Er ist inzwischen 40 Jahre alt

Dieser ehemalige Eintracht-Spieler fährt als TV-Experte zur WM 2018 nach Russland

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Benjamin Huggel (r.), hier bei seinem ersten und einzigen Tor für Eintracht Frankfurt gegen Alemannia Aachen mit Michael Fink, wird WM-Experte für das Schweizer Fernsehen.

Ein weiterer WM-Teilnehmer mit Frankfurter DNA: Benjamin Huggel, ehemaliger Spieler der Eintracht, macht inzwischen Karriere als TV-Experte in seinem Heimatland Schweiz. Nun soll er die Nati sogar bei der WM 2018 in Russland begleiten.

Frankfurt - Benjamin Huggel fährt zur WM! Auch wenn der ehemalige Schweizer Nationalspieler und Ex-Spieler von Eintracht Frankfurt diesen Satz als Spieler selbst nur einmal hören dürfte, wird er nun im zarten Alter von 40 Jahren zum zweiten Mal wahr. Der Ex-Eintrachtler ist seit Anfang dieses Jahres TV-Experte im Schweizerischen Fernsehen und soll die Nati auch zur Fußball-Weltmeisterschaft vom 14. Juni bis zum 15. Juli bei ihrem Weg in Russland begleiten.

WM 2018 laut TV-Experte Huggel für die Schweiz ein "Riesenhighlight"

Huggel arbeitet bereits seit 2012 als Super-League-Experte für die Sportredaktion des Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), seit 2014 ist er auch in den Champions-League-Übertragungen seines Heimatlandes zu hören und zu sehen. Erst seit März 2018 begleitet der 41-fache Nationalspieler sowie dreimalige Teilnehmer an Endrundenturnieren (EM 2004 und 2008 sowie WM 2010) außerdem die Spiele der Schweizer Nationalmannschaft. Seine Premiere feierte er beim ersten WM-Test der Schweiz gegen Griechenland am 23. März (1:0).

Benjamin Huggel sammelte mit dem FC Basel auch internationale Erfahrung. Er spielte meist im defensive Mittelfeld.

"Von meiner Teilnahme an drei Endrunden weiß ich, was im Team und drum herum abgeht", lässt sich Huggel auf der Internetseite des SRF zitieren. Die WM-Teilnahme sei für die Schweiz ein "Riesenhighlight" und die neue Aufgabe für ihn eine besondere Herausforderung. Der SRF zeigt - ebenso wie ARD und ZDF in Deutschland - alle 64 Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland live und berichtet in mehreren Formaten vom Geschehen rund um die Nati und die anderen WM-Teilnehmer.

Benjamin Huggel absolvierte 53 Spiele für die Eintracht

Huggel selbst hat damit nach dem Ende seiner Karriere mit dem vierten Double beim FC Basel den Sprung in einen Job nach der Prof-Karriere offenbar perfekt gemeistert. Er spielte zwischen 2005 und 2007 für Eintracht Frankfurt in der Bundesliga und erzielte in 53 Spielen einen Treffer. Seine Profikarriere beendete er 2012 bei seinem Herzensklub FC Basel, mit dem auch internationale Fußballerfahrungen sammeln durfte. Anschließend arbeitete er für eine kurze Zeit als Trainer diverser Nachwuchsmannschafte, ehe er sich seit 2016 ganz und ganz auf seinen Job als TV-Experte konzentriert.

Das Spiel der Schande: In den Playoffs zur WM 2006 kommt es nach dem Spiel zwischen der Schweiz und der Türkei zu heftigen Szenen auf dem Rasen. Huggel und seine Teamkollegen suchen das Weite - nachdem sie zuvor heftig mitgemischt haben.

Huggel ist außerdem aufgrund eines WM-Qualifikationsspiels zwischen der Türkei und der Schweiz im Vorfeld der WM 2006 in Deutschland einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Der spätere Kapitän der Schweizer Nationalmannschaft war nach dem Ende des Playoff-Spiels, das einerseits zwar die Schweizer Qualifikation für die WM, andererseits aber auch tumultartigen Szenen im Stadion zur Folge hatte, aufgefallen, als er mehrere türkische Nationalspieler und Offizielle körperlich und verbal attackiert hatte. Er wurde daraufhin von der Fifa für vier Spiele gesperrt - und verpasste damit die WM 2006, bei der seine Schweiz bis ins Achtelfinale kam.

Benjamin Huggel bedauert Vorfälle beim Skandal-Länderspiel gegen die Türkei

In einem Interview zum zehnten Jahrestag der Vorkommnisse am 7. Februar 2006 mit der Schweizer Zeitung Blick sagte Huggel, dass er den Tritt gegen einen türkischen Betreuer betreue und Vieles damals nicht gut abgelaufen sei - er sich aber auch nicht mehr an alles erinnere, weil er selbst Schläge auf den Kopf hatte einstecken müssen. Immerhin: Bei der WM in Russland arbeitet Huggel von der Schweiz aus, denn das SRF-Studio hat seinen Sitz in Zürich. Damit sind solche Szenen - auch abseits des Rasens - so gut wie sicher tabu.

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Philipp Keßler

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