definitiv aus. 

Frankfurt - Am Montagmorgen suchte Adi Hütter am Rande des Trainingsplatzes das Gespräch mit den Journalisten. Das ist durchaus ungewöhnlich für den Trainer der Frankfurter Eintracht, war aber eine richtig gute Idee. Hütter war es wohl ein Bedürfnis, die eine oder andere Frage, die sich drei Tage vor dem Auswärtsspiel in der Europa-League (Donnerstag, 21 Uhr) bei Vitoria Guimaraes stellt, zu beantworten. Denn es könnte personell ziemlich eng werden für die richtungweisende Partie auf internationalem Parkett. Kevin Trapp, Makoto Hasebe, Sebastian Rode und David Abraham sind mehr oder weniger stark angeschlagen, Dominik Kohr ist gesperrt. „Ich jammere nicht“, sagte Hütter, der ab Dienstag mit einer genauen Analyse des Gegners seine Spieler auf die Portugiesen vorbereiten wird. „Ein bei uns unbekannter, aber ein guter Gegner“, sagt der Eintracht-Trainer.

Die entscheidenden Fragen betreffen zunächst den eigenen Kader. Makoto Hasebe wird nach seiner beim Auswärtsspiel in Berlin erlittenen Gehirnerschütterung definitiv nicht spielen können. Wahrscheinlich wird er auch beim Bundesligaspiel am Sontag gegen Werder Bremen noch fehlen. Für ihn wird Martin Hinteregger in der Zentrale der Abwehr aufgeboten. So weit, so klar.

Weitere Untersuchungen bei Kevin Trapp notwendig – Eintracht Frankfurt bangt um Torhüter

Fragezeichen gibt es dagegen um David Abraham, Sebastian Rode und auch um Kevin Trapp. Der Torwart war ja in Berlin mit Hasebe zusammengerasselt und auf die linke Schulter geknallt. Einer ersten vorsichtigen Entwarnung am Sonntag, als es hieß, Trapp müsse nur am Montag beim Training pausieren, folgte nun die Nachricht, dass weitere Untersuchungen nötig seien. 

„Kevin ist zu einem Schulterspezialisten gefahren“, sagte der Trainer, „wir sind alle gespannt, was bei der Untersuchung rauskommt.“ Hört sich nicht so an, als sei es eine harmlose Verletzung. Die Schulterbereiche sind für Torhüter nun mal die sensibelsten Körperteile. Fällt der Nationaltorwart aus, würde Frederick Rönnow zwischen den Pfosten stehen und Jan Zimmermann auf der Bank sitzen. Kurios: Rönnow hatte im Sommer ebenfalls wegen einer Schulterverletzung die Europa-League-Qualifikationsspiele gegen Vaduz und Tallinn verpasst.

Sebastian Rode bricht sich den Daumen – Mit Spezialschiene gegen Guimaraes?

Ein neues Kapitel bei seiner unsäglichen Verletzungsgeschichte hat Sebastian Rode aufgeschlagen. Gerade erst von einer schweren Knieprellung erholt, hat er sich am letzten Donnerstag beim Training den linken Daumen gebrochen. Rode war mit der Hand am Trikot eines Mitspielers hängen geblieben. Die zum Spielen erforderliche Schiene war am Montag noch nicht angepasst, das soll an diesem Dienstag erfolgen. 

Ob Rode in Portugal aber tatsächlich spielen wird, ließ der Trainer offen. „Mal sehen, wie stark die Schmerzen sind“, sagte Hütter. Mitspieler Gelson Fernandes ist da optimistischer. „Seppl ist ein Krieger, der kann auch mit Schmerzen spielen“, sagte der Schweizer. Das wäre auch wichtig fürs Team, denn nach seiner gelb-roten Karte im Heimspiel gegen Arsenal ist mit Dominik Kohr ja ein anderer Mittelfelsspieler gesperrt.

Eintracht Frankfurt: David Abraham wohl auch gegen Guimaraes in der Europa League nicht fit

David Abraham hat auch am Montag nicht mit der Mannschaft auf dem Platz trainiert. Der Kapitän, der schon in Berlin nicht im Kader gestanden hatte, plagt sich weiter mit Problemen im Rücken. Eher unwahrscheinlich, dass er in Guimaraes zur Verfügung stehen wird. Der zuletzt so üppige Kader ist also ziemlich geschrumpft, zumal mit Lucas Torró ein potentieller Nachrücker im Mittelfeld für die Europa-League nicht gemeldet ist. 

In jedem Fall wird die Abwehrkette also neu formiert werden müssen. Neben Hinteregger werden wohl Almamy Touré und Evan Ndicka oder Simon Falette spielen. „Ich haben grundsätzlich Vertrauen in jeden Spieler unseres Kaders“, gibt sich der Trainer ganz entspannt. Mit Mijat Gacinovic und Danny da Costa kehren im Übrigen zwei zurück, die zuletzt wegen Verletzungen ausgefallen waren.

Von Peppi Schmitt

Quelle: op-online.de

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