Da versteht die Polizei keinen Spaß

Die Internet-Seite ist täuschend echt aufgemacht, hat eigene Merchandise-Artikel vom Herrenhemd bis zum Regenschirm. Noch sei das Rennen nicht genehmigt, steht dort zu lesen â?? und das wird es auch nie.

Es ist nur ein Werbe-Gag für Kunst-Palmen.Der Macher der Seite, Niko Iordanov, will mit "Gulmpalm 09" die Aufmerksamkeit auf etwas ganz anderes richten: Kunstpflanzen. Die Internetseite www.gumpalm.com sei lediglich Satire und Werbung. "Es dient dazu hohe Klickzahlen zu bekommen", erklärt er.Die Autobahnpolizei findet den satirischen Aufruf nicht lustig. "Ich lache erst drüber, wenn der 9. September vorbei ist und keiner seine Trainingsrunden auf dem Autobahnkreuz gedreht hat", sagt Jürgen Linker, Sprecher der Autobahnpolizei: "Wir werden verstärkt ein Auge auf das Frankfurter Kreuz haben."Der einzige, der bisher einen Punkt in Flensburg wegen des Rennens bekam, ist Iordanov â?? wegen Aufforderung zu einer Ordnungswidrigkeit. Das war 2008, als er erstmals zum "Gumpalm Racing" aufrief. "Jetzt sind überall Hinweise darauf, dass es illegal ist, auf dem Autobahnkreuz zu trainieren", sagt der 45-Jährige.Und wer die Seite genauer betrachtet, findet auch selbst heraus, dass es das Rennen nicht geben kann. Dort ist zu lesen: "Ebenso stimmt jeder Teilnehmer zu, im Todesfall seinen Schädel einem kolumbianischen Schrumpfkopfmacher zu überlassen. Der Schädel ist aus diesem Grund während der Geschicklichkeitsfahrt durch einen Helm zu schützen".Viele Internet-Nutzer finden es lustig. "Im Gästebuch schreiben mir die Leute, dass sie schon lange nicht mehr Tränen gelacht haben, bis sie meine Webseite entdeckt haben", berichtet Iordanov.Angelehnt ist "Gumpalm" an "Gumball 3000" â?? ein illegales Autorennen der Reichen durch Europa. Startgebühr: 13.000 Euro. Das gibt es wirklich. Iordanov stellt klar: "Ich bin ein Gegner solcher Rennen. Das ist hoch gefährlich und absolut irrsinn

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