Zwölf Jahre Haft für tödliche Vergewaltigung

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Christian B. bei der Verhandlung im Februar 2009.

Mühlheim – Bei brutalen Sex-Spielen verletzte ein 49-Jähriger seine Partnerin so schwer, dass sie starb: 2008 hatte dieser Fall für Aufsehen gesorgt. Nun stand der Mann zum zweiten Mal vor Gericht. Das Landgericht Darmstadt verurteilte ihn zu zwölf Jahren Haft.

Im April 2008 hatte Christian B. der damals 44-jährigen Carola S. aus Mühlheim jede Menge Ecstasy per Cola eingeflößt, wie der EXTRA-TIPP bereits mehrfach berichtete. Die Bäckerei-Vertriebsleiterin wurde bewusstlos, der Mann aus Bruchsal, den sie im Internet kennengelernt hatte, nutzte das auf brutalste Weise aus. Zunächst soll er ihr mehrere Dildos vaginal und anal eingeführt haben, schließlich griff er zur Rotweinflasche. Dabei verletzte Christian B. die Mühlheimerin so schwer, dass sie verblutete. Auch die Drogenüberdosis soll Mitschuld am Tod der Frau gewesen sein.

Verteidigung forderte ein Jahr Haft

Im ersten Verfahren im Jahr 2009 war er deshalb zu neun Jahren Haft verurteilt worden, die Staatsanwaltschaft ging jedoch in Revision. Nun stand er deshalb in Darmstadt vor Gericht. Wegen sexuellen Missbrauchs einer widerstandsunfähigen Person mit Todesfolge verurteilte ihn das Gericht nun zu zwölf Jahren. Die Staatsanwaltschaft hatte 13 Jahre gefordert. Die Verteidigung des Mannes hatte lediglich ein Jahr gefordert – wegen der Beschaffung illegaler Drogen. Bei der Verhandlung sagte der 49-Jährige nicht viel: Er sprach immer wieder von Erinnerungslücken, die der Drogenkonsum ausgelöst habe. jule

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