Aufregung um Final-Tickets

Vor DFB-Pokal-Finale: So geht Eintracht Frankfurt gegen miese Ticket-Betrüger vor

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Unter den Fans von Eintracht Frankfurt gibt es in Sachen Ticket-Verkauf auch schwarze Schafe. Das macht den Rest vor dem Pokalfinale sauer.

Das DFB-Pokal-Finale zwischen Eintracht Frankfurt und dem FC Bayern München elektrisiert die Massen - und ruft Betrüger auf den Plan. Denen will der hessische Bundesligist nun mit einer speziellen Anwaltskanzlei an den Kragen.

Frankfurt/Dortmund - Eintracht Frankfurt kämpft vor dem Pokal-Finale am Samstag, den 19. Mai 2018, gegen miese Ticket-Betrüger. Das berichtet die Frankfurter Rundschau. Dafür hat der Fußball-Bundesligist aus Hessen offenbar sogar nicht zum ersten Mal eine spezielle Anwaltskanzlei aus Dortmund engagiert, die verhindern soll, dass illegal Tickets für den Pokalkracher weiterverkauft werden.

Eintracht: "Werden auch in diesem Jahr gegen Schwarzhändler vorgehen"

Der Hintergrund der Aktion: Es gibt offenbar Fans, die ihre Tickets teuer weiterverkaufen und sich damit bereichen. Vor allem der Handel mit Eintrittskarten im Internet boomt demnach. Dabei ist in den Geschäftsbedingungen deutlich geregelt, dass ein Verkauf bei Auktionen, besonders im Internet, strengstens verboten ist. Auch sonst gilt: Mehr als 15 Prozent Aufschlag auf den ursprünglichen Preis sind verboten. Doch scheinbar halten sich nicht alle SGE-Fans daran, wie es in dem Bericht weiter heißt.

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„Wir werden auch in diesem Jahr gegen Schwarzhändler vorgehen“, wird Eintracht-Justitiar Philipp Reschke in dem Artikel zitiert. „Die Transaktionen können wir zwar nicht regelmäßig verhindern, sondern erst im Nachhinein entsprechende Maßnahmen ergreifen.“ Dies tun die Kicker vom Main nicht erst seit gestern: Bereits in der vergangenen Saison wurde 40 Fans die Dauerkarte entzogen, weil sie illegalen Ticket-Handel betrieben hatten.

Niko Kovac coacht am 19. Mai 2018 das letzte Pflichtspiel der Eintracht. Ab 1.Juni ist der Kroate für den FC Bayern München tätig.

DFB-Pokal-Finale: 21.500 Tickets für 26.000 Mitglieder

Die Anwaltskanzlei „Becker Haumann“ aus Dortmund sucht deshalb zurzeit für die Eintracht und zwölf weitere Bundesliga-Klubs einschlägige Verkaufsportale wie Ebay, Ebay Kleinanzeigen, Viagogo oder auch Facebook regelmäßig nach angebotenen Tickets durch - angesichts der hohen Nachfrage nach Fußball-Tickets allgemein und nach solchen für das Pokalfinale mit wachsendem Erfolg. Bereits in diesem Jahr seien wieder illegale Händler geschnappt worden.

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Unterstützung bekommen die Anwälte übrigens nicht selten aus dem eigenen Fan-Lager, denn vielen Anhänger stinkt es, wenn sie keine Karte bekommen haben, andere ihre aber gewinnbringend verkaufen. Alleine für das DFB-Pokalfinale hat die Eintracht zwar rund 21.500 Tickets bekommen, die aber binnen kürzester Zeit ausverkauft waren. Ein Teil der rund 26.000 Mitglieder ging dabei allerdings leer aus - und hat jetzt vielleicht nur noch Hoffnung auf ein Gewinnspiel des Vereins am Montag und Dienstag. Für das Finale am Samstag werden sie sonst wohl mit dem Fernsehen vorlieb nehmen müssen - auch weil einige anderer "Fans" ihr Ticket lieber verkauft haben. Ein weiterer Grund neben der sportlichen Situation als Eintracht-Fan derzeit sauer zu sein.

Philipp Keßler

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