Ausstiegsklausel macht's möglich

Transfer-Gerücht: Dieser Eintracht-Star könnte den Klub schon für wenig Geld verlassen

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Borussia Dortmund ist offenbar an der Verpflichtung von Marius Wolf von Eintracht Frankfurt interessiert. Der hatte allerdings erst verlängert.

Marius Wolf ist bei Eintracht Frankfurt in den letzten beiden Jahren zu einem echten Mittelfeld-Juwel herangereift. Nun steht der Youngster offenbar vor dem Absprung. Borussia Dortmund und RB Leipzig sollen Interesse an ihn haben - und er eine günstige Ausstiegsklausel im Vertrag.

Frankfurt/Dortmund - Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund baggert offenbar an Marius Wolf von Eintracht Frankfurt. Das melden verschiedene Medien unter Berufung auf Bildplus. Der Rechtsaußen hatte zwar zuletzt erst seinen Vertrag bei den Hessen bis 2021 verlängert, könnte aber wohl demnach für eine Ablösesumme zwischen acht und zehn Millionen gehen. In einem neueren Artikel vom Dienstagnachmittag bestätigt die Frankfurter Rundschau die Wechselabsichten Wolfs, schreibt aber einerseits davon, dass mindestens zwei weitere Klubs Interesse hätten - darunter RB Leipzig -, und dass Wolf eine Ausstiegsklausel für lediglich fünf Millionen Euro in seinem Vertrag habe.

+++  Medienbericht: Neuer Eintracht-Trainer kurz vor Unterschrift +++

WieBild.de unterdessen berichtet, sei den Dortmundern zuvor der umstrittene italienischen Star Mario Balotelli angeboten worden. Doch statt des exzentrischen Stürmers, der beim möglicherweise zukünftigen Trainer Lucien Favrie in Nizza zuletzt wieder aufgeblüht war, wollen die Westfalen wohl viel lieber das Frankfurter Mittelfeldtalent verpflichten. Wolf war nach seiner Aussortierung bei Hannover 96 vor zweieinhalb Jahren an den Main gewechselt und so richtig aufgeblüht - seine Bilanz in der vergangenen Saison: fünf Tore und neun Vorlagen.

Mit Torhüter Marwin Hitz (Foto, FC Augsburg) und Abwehrrecke Stephan Lichtsteiner (Juventus Turin) stehen die ersten Neuzugänge der Dortmunder bereits fest

Wolf als Nummer drei hinter Pulisic und Yarmolenko?

Mit Torhüter Marwin Hitz (FC Augsburg) und Abwehrrecke Stephan Lichtsteiner (Juventus Turin) stehen die ersten Neuzugänge der Dortmunder bereits fest. Nun soll offenbar der 22-jährige Wolf hinzukommen, der es auf der rechten Außenbahn neben US-Star Christian Pulisic und Andriy Yarmolenko allerdings schwer haben dürfte. Tut er sich das an, und nutzt gar das Finale im DFB-Pokal am Samstag zum Schaulaufen für seinen neuen Klub? Oder bleibt er bei der Eintracht, um die kommende Saison nach dem Weggang von Niko Kovac zum FC Bayern München unter einem neuen Trainer ähnlich erfolgreich zu gestalten? 

Kevin-Prince Boateng lobt Wolf über den grünen Klee

Der Oberfranke Wolf war über den 1. FC Nürnberg, TSV 1860 München und Hannover zunächst auf Leihbasis nach Frankfurt gekommen, wo der 1,87 große Spieler unter Trainer Kovac zu einem echten Juwel für die Hessen heranreifte - und schließlich für die heutzutage lächerliche Summe von einer halben Million Euro zur SGE wechselte. Nun könnte die Eintracht ihr "Schnäppchen" zumindest auf dem Papier vergolden - oder aber mit Wolf ins Jahr eins nach Kovac gehen, um erneut die Europapokal-Plätze anzugreifen. Fest steht nämlich auch: Stimmt der Betrag von fünf Millionen Euro, dann ist dies eine lächerlich niedrige Summe für einen deutschen Spieler dieser Qualität und mit weiterem Entwicklungspotenzial.

Niko Kovac verlässt Eintracht Frankfurt und wird Chef-Coach bei Bayern München.

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Vor Kurzem lobte "Leitwolf" Kevin-Prince Boateng seinen Mitspieler Wolf im Kicker ausgiebig: „Man muss einen Riesenrespekt vor dem Jungen haben. Nicht, weil ich mich gut mit ihm verstehe, sondern weil es sein erstes Jahr ist und man sieht, wie abgeklärt er ist und wie ruhig er mit allem umgeht. Langfristig wird er Nationalspieler, das ist ganz klar.“ Das und seine Leistungen zuletzt weckten vermutlich Begehrlichkeiten bei den Top-Klubs der Bundesliga. Für Wolf dürfte neben einem höher dotierten Vertrag vor allem die Aussicht sein, in Zukunft auch international zu spielen. Dies könnte Frankfurt nach Rang acht in der Liga nur noch erreichen, wenn am Samstagabend das DFB-Pokalfinale gegen die Bayern gewonnen wird.

Philipp Keßler

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