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Ante Rebic: Die Eintracht könnte der große Verlierer sein

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Frankfurts Tafelsilber Ante Rebic: Die Eintracht könnte bei einem Wechsel der große Verlierer sein.

Wenn Ante Rebic geht, könnte die Eintracht der große Verlierer sein - ein Kommentar von Extratipp.com-Redakteur Matthias Hoffmann.

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Frankfurt - Am Donnerstag sickerten bei Eintracht Frankfurt gleich zwei Meldungen mit Ante-Rebic-Inhalt durch. Ein konkretes Angebot liege der Eintracht nicht vor, schreibt der "Kicker". Und in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sagt Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner: "Die Frage wird sein, kommt noch ein Angebot für ihn, über das es sich für uns nachzudenken lohnt?"

Die Aussage lässt aufhorchen. Zwar ist für Fans von Eintracht Frankfurt - und auch für Journalisten - nie ganz klar, was bei einem Wechsel hinter den Kulissen abläuft. In Frankfurt pfeifen es die Spatzen aber von den Dächern: Ante Rebic will zu seinem Ziehvater Niko Kovac und somit zu Bayern München. Für die Eintracht eine denkbar schlechte Verhandlungsposition. (Lesen Sie auch unseren anderen extratipp.com-Kommentar: Nach Pleite im DFB-Pokal: "Dann holt die launische Diva eben den Europacup!")

Eintracht: Ante Rebic will angeblich unbedingt zu Bayern

Eintrachts Ante Rebic will dem Vernehmen nach unbedingt zu Niko Kovac und somit zu Bayern München.

Angenommen, der von Adi Hütter trainierten Eintracht liegt - wie kolportiert - ein 50-Mio-Angebot aus England vor. Und angenommen, Ante Rebic sagt: "No, thank you, Sir. I'll only go with Niko Kovac." Dann hat die Eintracht zwei Möglichkeiten. Erstens: Ante Rebic behalten. Sportlich könnte das Sinn machen. 

Realistischer ist aber die Überlegung, dass Fredi Bobic und Co. die Rebic-Millionen brauchen, um den Weggang der vier Leistungsträger Lukas Hradecky (Leverkusen), Marius Wolf (BVB), Omar Mascarell (Schalke) und Kevin-Prince Boateng (US Sassuolo) zu kompensieren. Das wäre Möglichkeit zwei: Ante Rebic an seinen Wunschclub verkaufen. Das Angebot der Bayern dürfte aber viel niedriger sein als die 50 Millionen Euro aus England.

Ante Rebic: Deshalb könnte die Eintracht der große Verlierer sein


Die Eintracht könnte am Schluss als der große Verlierer dastehen. Leistungsträger Nummer fünf weg - und statt fett Kasse gemacht, "nur" 25 Millionen von Knauser-Kalle und Am-besten-Umsonst-Uli aus München bekommen. Den Anteil, den Ante Rebics Ex-Club AC Florenz kassiert, noch gar nicht mitgerechnet. Viele Fans bemängeln, dass schon Wolf (5 Millionen Euro) Mascarell (4) und Hradecky (ablösefrei) aufgrund falscher Personalpolitikfür relativ schmales Geld die Eintracht verlassen haben. Bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen im Fall von Ante Rebic clever verhandeln - sonst steht die Eintracht am Ende wirklich als der große Verlierer da.

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Matthias Hoffmann

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