Zimmerner Hundehalter fühlen sich von der Gemeinde abgezockt

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So berichtete der EXTRA TIPP über den Hundesteuer-Wahnsinn in Groß-Zimmern

Groß-Zimmern – Immer mehr Hundehalter schlagen Alarm, weil sie sich von der Gemeinde Groß-Zimmern abgezockt fühlen. Notfalls wollen sie sogar vor Gericht gehen. Der EXTRA TIPP hatte über den Fall von Armin Huber berichtet. Von ihm fordert die Verwaltung nachträglich knapp 1800 Euro Kampfhundesteuer. Von Christian Reinartz

Offenbar kein Einzelfall, denn beim EXTRA TIPP haben sich zahlreiche weitere Zimmerner gemeldet, die stinksauer auf die Gemeinde und ihren Bürgermeister sind. „Das ist eine bodenlose Frechheit“, sagt Gary Palmer wütend: „So eine Erhöhung ist Abzocke.“ 2007 habe er sich extra bei der Gemeinde über die Hundesteuer für Listenhunde informiert. „Ich erhielt die Auskunft, dass der Hund regulär besteuert würde, solange es zu keinem Zwischenfall seitens des Hundes komme“, sagt er: „Dies war nie der Fall.“ Er hat die Sache nun seinem Anwalt übergeben.

Ähnlich erbost ist Jana Voigt. Sie bestätigt die Zimmerner Praxis, dass nur Hundehaltern, bei deren Hunden es zu Zwischenfällen gekommen sei, die erhöhte Steuer berechnet wurde. Voigt: „Die machen das nur, um Geld in die Kassen zu bekommen. In Groß-Zimmern gibt es ganz andere Baustellen, um die sich der Bürgermeister kümmern sollte, anstatt die Hundehalter abzuzocken.“

Auch Arne Fellner regt sich über das Verhalten der Stadt auf. Vor allem darüber, dass Armin Hubers Hund als Kampfhund eingestuft wurde, obwohl er ihn vom Tierheim als Boxer-Beagle-Mix erhalten hatte. Man könne von Huber doch nicht verlangen, an der Rassebestimmung des Tierheims zu zweifeln. „Ein Hundehalter sollte davon ausgehen können, dass die Rassebestimmung seines Hundes nicht von stempelbefugten Bedenkenträger nachträglich in Frage gestellt wird.“

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