Einige Profis ohne Perspektive

Eintracht Frankfurt: Wer darf gehen? Wer soll?

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Branimir Hrgota hat keine Perspektive bei Eintracht Frankfurt.

Frankfurt - Mindestens ein halbes Dutzend Spieler hat keine Zukunft bei Eintracht Frankfurt, obwohl sie mehr oder weniger zum bisherigen Erfolg beitragen konnten. Wer darf gehen, und wer soll? Von Peppi Schmitt

Nur Mainz 05 hat in der Bundesliga mehr Spieler (26) eingesetzt als die Frankfurter Eintracht. Unter Coach Adi Hütter haben in dieser Saison bislang 25 Spieler das Trikot mit dem Adler getragen. Das zeigt einerseits die Breite des Kaders und sorgt andererseits für gute Stimmung. Viele wurden gebraucht, viele waren zu gebrauchen, genau genommen fast alle. Nur die ganz Jungen und die Verletzten haben in den ersten elf Spielen noch nicht auf dem Platz gestanden.

Und doch hat mindestens ein halbes Dutzend Spieler keine Zukunft in Frankfurt, obwohl sie mehr oder weniger zum bisherigen Erfolg beitragen konnten. Spätestens im nächsten Sommer ist für einige Schluss. Ob die Zeit schon im Winter endet, wird von Offerten anderer Klubs abhängen. Mit Simon Falette (26) und Marco Fabián (29) gehören zwei Spieler zu den persönlichen Verlierern dieser Spielzeit, die in den letzten Jahren noch zu den Stammkräften gezählt worden waren.

Verteidiger Falette (ein Bundesligaspiel, zwei Europa-League-Spiele), der gerade sein Debüt in der Nationalmannschaft von Guinea gefeiert hat, durfte nur aushelfen, als die Not in der Verteidigung groß war. Doch längst hat der Trainer wieder viel Auswahl. Neben der gesetzten Dreierkette mit David Abraham, Makoto Hasebe und Evan Ndicka, kämpfen nun auch Marco Russ und wieder Carlos Salcedo um Plätze.

Und links draußen hat sich mit Filip Kostic ein „Überraschungsgast“ etabliert und mit Jetro Willems und Taleb Tawatha die eigentlichen „linken Verteidiger“ verdrängt. Wenig bis gar keine Perspektive also für Falette, dessen Vertrag noch bis 2021 läuft. Die Eintracht, die ihn für 2,7 Millionen Euro aus Metz geholt hat, würde Falette im Januar sicher keine Steine in den Weg legen, wenn er denn gehen will.

Nicht anders sieht es bei Fabián aus. International ist er gefragt, gehört zum Stamm der mexikanischen Nationalmannschaft, hat gerade seine Länderspiele 41 und 42 absolviert. Bei der Eintracht aber ist er außen vor. Im Sommer ist ein geplanter Wechsel zu Fenerbahce Istanbul in letzter Sekunde geplatzt, im Winter wird der Mittelfeldspieler sicher einen neuen Versuch unternehmen, einen neuen Arbeitgeber zu finden. Vorzugsweise in Europa, denn die Heimat Mexiko ist nach eigener Aussage „kein Thema“.

Fabiáns Vertrag läuft im Juni 2019 aus, die Frankfurter werden also nur noch eine kleine Ablösesumme erzielen können. Gekostet hat er im Januar 2016 3,7 Millionen Euro. Branimir Hrgota (25) wurde im Sommer wie einigen anderen durch die Einstufung in die zwischenzeitliche „Trainingsgruppe 2“ (TG 2) deutlich gemacht, dass die Eintracht keinen Wert mehr auf seine Dienste legt. Daran hat sich nichts geändert, obwohl der Schwede zuletzt das eine oder andere Mal im Kader gestanden und sogar einmal eingewechselt wurde.

Eintracht feiert Sieg gegen Schalke 04: Bilder

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Weiter auf Höhenflug: Frankfurt feiert Sieg gegen Schalke © dpa
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An der bärenstarken Konkurrenz im Sturm mit Ante Rebic, Luka Jovic und Sébastien Haller kommt er nicht vorbei. Im neuen Jahr wird dann der aktuell verletzte Neuzugang Goncalo Paciencia wieder dabei sein, auch Nicolai Müller kann vorne eingesetzt werde. Keine Chancen also mehr für Hrgota. Ein Sonderfall ist Marc Stendera (22). Seit seiner Wiedereingliederung nach der „TG 2“ gehört er erstaunlicherweise wieder zum Stammaufgebot und ist zu einigen Einsätzen (viermal BL, zweimal EL) gekommen.

Der Verletzungsausfall von Lucas Torró, der wohl bis ins neue Jahr andauern wird, hat dem Eintracht-Eigengewächs neue Einsätze gebracht. Er hat sie zur Eigenwerbung genutzt und wird dennoch wissen, dass die Zukunft trotz eines Vertrags bis 2020 langfristig wohl eher nicht in Frankfurt liegen wird. Ob die Eintracht ihn schon im Winter bei einem adäquaten Angebot gehen lassen würde, ist freilich fraglich. Denn zum einen ist das Mittelfeld nicht so üppig besetzt, zum anderen ist er als Deutscher auch wegen der Regularien der Deutschen Fußball-Liga (DFL) wichtig.

Das gilt auch für zwei weitere komplett chancenlose Profis. Noel Knothe (19) hat es bisher nicht einziges Mal in den Kader geschafft. Er (Vertrag bis 2020) wird ziemlich sicher zu keinem Pflichtspiel kommen, darf aber wohl aus oben genannten Gründen nicht vorzeitig gehen. Und da ist ja auch noch Felix Wiedwald (28). Der Torwart ist zurückgekehrt, um sich mit Frederik Rönnow ein Duell um die „Nummer eins“ zu liefern. Mit der Rückkehr von Kevin Trapp war dieser Traum schnell ausgeträumt. Wiedwald ist aktuell hinter Trapp, Rönnow und Jan Zimmermann nur noch die „Nummer vier“. Kommt ein Angebot, würde er gerne wechseln. Die Eintracht könnte ihn auch ruhigen Gewissens trotz Vertrags bis 2021 nicht zum Bleiben zwingen.

Quelle: op-online.de

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