Rebic wird geschont, Torwart Esser im Gespräch

Eintracht-Ärger: Die Ente Ribery und ein Video von Hinteregger

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Trainingslager in Windischgarsten

Es hat geregnet in Windischgarsten am Montagvormittag. Das Training war der Frankfurter Eintracht war geteilt. Die Stammkräfte, die wahrscheinlich am Donnerstag das Europa-League-Rückspiel gegen Tallinn bestreiten werden, haben kurz und intensiv trainiert. Die Reservisten, die am Sonntag locker 7:0 in Wels gewonnen hatten, mussten „ausradeln“ und waren ein bisschen im Kraftraum.

Windischgarsten - Sebastian Rode hat einsam Runden gedreht und Ante Rebic war nicht zu entdecken. „Wir haben ihn wegen Rückenschmerzen mal zwei Tage rausgenommen“, sagte Trainer Adi Hütter. Die vielen Eintracht-Fans am Rande des Platzes hatten sowieso ein anderes Gesprächsthema: Franck Ribery. Das unsägliche Gerücht, verbreitet von der Bild-Zeitung, hat die Gemüter erhitzt. Die Fakten ganz kurz: Bild hat über ein angebliches Interesse am bei den Bayern ausgemusterten Franzosen berichtet. Die Eintracht, die sonst die überbordenden Gerüchte nicht kommentiert, hat diesmal reagiert: Nichts dran, frei erfunden.

So weit, so kurz, so klar. Doch nicht in der neuen Welt des Internets. Da wird auch jede noch so absurde Meldung immer weiter kommentiert und angefacht, um am Ende doch auf den Müllhaufen der Falschmeldungen geworfen zu werden. So auch bei Ribery, den sich die Eintracht aus finanziellen Gründen gar nicht leisten könnte und aus sportlichen Gründen gar nicht leisten will. Die Meinung der Fans war sowieso klar: Alle, bloß nicht Ribery.

Eintracht Frankfurt: Zahlreiche Baustellen, kommt Esser?

Es gibt andere Baustellen, die sie bei der Eintracht dringend bearbeiten müssen. Im Tor deutet sich dabei eine Rochade an. Die Frankfurter sind wohl an Michael Esser (31) interessiert, der trotz guter Leistungen in der letzten Saison seinen Platz an Ron-Robert Zieler verloren hat. Zusätzlich zu einer Millionen Euro Ablöse bieten die Frankfurter im Tausch Felix Wiedwald an, erste Gespräch von Hannovers Manager Jan Schlaudraff und Eintracht-Boss Bobic sollen stattgefunden haben. Wiedwald hat zwar im Europapokal am letzten Donnerstag Tallinn gespielt und wird auch im Rückspiel am Donnerstag zwischen den Pfosten stehen, soll aber dennoch gehen. Die Idee der Eintracht: Kevin Trapp soll die „Nummer 1“ werden, die Verhandlungen mit Paris laufen. Esser könnte die „Nr. 2“ werden, Jan Zimmermann wäre dann die „Nr.3“. Frederik Rönnow, aktuell verletzt, hat mehrfach betont, den Klub wechseln zu wollen, wenn er keine Chancen auf einen Stammplatz hat. Dieser Fall ist längst eingetreten.

„Fall Hinteregger“ ein Problem für alle Beteiligten

Zu einem Problem für alle Beteiligten scheint sich der „Fall Hinteregger“ auszuwachsen. Seit zwei Monaten wollen die Frankfurter den Abwehrspieler aus Augsburg fest verpflichten, doch die Gespräche kommen nicht richtig voran, weil sich die Verhandlungsführer Stefan Reuter und Fredi Bobic in Bezug auf die Ablöse einfach nicht näherkommen. Martin Hinteregger fährt derweil einen Zick-Zack-Kurs mit Worten und Taten. Mal soll er mit einem Eintracht-Rucksack beim Augsburger Training aufgekreuzt sein, mal soll er das offizielle Mannschaftsfoto geschwänzt haben. Einerseits hat er mehrfach öffentlich erklärt, „unbedingt“ zur Eintracht zurückzuwollen, andererseits hat er in einem Interview in der letzten Woche gesagt, er könne sich nun doch vorstellen in Augsburg zu bleiben.

Das jüngste Vorkommnis: Während die Mannschaft des FC Augsburg am Samstag einen gemeinsamen Abend verbrachte, habe sich Hinteregger, so die Augsburger Allgemeine, alleine zum gleichzeitig stattfindenden Dorffest in Bad Häring aufgemacht. Dort wurde er prompt in vermeintlich alkoholisiertem Zustand gefilmt. Der Video-Clip, nach Herkunft und genauem Datum nicht genau zu identifizieren, macht die Runde. Laut Angaben des FCA habe Hinteregger am gemeinsamen Essen mit den Kollegen teilgenommen, sei später aufs Fest gegangen. Wie auch immer. Die Eintracht wäre in jeder Beziehung gut beraten, die Causa Hinteregger zu einem Ende zu bringen, so oder so.

Von Peppi Schmitt

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Quelle: op-online.de

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