Adler siegen gegen Lazio Rom

Eintracht Frankfurt stellt Europa-League-Rekord auf

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Torschütze Mijat Gacinovic bejubelt seinen Treffer.

Frankfurt/Rom - Die Frankfurter Eintracht hat den Rekord tatsächlich geschafft. Als erste deutsche Mannschaft haben die Frankfurter alle sechs Spiele in der Gruppenphase der Europa League (EL) gewonnen.  Aus Rom berichtet Peppi Schmitt

Der letzte Sieg gelang am Donnerstagabend bei Lazio Rom mit 2:1. Die Frankfurter holten einen 0:1-Rückstand auf (Joaquin Correa) und drehten das Spiel durch Treffer von Mijat Gacinovic und Sébastien Haller. Freilich hatten nicht Rom gegen Frankfurt gespielt, sondern „Lazio C“ gegen „Eintracht B“. Bei den Römern hatte Trainer Simone Inzhagi zehn Spieler gegenüber dem letzten Pflichtspiel ausgetauscht, bei der Eintracht hatte Trainer Adi Hütter nur vier Profis aus der jüngsten Stammelf aufgeboten. Um den Kader aufzufüllen, saßen sogar mit Jan Zimmermann und Kevin Trapp zwei Torhüter auf der Bank.

Und so war es ein irgendwie komisches Spiel im „Stadio Olimpico“ in der italienischen Hauptstadt. Auch weil die Frankfurter Fans weit in der Überzahl waren. Ob sie das in Zukunft in dieser Saison international nochmal sein werden, ist allerdings wegen ihres Verhaltens fraglich. Unmittelbar vor Spielbeginn wurde ein Feuerwerk abgebrannt, dazu zwei Böller auf die Laufbahn hinter dem Tor geworfen. In der zweiten Halbzeit eskalierte die Lage immer mehr, die Chaoten übernahmen immer die Führung in der Fankurve. Es flogen Böller Richtung Spielfeld, auch eine Leuchtrakete auf unbeteiligte Zuschauer, Ordnungskräfte und Polizei zogen auf. Das war mehr als peinlich. Die UEFA wird das sicher sanktionieren, zumal es bereits der dritte Vorfall in der diesjährigen EL-Saison ist.

Eintracht Frankfurt: Zeugnis nach dem Spiel gegen Lazio Rom

Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Frederik Rönnow: 3,0 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Evan Ndicka: 3,0 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Simon Falette: 3,0 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Gelson Fernandes: 3,5 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Luka Jovic: Zu spät eingewechselt. © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Sebastien Haller: 3,0 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Mijat Gacinovic: 2,5 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Jetro Willems: 3,5 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Makoto Hasebe: 2,5 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Marc Stendera: Zu spät eingewechselt. © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Marco Russ: 3,0 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Danny da Costa: 3,5 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Nicolai Müller: 4,0 © Hübner
Der Kader zur Saison 2018/19 von Eintracht Frankfurt
Taleb Tawatha: 4,0 © Hübner

Die Frankfurter Eintracht hat in Rom ihren personellen Super-Gau erlebt. Die Verletzung, die sich Abwehrchef Makoto Hasebe in der 29. Minute zuzog, ist in der aktuellen Phase der Saison der „größte anzunehmende Unfall“. Denn viele können die Frankfurter mit ihrem breiten Kader ersetzen, den Japaner nicht. Bis zu seinem Ausscheiden war er auch in Rom wieder der mit Abstand beste Spieler. Mit Hasebe, der sich nach einem Sprint an den linken hinteren Oberschenkel griff, David Abraham und Johnny de Guzman werden in den letzten drei Spielen des Jahres vermutlich drei Routiniers fehlen. Das könnten nun langsam zu viele sein, um das hohe Niveau zu halten.

Für Hasebe schickte Trainer Hütter Evan Ndicka ins Spiel, dem er eigentlich eine Pause geben wollte, Simon Falette rückte in die zentrale Abwehrposition. Bis dahin hatte die Eintracht die Partie unter Kontrolle. Der Ball lief halbwegs gut durch die eigenen Reihen, allerdings nicht bis in die vordere Spitze. Sébastien Haller war dort ziemlich isoliert. Das lag natürlich daran, dass Nicolai Müller und Mijat Gacinovic eben nicht die Klasse von Ante Rebic und Luka Jovic haben, dass Jetro Willems sich diesmal im Mittelfeld durchaus schwer tat.

Doch um Lazio zu beherrschen reichte das immer noch. Die Römer kamen eine halbe Stunde lang kaum über die Mittellinie, waren sichtlich beeindruckt vom frühen Stören der Gäste. Torwart Frederik Rönnow musste nicht einen einzigen schwierigen Ball abwehren. Freilich galt dies auch für seinen Gegenüber Silvio Proto, der nur einmal gefordert war, als Müller nach einer Ecke zum Schuss kam, aber harmlos blieb.

Bilder: Eintracht Frankfurt bezwingt Lazio

Bilder vom Sieg der Frankfurter Eintracht über Lazio Rom.
Bilder vom Sieg der Frankfurter Eintracht über Lazio Rom. © dpa
Bilder vom Sieg der Frankfurter Eintracht über Lazio Rom.
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Bilder vom Sieg der Frankfurter Eintracht über Lazio Rom.
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Bilder vom Sieg der Frankfurter Eintracht über Lazio Rom.
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Bilder vom Sieg der Frankfurter Eintracht über Lazio Rom.
Bilder vom Sieg der Frankfurter Eintracht über Lazio Rom. © dpa

Lange passierte auch nach dem Wechsel auf dem Rasen nichts. Bis Lazio in der 56. Minute plötzlich in Führung ging. Luis Alberto spielte einen klugen Pass auf Joaquin Correa, der Rönnow mit einem Schuss ins lange Eck keine Chance ließ. Der Rückstand war das Startsignal für die Eintracht. Sie forcierte nun von einem auf den anderen Moment aufs Tempo.

Erst hatte Müller die Chance zum Ausgleich, dann gelang dieser in der 66. Minute. Gacinovic schlenzte den Ball aus zwanzig Metern in den Winkel. Nun war es ein offenes Spiel, denn fast im Gegenzug hätte Correa Lazio wieder in Führung bringen können, doch Rönnow konnte abwehren. Und es waren dann die Hessen, die da zweite Tor erzielten. Nach einem prächtigen Pass von Gacinovic schob Torjäger Haller - leicht im Abseits - den Ball in der 71. Minute vorbei an Torwart Proto. Müller hätte kurz darauf für die Entscheidung sorgen können, auch der eingewechselte Luka Jovic hatte die Gelegenheit aufs dritte Tor.

Quelle: op-online.de

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