Eintracht Frankfurt

David Abraham: „Sie haben alle Respekt vor uns“ – Rode fällt verletzt gegen Arsenal aus

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David Abraham freut sich auf das Europa-League-Duell gegen den FC Arsenal.

Eintracht Frankfurt gegen Arsenal London: Gleich im ersten Gruppenspiel der Europa League wartet ein Knaller auf die Zuschauer. Adi Hütter hat großen Respekt. 

Frankfurt - Ein bisschen abergläubig sind sie schon bei der Frankfurter Eintracht. Genau deshalb werden sie wie in der letzten so erfolgreichen Europa-League (EL)-Saison auch jetzt wieder ganz in schwarz antreten. Anstelle der rot-schwarz gestreiften Heimtrikots hat die Eintracht neue ganz schwarze Trikots für Europa aufgelegt, die zum ersten Mal beim Heimspiel gegen Arsenal London (Donnerstag, 18.55 Uhr, live bei DZAN und bei uns im Live-Ticker) zum Einsatz kommen. Die Arena ist mit 47 000 Zuschauern ausverkauft und die Erwartungen sind hoch. „Die Latte liegt hoch nach der letzten Saison“, räumt Trainer Adi Hütter ein, „aber wir sind sehr bescheiden, wollen einfach nur so weit kommen wie möglich.“ 

Das Überstehen der Gruppenphase, die weiteren Gegner sind die Portugiesen von Vitoria Guimaraes und die Belgier von Standard Lüttich, und damit das Erreichen der K.o.-Spiele ist das erklärte Ziel. Als letztjähriger Halbfinalist werde die Eintracht jetzt anders wahrgenommen, glaubt auch Kapitän David Abraham.„Vor einem Jahr waren wir ein unbeschriebenes Blatt“, sagt der argentinische Abwehrspieler, „aber unser Stil hat für viel Furore in Europa und sogar weltweit gesorgt und alle haben jetzt Respekt vor uns.“ Abraham glaubt sogar, „dass die Gegner vielleicht ein wenig vorsichtiger spielen.“

Eintracht Frankfurt: Arsenal-Trainer Unai Emery rotiert viel – schwer sich auf Gegner einzustellen

Dass der EL-Finalist aus London als klarer Favorit in der Gruppe gilt, ist den Frankfurtern ganz recht. „Jeder weiß wie wichtig es ist, mit einem Sieg zu starten“, sagt der Trainer, „wir werden alles daran setzen, das zu schaffen“. Dafür brauche es eine „Topleistung“, der Gegner müsse mit all seinen spielerischen Qualitäten „neutralisiert“ werden. Die Anspannung in seiner Mannschaft sei groß, die Vorfreude auch. Hütter: „Uns wird die unglaubliche Atmosphäre helfen. Ich hoffe, dass wir den Zuschauern vieles zurückgeben können.“

Vorm Gegner und vor allem vor seinem Kollegen Unai Emery hat der Frankfurter Trainer großen Respekt. „Arsenal hat einen sehr erfahrenen Trainer, der mit Sevilla schon dreimal die Europa-League gewonnen hat“, erinnert Hütter, „er ist ein absoluter Fachmann.“ Der Spanier Emery ist bekannt dafür, sehr viel zu „rotieren“, deshalb könnte es schwierig werden, sich im Vorfeld auf Arsenal einzustellen. „Sie wechseln manchmal sogar das System“, weiß Hütter, der sich genau wie seine Spieler das jüngste Spiel der Londoner in Watford am Fernsehschirm angesehen hat, als die „Gunners“ ein 2:0 nicht halten konnten und am Ende nur glücklich zu einem 2:2 gekommen waren. „Wir müssen uns auf verschiedene Aufstellungen vorbereiten“, sagt der Eintracht-Coach, „aber in erster Linie geht es ja sowieso darum, was wir tun.“

Europa League: Sebastian Rode fällt verletzt aus – Adi Hütters Möglichkeiten ihn zu ersetzen

Personell kann der Eintracht-Coach nicht aus den Vollen schöpfen, denn mit Sebastian Rode wird einer der wichtigsten Spieler fehlen. Rode hat beim Training bei einem Zweikampf mit dem Kollegen Djibril Sow einen Schlag ausgerechnet auf das im Frühsommer operierte Knie bekommen. Er wird nicht spielen können. „Es ist nur eine Prellung, also Glück im Unglück“, sagt Hütter. Selbst Rodes Einsatz am Sonntag im nächsten Bundesligaspiel gegen Borussia Dortmund ist noch fraglich. 

Der Frankfurter Trainer hat einige Möglichkeiten, Rode zu ersetzen. Er könnte mit Gelson Fernandes als Partner von Dominik Kohr einen zweiten eher defensiv ausgerichteten Spieler bringen, er könnte aber auch Djibril Sow nach dessen danebengegangenem Debüt in Augsburg eine neue Chance geben. Drei andere Mittelfeldspieler stehen nicht zur Verfügung, Johnny de Guzman und Lucas Torró sind nicht für die EL gemeldet, Mijat Gacinovic (Adduktoren) ist noch immer verletzt, er hat am Mittwoch einsam ein paar Runden gedreht.

Eintracht Frankfurt gegen Arsenal London: Topduell der Gruppe F in der Europa League

Eintracht gegen Arsenal ist nicht nur das Topduell der Gruppe F, es ist im Grunde auch das herausragende Spiel der gesamten Gruppenphase. Immerhin treffen Halbfinalist und Finalist des letzten Wettbewerbs aufeinander. Hütter will freilich nicht mehr zurückblicken. „Wir hätten lieber im Endspiel gegen sie gespielt,“ sagt er lachend, „aber im Fußball gibt es keine Zeit, sich in der Vergangenheit aufzuhalten, jetzt ist es eben das erste Gruppenspiel gegen den Favoriten.“ 

Eintracht: Trapp – Abraham, Hasebe, Hinteregger – Da Costa, Kohr, Fernandes, Kostic – Kamada – Silva, Paciencia.- Bank: Rönnow, Touré, Ndicka, Sow, Durm, Chandler, Dost.

Von Peppi Schmitt

Quelle: op-online.de

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