Auch ein Plakat sorgt für Krach

Nach Bengalos und Feuerwerk: Eintracht Frankfurt droht heftiger Pokal-Ärger mit dem DFB

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Vor allem zu Beginn der zweiten Halbzeit des DFB-Pokalfinales hatten die Fans von Eintracht Frankfurt im Stadion gezündelt.

Das könnte teuer werden! Der DFB ermittelt nach dem Pokal-Final-Sieg von Eintracht Frankfurt wegen der Ausschreitungen der Fans gegen den hessischen Klub. Es geht um Bengalos, Feuerwerk - und ein geschmackloses Plakat.

Frankfurt - Es war klar, dass das ein Nachspiel hat: Bundesligist Eintracht Frankfurt bekommt Ärger vom DFB wegen des Abfackelns von Pyrotechnik im Pokalfinale am Samstag im Berliner Olympiastadion gegen den FC Bayern München (3:1). Immer wieder hatten die Fans der Hessen in ihrem Block gezündelt - obwohl der Stadionsprecher mehrfach auf das Pyro-Verbot hingewiesen hatte.

Eintracht Frankfurt ist Wiederholungstäter

Auch während der großen Party in der Frankfurter Innenstadt in der Nacht und am nächsten Tag beim Empfang auf dem Römer hatten Ultras immer wieder Böller gezündet und Bengalos abgebrannt. Das jetzt eingeleitete Verfahren beim DFB beschäftigt sich allerdings nur mit Vorkommnissen im Stadion. Das Problem: Die Eintracht ist Wiederholungstäter, weshalb die Strafe empfindlich ausfallen könnte.

Ein Plakat mit der Aufschrift: "Heynckes lebt - Stand jetzt" sorgte ebenfalls für Ärger.

Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, ermittelt nun der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes gegen Eintracht Frankfurt und den FC Bayern München. Dies bestätigte ein DFB-Sprecher am Donnerstag. Anhänger beider Clubs hatten beim 3:1-Sieg der Frankfurter zu Beginn der zweiten Halbzeit Pyrotechnik abgebrannt. Beide Clubs wurden zu einer Stellungnahme aufgefordert. Es drohen Geldstrafen.

Weitere Ermittlungen des DFB gegen Eintracht Frankfurt wegen Plakat

Der Pokalsieger aus der Mainmetropole muss sich zudem für seine Plakate verantworten. Auf einem großen Banner war zu lesen: „Heynckes lebt - Stand jetzt.“ Dies bezog sich auf den 73-jährigen Bayern-Coach Jupp Heynckes und Aussagen seinen Nachfolgers Niko Kovac: Der bisherige Eintracht-Coach hatte vor seinem bekannt gewordenen Wechsel mehrfach betont, dass er „Stand jetzt“ Trainer in Frankfurt bleibe.

Bereits im Vorfeld der Partie war darüber spekuliert worden, ob sich die Fangruppierungen beider Vereine abgesprochen hatten, gemeinsam mit sogenannten bengalischen Feuern und anderen Feuerwerkskörpern den Ablauf des Finales zu stören. Dies hatte zu Kritik von einigen anderen Fans geführt - wie unter anderem auch das Plakat. Umso verwunderter waren einige Eintracht-Anhänger über den Auftritt des Chefs der Frankfurter Ultra-Szene beim Empfang der Mannschaft auf dem Frankfurter Römer. Auch der blieb nicht ohne Kritik.

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Philipp Keßler (mit Material von dpa)

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