Buden aufgebrochen, Geld und Krippenfiguren geklaut

Diebstahl auf dem Weihnachtsmarkt: Nichts ist sicher

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Festnahmen auf Weihnachtsmärkten sind keine Seltenheit.

Region Rhein-Main – Bereits 38 Straftaten wurden rund um den Frankfurter Weihnachtsmarkt angezeigt, acht Täter festgenommen. In den Taunus-Städten lässt es sich dagegen besinnlich schlendern. Von Angelika Pöppel 

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Vergangenes Wochenende ist eine Bude auf dem Weihnachtsmarkt in Darmstadt aufgebrochen worden. Die Täter erbeuteten ein wenig Geld und Eierlikör. Sogar Krippenfiguren sind vor Langfingern nicht sicher. Auf einem Weihnachtsmarkt in Gießen wurden die Holz-Schäfchen vermisst – nach wenigen Tagen tauchten sie wieder auf. Doch auch in Darmstadt machten sich Diebe schön häufig an der Krippe zu schaffen, klauten das Jesuskind oder beschädigten die Heiligen Drei Könige. Taschendiebe haben zur Weihnachtszeit sowieso Hochbetrieb.

In der Adventszeit steigen die angezeigten Taschendiebstähle gegenüber dem Jahresdurchschnitt an, belegt auch eine Studie des Onlineshoppingportals shopping.de – die Basis der Auswertung bildet Daten der Polizei. Allein im Jahr 2013 waren es im Dezember 24,4 Prozent mehr Delikte als im Jahresdurchschnitt. Tendenz steigend. Allein in den untersuchten 75 Kommunen kamen im Jahr 2013 über 106.000 Taschendiebstähle zur Anzeige. Im Jahr zuvor waren es 90.556 Delikte.

Jetzt schon mehr Straftaten als im Jahr zuvor

Die Weihnachtsmärkte des Hochtaunuskreises sind dagegen sicher. „Nur selten kommt es zu Festnahmen oder Anzeigen“, sagt Michael Greulich, Sprecher der Polizei. Gegen Randale schützen Sicherheitsleute, die die Buden sogar nachts bewachen.

Anderes Bild in Frankfurt: Seit der Eröffnung des Weihnachtsmarktes vor zwei Wochen wurden bereits 38 Straftaten im Deliktsbereich Taschen- und Trickdiebstahl angezeigt (Stand vergangener Dienstag). Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es in der gesamten Zeit 35 Anzeigen. Die älteste Taschendiebin war 55 Jahre alt.

Generell stammen die Täter überwiegend aus Nordafrika und Osteuropa, sagt Rüdiger Reges, Pressesprecher der Frankfurter Polizei. „Bei Ihnen handelt es sich oftmals um reisende Täter, die bereits nach ein paar Stunden oder ein bis zwei Tagen eine andere Stadt aufsuchen.“

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