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Eintracht Frankfurt in der Europa League: „Endspiele“ gegen Standard Lüttich

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Wollen auch in der Europa League am Donnerstag gemeinsam jubeln: Bas Dost und Goncalo Paciencia. 

Für die Frankfurter Eintracht werden die Spiele gegen Standard Lüttich in der Europa League zu Endspielen. Denn der direkte Vergleich wird darüber entscheiden, wer Gruppen-Zweiter wird. 

Frankfurt - Die beiden Play-Off-Spiele zur Europa-League (EL) gegen Racing Straßburg waren die ersten „Endspiele“ für die Frankfurter Eintracht. Mit 0:1 und 3:0 haben die Hessen sie erfolgreich überstanden. Standard Lüttich, wie die belgischen Wallonen sagen Standard Liege, sind nun wieder Spiele mit „Ausscheidungscharakter“, obwohl es ja erst die Gruppenphase der EL ist. 

Beide haben gegen Arsenal London verloren, beide haben gegen Vitoria Guimaraes gewonnen, es gehört also wenig Fantasie dazu, davon auszugehen, dass die direkten Vergleiche zwischen Eintracht und Standard darüber entscheiden werden, wer im kommenden Frühjahr neben Arsenal noch aus der Gruppe F an der K.-o.-Phase teilnehmen darf. „Wir wollen weiterkommen, also müssen wir zu Hause gegen Lüttich gewinnen“, sagt Stürmer Bas Dost kurz und knapp die Erwartungshaltung vor dem Spiel am Donnerstagabend (21 Uhr, live bei Nitro und bei uns im

Live-Ticker

) zusammen.

UEFA-Strafe: VIP-Block über Spielertunnel bleibt gegen Lüttich leer – Eintracht Frankfurt guten Mutes

Die

Frankfurter Arena ist wie immer im Europacup ausverkauft

und doch wird es Lücken auf den Rängen geben. Ein VIP-Block im Business-Bereich direkt über dem Spielertunnel muss nach einer UEFA-Strafe leer blieben. Von dort waren beim Rückspiel gegen Straßburg Gegenstände Richtung Schiedsrichter geworfen worden. Das betrifft rund 500 Zuschauer, die auf andere Plätze umgesetzt wurden. Es wird also etwas enger und kuscheliger in manchen Tribünenteilen.

An Unterstützung wird es der Eintracht dennoch nicht fehlen. Europacupspiele sind in schöner Regelmäßigkeit Festtage und so wird auch diesmal wieder die Vorfreude groß sein. Nach dem überzeugenden 3:0 gegen Bayer Leverkusen gehen die Frankfurter guten Mutes ins Spiel. Freilich: Auch der Gegner kommt mit breiter Brust: Als Tabellenzweiter der belgischen Jupiter-League hat Standard gerade den Champions-League-Teilnehmer und amtierenden Meister KRC Genk mit 1:0 besiegt. Eine schwere Aufgabe also für die Eintracht. Wichtige Tipps wird Daichi Kamada geben können. Er hat in der letzten Saison für VV St. Truiden in der belgischen Liga gespielt und war beim 1:1 im Heimspiel gegen Standard im letzten Dezember auch erfolgreich.

Eintracht Frankfurt: Veränderte Aufstellung in Europa League gegen Standard Lüttich

Trainer Adi Hütter wird das Spiel mit veränderter Aufstellung angehen. Almamy Touré wird wegen einer Sehnenverletzung längere Zeit fehlen, für ihn bleibt David Abraham im Team. Das ist eine erzwungene Umstellung. Andere werden folgen, weil die Belastungen in den folgenden drei Wochen immens hoch sein werden. „Wir müssen und werden rotieren“, hat der Frankfurter Trainer angesichts von sechs Spielen in achtzehn Tagen in drei Wettbewerben angekündigt. Prioritäten wird er dabei nicht setzen. Die EL ist in Frankfurt enorm wichtig, die Liga bietet nach dem guten Saisonstart gute Perspektiven und der Pokal mit dem Auswärtsspiel nächste Woche auf St. Pauli bleibt der kürzeste Weg zu einem Titel. „Vor vier Jahren war die Erwartung der Klassenerhalt, mit unserem jetzigen Kader muss die Europa-League wieder ein Ziel sein“, sagt Stürmer Dost in einem Interview mit dem Kicker, „wenn alles optimal läuft, will ich nicht ausschließen, dass wir um Platz vier mitspielen können.“

Hohe Ziele also und trotz der Ausfälle von Torwart Kevin Trapp, der seine ersten Reha--Maßnahmen nach der Schulteroperation mit Einverständnis des Klubs in Paris durchführt, und Touré, viele Variationsmöglichkeiten. André Silva, zuletzt gegen Leverkusen wegen Achillessehnenproblemen nicht dabei, hat am Dienstag wieder trainiert, wird also zur Verfügung stehen. Evan Ndicka, Dominik Kohr und Mijat Gacinovic, zuletzt wenig eingesetzt, brennen auf neue Bewährungsproben. Und mit Erik Durm und Timothy Chandler stehen zwei Außenspieler bereit, um die Kollegen Danny da Costa und Filip Kostic zu unterstützen.

Von Peppi Schmitt

Quelle: op-online.de

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