Hessen melden internationalen Kader

Diese Spieler nominiert Eintracht Frankfurt für die Europa League

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Adi Hütter kann in der Europa League nicht auf alle Spieler zugreifen. 

Frankfurt - Noch einmal kann die Frankfurter Eintracht vor einem Bundesligaspiel durchatmen und sich konzentriert ohne Ablenkung vorbereiten. Wenn sie am Samstag in Leipzig antreten, gehen die Frankfurter auch zum ersten Mal in dieser Saison ausgeruhter ins Spiel als der Gegner. Von Peppi Schmitt

Die Rasenballer spielen am Mittwoch im Pokal noch gegen den VfL Wolfsburg. Ab nächster Woche ist dann auch die Eintracht wieder im Dauer-Rhythmus gefordert, zunächst am Donnerstag in der Europa-League in Charkiw gegen Schachtar Donezk, vier Tage darauf in der Liga gegen Titelanwärter Borussia Mönchengladbach.

Die Kräfte müssen also gut eingeteilt werden und dazu gehören auch die Nominierungen für die Europa-League (EL). Zur Erinnerung: Beim letzten EL-Spiel in Rom bekam die Eintracht aus den unterschiedlichsten Gründen nicht einmal mehr die erlaubten sechzehn Feldspieler zusammen, Trainer Adi Hütter setzte daraufhin gleich zwei Torhüter auf die Bank.

Am Freitag letzter Woche musste die Eintracht-Führung ihre 25 Spieler für den Fortgang des internationalen Wettbewerbs beim europäischen Fußball-Verband UEFA melden. Die Vorgaben sind strikt: Gegenüber dem Aufgebot des ersten Halbjahres dürfen nur drei neue Spieler nominiert werden und nach wie vor gilt, dass acht Spieler in Deutschland ausgebildet sein müssen, davon vier im eigenen Verein.

Eine Quote, die die Eintracht nun nicht mehr erfüllt, da von der ursprünglichen Meldung im letzten Sommer neben den Portugiesen Francisco Geraldes mit Deji Beyreuther, Noel Knothe und Nicolai Müller drei deutsche Spieler den Klub verlassen haben. Die drei Neuanmeldungen werden Sebastian Rode und Timothy Chandler als deutsche Spieler sowie der Österreicher Martin Hinteregger sein. Vier weg, drei dazu, die Eintracht wird also nur noch auf 24 Profis kommen.

Das ist übrigens erlaubt. In Paragraph 42.06. der Regularien heißt es: „Falls ein Verein weniger als acht lokal ausgebildete Spieler in seiner Mannschaft hat, so wird die Höchstzahl der Spieler entsprechend gekürzt.“ Aktuell hat die Eintracht mit Kevin Trapp, Danny da Costa, Sebastien Rode, Jan Zimmermann, Marco Russ, Marc Stendera und Timmy Chandler nur noch sieben deutsche Profis, die letzten vier sind im Verein ausgebildet.

Nicht nominiert sind Allan Souza, Branimir Hrgota und Marco Fabián, die durchaus auch noch Wechselkandidaten sind. Fabián ist derzeit vom Training freigestellt und hat seine Fühler nach China ausgestreckt. Auch die beiden Last-Minute-Neuzugänge „Tuta“ aus Brasilien und Almamy Touré aus Monaco spielen international in dieser Saison keine Rolle. Wie wichtig ein starkes EL-Aufgebot ist, zeigen die Perspektiven: Den sechs Gruppenspielen im Spätsommer und Herbst könnten bei optimalem Erfolg sogar noch sieben Spiele folgen.

Nach dem Sechzehntelfinale gegen Donezk kommen noch Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale und das Endspiel am 29. Mai in Baku. Da ist der Trainer froh, dass es aktuell keine langfristigen Verletzungsausfälle gibt. Bei Kapitän David Abraham, der gegen Dortmund wegen einer Wadenverletzung nicht spielen konnte, besteht die Hoffnung, dass er in Leipzig am Samstag dabei sein kann.

Alle anderen Spieler sind fit und gesund. Das bietet dem Trainer viele personellen und taktischen Möglichkeiten. Hütter wird spätestens nach dem Leipzig-Spiel „rotieren“, freilich nicht radikal, sondern sehr dosiert. So hat er es in der Vorrunde gehalten und so bietet es sich auch jetzt an. „Es ist schön für einen Trainer zu sehen, dass die Mannschaft in der Lage ist, an ihre Leistungsgrenze zu gehen“, sagt Hütter. Das Spiel gegen Borussia Dortmund hatte ihm diesen Beweis geliefert.

Das Eintracht-Aufgebot für Europa 

Tor: Trapp, Rönnow, Zimmermann - Abwehr: Abraham, da Costa, Falette, Hasebe, Hinteregger, Ndicka, Russ, Chandler, Willems, Tawatha - Mittelfeld: de Guzman, Fernandes, Gacinovic, Kostic, Torro, Rode, Stendera - Angriff: Haller, Jovic, Paciencia, Rebic

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Quelle: op-online.de

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