Verband fordert: Raucherpausen abschaffen!

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Kippen im Aschenbecher zeugen von einer Raucherpause.

Region Rhein-Main – Raucher haben es nicht leicht. Erst tritt das Hessische Nichtraucherschutzgesetz in Kraft, dann fordern Wirtschaftsverbände des Mittelstands eine komplett rauchfreie Arbeitszeit.  Silke Gottaut

Raucherpausen kosten die Betriebe bares Geld und stören den Arbeitsablauf“, sagt Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständischer Wirtschaft. Die Mitarbeiter von Thomas Cook in Oberursel dürfen rauchen, wann sie wollen. Für die Raucher gibt es einen Pavillon im Garten, in dem geraucht werden darf, so dass die Nichtraucher von dem Qualm nicht gestört werden. „Wir vertrauen unseren Mitarbeitern, dass sie nur ihre Zigarette rauchen und nicht ewig Pause machen“, sagt Stefanie Dietz, Pressereferentin von Thomas Cook. Dazu, dass die Raucherpausen abgeschafft werden sollen, habe sie momentan keine Meinung. In einer Außenstelle des Reisebüros in Bad Homburg arbeiten zur Zeit drei Mitarbeiter. Doch Julia Katstaller und ihre zwei Kollegen sind Nichtraucher. „Wenn meine Kollegen rauchen würden und dadurch mehrere Pausen am Tag einlegen, wäre das okay für mich“, sagt sie.

Bei der Commerzbank in Frankfurt dagegen sieht es anders aus. „Generell gilt in der Zentrale der Commerzbank: Private Pausen sind auszustechen. Eine Raucherpause ist – ähnlich wie die Mittagspause – eine private Pause und damit entsprechend zu behandeln“, sagt Pressesprecherin Melanie Loriz.

Mehrere Firmen hingegen wollten sich zum Thema Raucherpausen nicht äußern. Ein Grund hierfür war zum Beispiel, dass es in letzter Zeit Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Raucher-Regelung in dem Betrieb gab.

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