Eintracht gewinnt hart umkämpftes Spiel

Eine Torchance reicht zum Finale

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Eintracht-Torwart Lukas Hradecky verdiente sich in diesem Pokal-Halbfinale die Note 1. Hier klärt er einen Schalker Eckball.

Gelsenkirchen - Unglaublich! Die Frankfurter Eintracht steht zum zweiten Mal hintereinander im Pokafinale. Vor 61.000 Zuschauer besiegten die Frankfurter mit ihrer einzigen Torchance die Schalker 1:0 (0:0). Von Peppi Schmitt

Luka Jovic war eine Viertelstunde vor dem Ende der Schütze ins Glück. Überragend die Frankfurter Abwehr, sensationell Torwart Lukas Hradecky. Eindrucksvoll hatte die Eintracht-Mannschaft unter Beweis gestellt, dass sie sich von der Unruhe um Trainer Niko Kovac nicht aus der Ruhe hat bringen lassen. Und nun kommt es doch tatsächlich am 19. Mai im Berliner Olympiastadion zum Duell Bayern gegen Eintracht, der zukünftigen Kovac-Mannschaft gegen seine aktuelle.
„Es tut uns unheimlich gut jetzt in der Phase“, sagte Eintracht-Sportchef Fredi Bobic: „Es war einfach eine Willensleistung.“

Auch diesmal hatte der Frankfurter Trainer wieder eine Überraschung parat. Omar Mascarell war nicht nur im Kader, er stand nach wochenlanger Verletzungspause auch gleich in der Anfangself. Gegenüber dem Spiel in Leverkusen gab es weitere Änderungen. Danny da Costa und Gelson Fernandes mussten auf die Bank, Simon Falette schaffte es gar nur auf die Tribüne. Gemeinsam mit anderen Reservisten wie Danny Blum, Marc Stendera und Alex Meier war er mit einem Extrabus am Spieltag angereist. Neben Mascarell rückten noch Marco Russ und Jovic ins Team.

Die Frankfurter spielten quasi mit zwei „Sechsern“, Mascarell noch etwas hinter de Guzman. Doch die taktischen Vorstellungen wurden im Grunde schon nach vier, fünf Minuten durchkreuzt, als sich Boateng bei einem Zweikampf mit Pjaca verletzte. Der „Anführer“, der sich so auf seine Rückkehr nach Schalke gefreut hatte, quälte sich danach nur noch übers Feld, wurde an der Seitenlinie behandelt, musste kurz vor der Pause dann passen. Gacinovic kam.

Die Eintracht spielte ziemlich defensiv, vor allem weil ihre Außen, Wolf und Willems, total abgemeldet waren, damit auch Stürmer Jovic in der Luft hing. Nach hinten sah das aber trotzdem ganz gut aus. Die Schalker kamen innerhalb von 60 Sekunden zu zwei Gelegenheiten, mehr war lange nicht. In der 31. Minute wurde ein Schuss von Caligiuri von Abraham fast ins eigene Tor abgefälscht. Nach dem folgenden Eckball köpfte Burgstaller, aber Hradecky wehrte mit einer Glanzparade ab. Und die Eintracht? Die hatte einen harmlosen Weitschuss von Jovic und sonst nichts.

Kovac trifft auf Bayern: Frankfurt im Pokalfinale

Luka Jovic war der Matchwinner für die Frankfurter Eintracht auf Schalke. Foto: Bernd Thissen
Luka Jovic war der Matchwinner für die Frankfurter Eintracht auf Schalke. Foto: Bernd Thissen © Bernd Thissen
Die Frankfurter feiern den Einzug ins Pokalfinale. Foto: Bernd Thissen
Die Frankfurter feiern den Einzug ins Pokalfinale. Foto: Bernd Thissen © Bernd Thissen
Schalkes Leon Goretzka war nach dem Aus im DFB-Pokal bitter enttäuscht. Foto: Ina Fassbender
Schalkes Leon Goretzka war nach dem Aus im DFB-Pokal bitter enttäuscht. Foto: Ina Fassbender © Ina Fassbender
Die Frankfurter Spieler feiern den Sieg auf Schalke mit den mitgereisten Fans. Foto: Bernd Thissen
Die Frankfurter Spieler feiern den Sieg auf Schalke mit den mitgereisten Fans. Foto: Bernd Thissen © Bernd Thissen
Die Schalker konnten im eigenen Stadion nicht gegen Frankfurt gewinnen. Foto: Ina Fassbender
Die Schalker konnten im eigenen Stadion nicht gegen Frankfurt gewinnen. Foto: Ina Fassbender © Ina Fassbender
Frankfurts Trainer Niko Kovac und Kevin-Prince Boateng jubeln über den Sieg gegen Schalke 04. Foto: Ina Fassbender
Frankfurts Trainer Niko Kovac und Kevin-Prince Boateng jubeln über den Sieg gegen Schalke 04. Foto: Ina Fassbender © Ina Fassbender

Nach dem Wechsel schien die Partie komplett einzuschlafen. Auf einmal hatte die Eintracht mehr Ballbesitz, kombinierte ganz ansehnlich, hielt den Ball lange. Aber halt nur in der eigenen Hälfte, quer und zurück und noch mal quer und noch mal zurück. Die Schalker schauten sich das an, machten auch keine Anstalten, den Frankfurtern in die Falle zu tappen.

Doch dann wurde es doch noch dramatisch. Denn die Eintracht ging mit ihrer ersten Chance in Führung. De Guzman schlug eine Ecke nach innen, Jovic stand goldrichtig, verlängerte den Ball mit der Hacke ins lange Eck. Das war in der 75. Minute. Und damit wurde eine aufregende Schlussviertelstunde eingeleitet.

Kovac brachte Fernandes für den ausgepumpten Mascarell. Kaum eine Minute nach seiner Einwechslung trat der Schweizer an der Mittellinie Goretzka um. Schiedsrichter Hartmann zeigte die Gelbe Karte. Doch nach Ansicht der Videoaufzeichnung am Spielfeldrand entschied er auf Rot. Die Diskussionen um den Video-Beweis werden weitergehen, denn Rot war vertretbar, die Gelbe Karte aber keine klare Fehlentscheidung.

So feiert die Eintracht den Finaleinzug: Fotos

So feiert die Eintracht den Finaleinzug: Fotos
Die Freude bei Mannschaft und Fans kennt keine Grenzen: Zum zweiten Mal hintereinander steht die SGE im Pokalfinale. © Hübner
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In Unterzahl kämpfte die Eintracht um jeden Zentimeter, ein Schalker Treffer von di Santo wurde wegen einer umstrittenen Handspielentscheidung nicht anerkannt. „Da kann man doch einfach warten, mittlerweile hat man die technischen Hilfsmittel“, kommentierte Schalkes Nationalspieler Leon Goretzka die Szene: „Für genau so eine Situation wurde der Videobeweis eingeführt.“ Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner gestand: „Wenn er es nicht pfeift, ist es auch okay.“

Schalke: Fährmann - Stambouli, Naldo, Kehrer (81. Teuchert) - Schöpf, Bentaleb, Caligiuri - Goretzka, Harit (88. Di Santo) - Burgstaller, Pjaca (52. Konopljanka)

Frankfurt: Hradecky (Note: 1) -Abraham (2), Hasebe (2), Russ (2) - Wolf (3), de Guzmán (3), Mascarell (3/78. Fernandes), Willems (3,5/72. da Costa) - Fabian (3,5), Boateng (3/43. Gacinovic/3) - Jovic (2)

SR: Hartmann (Wangen) - Zus.: 61891

Tor: 0:1 Jovic (75.) - Gelbe Karten: Harit (1) / Mascarell (1), Jovic (1) - Rote Karten: - / Fernandes (81./grobes Foul)

Quelle: op-online.de

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