Unheimlicher Autobahn-Schütze: Jetzt nimmt er größere Patronen

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Ein Schütze hat die Autobahn A3 im Visier.

Region Rhein-Main – Die Strecke der Angst führt direkt durchs Rhein-Main-Gebiet. Seit 2008 ballert ein durchgeknallter Schütze auf LKW, Transporter und Wohnmobile. Schon 700 Mal hat der Schütze abgedrückt. Von Christian Reinartz

Jetzt erhöht das BKA den Fahndungsdruck. Denn der Attentäter hat aufgerüstet. Während er früher noch mit Kaliber 22 schoss, das vor allem von Jägern und Sportschützen benutzt wird, ballert der Durchgeknallte jetzt mit 9mm-Kugeln. Die haben viel mehr Durchschlagskraft. Das BKA ist sicher: Die Gefahr, dass jemand bei dem mörderischen Spiel umkommt ist größer geworden.

Zwar nimmt der Schütze hauptsächlich LKW und deren Ladung aufs Korn. Dennoch haben Querschläger auch schon PKW getroffen.

Petra B. aus Bautzen wurde auf der A3 von einer Kugel getroffen. Sie krachte mit ihrem Wagen in die Leitplanke. Im Krankenhaus entfernten Ärzte die Kugel aus ihrem Hals. Petra B. überlebte, dennoch ballert der Schütze gnadenlos weiter, nimmt Tote und Verletzte gnadenlos in Kauf.

Im Visir des Schützen: Unter anderem die Autobahnstrecke zwischen Köln und Nürnberg. Diese führt direkt durchs Rhein-Main-Gebiet. Darauf festlegen, ob der Täter auch im Rhein-Main-Gebiet schießt, will man sich beim Bundeskriminalamt nicht, da die Opfer die Einschüsse erst bei der Ankunft am Zielort bemerken.

Jetzt will die Polizei den Täter offenbar um jeden Preis fassen. Eine eigene Spezialeinheit wurde gegründet, die „Besondere Aufbauorganisation Transporter”. Die Belohnung zur Ergreifung des Täters wurde zudem von 27.000 auf 100.000 Euro erhöht. Der Täter steht damit unter extremen Druck, denn die Aufmerksamkeit in der Bevölkerung ist jetzt geweckt. Wer auf der Autobahn Schüsse hört oder etwas Verdächtiges beobachtet, meldet sich bei der Polizei unter 110.

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