Materialwart von Eintracht Frankfurt fliegt mit gemischten Gefühlen in die Ukraine

Donezk: Für Igor Simonov eine Reise in die Vergangenheit

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Immer mittendrin: Materialwart Igor Simonov (links) mit Trainer Adi Hütter. Der 60-jährige Simonov hat beim Frankfurter Europa-League-Gegner Schachtjar Donezk gespielt.

Frankfurt - Wenn Igor Simonov heute mit Eintracht Frankfurt zum Europa-League-Spiel gegen Schachtjar Donezk in die Ukraine fliegt, tut er das mit gemischten Gefühlen. Der 60-Jährige fliegt in seine Vergangenheit. Von Peppi Schmitt

Von 1979 bis 1985 hat Igor Simonov für Schachtjar Donezk gespielt, 130 Mal in der ersten Liga, 230 Mal in der zweiten Liga. „Es gab so viele Gegner, ausgerechnet Donezk haben wir erwischt“, sagt der langjährige „Materialwart“ der Frankfurter Eintracht. Das hört sich nicht nach Wiedersehensfreude an. In Donezk leben zwar seine Schwiegereltern und zwei Brüder. Sie können aber wohl nicht kommen zum Spielort Charkiw, das sei bei den politischen Verhältnissen zu schwierig.

Donezk liegt im Krisengebiet der Ukraine nicht weit von der Grenze zu Russland, dort haben die Kämpfe zwischen russischen Separatisten und der ukrainischen Armee getobt. Und dort ist noch keine Ruhe eingekehrt, auch wenn die Öffentlichkeit längst nicht mehr so viel Anteil nimmt. Igor Simonov, in Russland geboren, vermeidet eine Festlegung, auf wessen Seite er steht: „Ich wünsche mir nur Ruhe und Frieden in meiner Heimat.“

Die Auswirkungen des Konflikts auf den Fußball sind heftig. „Donezk hat ein wunderbares Stadion“, sagt er. Doch gespielt werden darf dort nicht. Die Mannschaft trainiert in der Nähe der Hauptstadt Kiew und trägt die internationalen Spiele im 300 Kilometer entfernten Charkiw aus. Ein paar Freunde wollen Simonov vor dem Spiel im Hotel besuchen. Andere Bekannte wird er nicht treffen. „Ich kenne höchstens noch den Zeugwart“, sagt er.

Bilder: Eintracht Frankfurt bezwingt Lazio

Bilder vom Sieg der Frankfurter Eintracht über Lazio Rom.
Bilder vom Sieg der Frankfurter Eintracht über Lazio Rom. © dpa
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Es ist ja auch ein paar Jahre her, als Simonov für Schachtjar gespielt hat. Den größten Erfolg feierte er 1980 mit dem Pokalsieg in der damaligen Sowjetunion. Ein paar Monate später spielte er im UEFA-Cup gegen die Eintracht. Donezk siegte im Hinspiel 1:0, unterlag dann im Waldstadion mit 0:3 (Tore: Bum-Kun Cha 2, Bernd Hölzenbein). Einen gewissen Ronald Borchers hatte er im Spiel zu bewachen, und der habe ihm „jede Menge Arbeit“ beschert.

Mehr als ein Jahrzehnt später ist Igor Simonov dann mit seiner Frau nach Deutschland übergesiedelt. In Charly Körbels Fußballschule war er als Trainer tätig. 2010 ergab sich der Wechsel zu den Profis, als fest angestellter Mitarbeiter.

An Charkiw hat Simonov keine guten Erinnerungen. Dort sei der Platz früher schlecht gewesen. „Da habe ich meine Knie kaputt gemacht“, erzählt er. Für das Duell der alten gegen die neue Heimat gibt er einen optimistischen Tipp ab: „Ich bin sicher, dass wir weiterkommen.“

Quelle: op-online.de

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