Vorsicht Bahn! Risse in der Hauswand

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Hautärztin Marika Köberich wohnt direkt an der Bahnstrecke und hat zahlreiche Risse in und an ihrem Haus.

Frankfurt – Risse an den Wänden, aufgeplatzte Fugen und ein Fundament das stabilisiert werden musste – das sind die Schäden, die Marika Köberich aus Frankfurt an ihrem Haus hat. Schuld daran, sind die vielen Güterzüge, die täglich an ihrem Zuhause vorbeibrettern. Von Mareike Palmy

Nach dem EXTRA-TIPP-Bericht „Zug um Zug mehr Lärm“ in der vergangenen Woche (nachzulesen unter www.extratipp.com), meldeten sich zahlreiche Leser, die sich durch die vielen Züge durch die Stadt gestört fühlen.

Keine Unterhaltung möglich

Auch die Frankfurter Hautärztin Marika Köberich leidet unter den lauten Güterzügen die im Abstand von zehn Metern an ihrem Grundstück neben der Maybachbrücke Tag und Nacht vorbeirauschen. „Wenn ein Zug vorbeifährt schrecken meine Patienten regelmäßig auf, dann ist kein Gespräch mehr möglich. Im Garten ist erst recht keine Unterhaltung möglich und Fenster lassen wir im Sommer höchstens mal gekippt“, sagt die 66-Jährige.

Ein großer Riss zieht sich entlang der Hauswand.

Im Haus am Brückengarten hat sie deswegen Schutz-Vorkehrungen getroffen: „Die Fenster sind doppelt verglast. Gläser stelle ich mit Abstand auf und die Glastür hat einen Stopper. Wir mussten aber schon das Fundament erneuern und stabilisieren, da sich durch das ganze Haus Risse ziehen“, so Köberich.Denn fährt ein Zug vorbei, wackelt das ganze Haus. Die Erschütterungen haben schon so manchen Schaden verursacht.

Seit 1956 wohnt Marika Köberich in der Doppelhaushälfte. Ihre Praxis hat sie auch mit im Haus. An die S-Bahn, die alltäglich im Viertelstunden-Takt an ihrem Garten vorbeisaust, hat sie sich schon längst gewöhnt. „Aber die Lautstärke und die Dauer, bis ein Güterzug vorbeigefahren ist, ist das Schlimmste.

Ausbau der Main-Weser-Bahn ist ein Albtraum

Der Ausbau der Main-Weser-Bahn ist daher für mich ein absoluter Albtraum. Ich will keine fünf Jahre Baustelle in meinem Garten und keine Güterzüge durchs Wohngebiet“, so Köberich.

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