Warum wir immer lügen und betrügen

Region Rhein Main - Hinter jeder Lüge steckt Cleverness - muss doch der Lügner ein Szenario kreieren, das zum einen für den Gegenüber glaubhaft erscheint und zum anderen dazu dient, die eigenen Ziele zu erreichen.

Der EXTRA TIPP hat im Folgenden viel Wissenswertes über das Lügen zusammengestellt.Wir haben täglich zwei Lügen auf den Lippen. Nach neuesten Psychologie-Untersuchungen von Dr. Helmut Lukesch von der Uni Regensburg lügt jeder durchschnittlich zweimal am Tag. Dabei gilt: "Je gravierender eine Lüge ist, desto seltener kommt sie vor", sagt Lukesch.Lügen will gelernt seinDie Fähigkeit zur Täuschung ist vererbt. Kinder sind erst mit frühestens fünf Jahren in der Lage, eine Lüge glaubhaft zu erzählen.Lügen ist eine WissenschaftDer österreichische Psychologe- und Soziologe- Professor Peter Stiegnitz hat für die wissenschaftliche Erforschung des menschlichen Lügenverhaltens den Begriff Mentiologie (vom Lateinischen "mentiri": "sich ausdenken") geprägt.

Lüge ist nicht gleich LügeDie soziale Lüge dient dem Wohl des Belogenen ("Du bist nicht dick"). Die Notlüge bewahrt vor zwischenmenschlichem oder finanziellem Schaden ("Nein, ich habe deine Lieblingstasse nicht kaputt gemacht"). Die gemeine oder verbrecherische Lüge hingegen schädigt andere Menschen massiv (wie zum Beispiel der Enkel-Trick).Die kürzeste Lüge der WeltAuf die Frage, wie es einem geht, kommt häufig die Antwort "Danke, gut". Wer will auch auf der Straße einem Bekannten von Prostata-Beschwerden erzählen?Die zehn häufigsten Lügen im Alltag:1. Mir geht es gut.2. Schön, dich zu sehen.3. Ich rufâ?? dich an.4. Wir müssen uns mal wieder treffen.5. Ich stecke im Stau.6. Ich hatte keinen Empfang.7. Das Geld ist überwiesen.8. Du siehst gut aus.9. Ich habe keine Post erhalten.10. Wir sind nur Freunde.Lügen ist eine Frage des KulturkreisesIn Asien ist es unhöflich, zuzugeben, dass man nicht helfen kann. So kann es passieren, dass ein Einheimischer den völlig falschen Weg beschreibt.Lügner haben eine andere HirnstrukturAmerikanische Wissenschaftler haben mit Hilfe von Kernspinaufnahmen nachgewiesen, dass notorische Lügner eine andere Hirnstruktur haben als ehrliche Zeitgenossen. Im Lügnerhirn gibt es eine Region mit bis zu 20 Prozent mehr weißer Hirnmasse, die für die Verknüpfung von Nervenzellen zuständig ist. Ein Vorteil, der schnelles Denken, aber auch gutes Lügen ermöglicht.Lügen gehört manchmal zum guten TonWer zum Essen eingeladen ist und seinem Gastgeber auf die Frage "Wie schmeckt dir der Braten?" antwortet "Wie Sägemehl mit Soße", ist ehrlich, aber nicht besonders höflich.Es gibt gute Gründe fürs LügenStudien zufolge lügen 41 Prozent der Menschen, um sich Ärger zu ersparen. 14 Prozent wollen sich ihr Leben bequemer gestalten. 8,5 Prozent schwindeln, um geliebt zu werden.Selbst Tiere lügenDas Opossum stellt sich tot, wenn sich ein Raubtier nähert und fleischfressende Pflanzen imitieren Duft und Aussehen von Insekten, um ihre Opfer in die Falle zu locken.In Lüge kann man lebenIn Fleetmarkt in Sachsen-Anhalt gibt es einen Ortsteil namens "Lüge". red

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