Kommt noch ein Verteidiger?

Eintracht bangt um Abwehrchef David Abraham

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David Abraham fällt gegen Dortmund wohl aus.

Frankfurt - Die Frankfurter Eintracht bangt vor dem Spitzenspiel am Samstag gegen Tabellenführer Borussia Dortmund um den Einsatz von David Abraham. Von Peppi Schmitt

Der Kapitän war am letzten Samstag in Bremen wegen einer Wadenverletzung ausgewechselt worden und hat auch Dienstag beim ersten Training der Woche nicht auf dem Platz gestanden.

Abraham habe im Kraftraum trainiert, hieß es aus der Presseabteilung, weitere medizinische Untersuchungen seien angesetzt. Eine offizielle Diagnose gibt es nicht, aber die Krankheitsgeschichte des 32 Jahre alten Argentiniers, der im letzten Jahr immer mal wieder wegen Wadenproblemen längere Zeit ausgefallen war, legt nahe, dass er am Samstag wohl nicht wird spielen können. Die Wade ist ganz offensichtlich Abrahams Achillesferse.

Ein Ausfall des Innenverteidigers würde Trainer Adi Hütter vor ziemlich große personelle Probleme stellen. Denn Abraham ist der schnellste der Frankfurter Abwehrspieler und würde gegen die Dortmunder Flitzer wie Marco Reus und Jaden Sancho dringend gebraucht. Marco Russ wäre wohl sein Vertreter. Es sei denn, ein eventueller Neuzugang könnte in einer Art „Blitzeinkauf“ noch hinzukommen.

Bis Donnerstagabend muss die Eintracht gehandelt haben, dann endet die winterliche Transferperiode. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Frankfurter einen neuen Verteidiger holen, ist hoch. Mit Nachwuchsmann Noel Knothe, der zum bayrischen Regionalligisten FC Pipinsried wechselt, hat derweil ein weiterer Spieler den Klub verlassen. Marco Fabián wird wohl noch folgen. Der Mexikaner liebäugelt mit einem Wechsel nach China oder Dubai und hätte dafür noch ein paar Tage länger Zeit als in Europa.

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Das Training am Dienstag war intensiv und durchaus beeindruckend. Einmal mehr wurden die Stärken der Eintracht deutlich: Die Stürmer Luka Jovic, Ante Rebic und Sébastien Haller haben getroffen. Die Vermutung, der Frankfurter Coach könnte einen seiner „Büffel“ gegen den BVB draußen lassen, um mehr defensive Kompaktheit zu erreichen, könnte deshalb trügen.

„Wir haben auch gegen Leverkusen mit drei Stürmern gespielt und die sind vorne genauso stark wie Dortmund“, sagte Defensivspezialist Gelson Fernandes in einem Mediengespräch. Grundsätzlich komme es sowieso nicht auf einzelne Spieler an, sondern auf die Gesamtheit der Defensivarbeit. Die Eintracht müssen wieder kompakter spielen, „im richtigen Moment pressen und niemand im Rückraum alleine lassen“, fordert Fernandes, der nach seiner Gelbsperre ins Team zurückkehren wird.

Die guten Paraden von Torhüter Kevin Trapp in den letzten beiden Spielen hätten zwar dem Keeper gefallen, „aber ich habe es nicht so gerne, wenn er so viel Arbeit hat, da haben wir zu viel zugelassen.“ Die Frankfurter Spieler haben schon in den ersten beiden Begegnungen der Rückrunde gespürt, dass sich die Gegner besser auf sie eingestellt haben. „Die Mannschaften sind vorbereitet gegen uns, es wir jetzt schwieriger als in der Hinrunde“, sagt Fernandes, aber dies sei ein gutes Signal, um die Sinne zu schärfen und das eigene Spiel wieder variantenreicher zu gestalten.

Borussia Dortmund und deren Trainer Lucien Favre sei in jeder Beziehung eine Herausforderung. Fernandes: „Ihr Trainer hat uns studiert und sie werden uns nicht unterschätzen. Er hat sicher etwas vorbereitet.“ Aber natürlich werde die Eintracht ihre Stärken und ihre Tugenden dagegensetzen. Auch die Dortmunder könnten Probleme bekommen, wenn die Eintracht ihr Spiel aufziehen könne. „Wir brauchen uns nicht zu verstecken und müssen ihnen zeigen, dass es schwer wird, hier was zu holen “, sagt er, „es kann kein einfaches Spiel für den Tabellenführer werden.“

Quelle: op-online.de

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