Es tobt der Birnen-Krieg

Babenhausen - Glühbirne oder Sparlampe? Es herrscht ein Glaubenskrieg. Für die EU ist es bald Gesetz.

Ab Dienstag dürfen keine 100-Watt-Glühbirnen mehr produziert werden.br /"Das Glühlampenzeitalter ist tot - gottlob", sagt Klaus Schmid-Schönbein, Vorsitzender des BUND-Kreisverband Darmstadt-Dieburg. Er findet das EU-Gesetz gut. Die will, dass es in Zukunft nur noch Energiesparlampen gibt - der Umwelt zuliebe. Doch die Einsparpotenziale und Umweltverträglichkeit werden von Kritikern bezweifelt. Depressionen, Krebs und Diabetes soll das Licht hervorrufen, weil es sich schädigend auf den Hormonhaushalt auswirke. Das sagte Mediziner Alexander Wunsch der "Neuen Osnabrücker Zeitung".br /Auch Verbraucher sind noch nicht überzeugt. Sie kaufen Glühbirnen in Massen. Ein gewichtiger Kritikpunkt: Das in den Energiesparlampen enthaltene Quecksilber soll gefährlich für den Menschen sein. "Es ist gefährlicher, wenn ein Fieberthermometer ausläuft. Die Quecksilberanteile sind so gering, dass auch bei einem Zerbrechen der Lampe keine Gefahr herrscht", wendet Schmid-Schönbein ein. Wichtig sei es aber, kaputte Lampen fachgerecht zu entsorgen. Denn nur dann können sie recycelt werden. "Wenn eine Lampe zerbrochen ist, sollte sie zusammengekehrt und in einer Tüte bei einem Wertstoffhof oder Sammelstellen abgegeben werden", rät der Babenhäuser. Im Hausmüll dürfen Energiesparlampen nicht landen. Elektromüll müsse ja auch beim Wertstoffhof abgeben werden.br /Außerdem schätzt er die Lebensdauer der Spar-Lampen und das Geld, das sich mit ihnen sparen lässt: "Bis zu 80 Prozent Kostenersparnis kann eine Energiesparlampe bringen."br /Häufig kritisiert wird das Licht, dass die Energisparlampen spenden. "Zugegeben, das Licht war manchmal sehr grell, wie man es von den ersten Neon-Röhren her kannte und die Lebensdauer nicht immer berauschend, zumal bei Billigangeboten. Aber das ist lange vorbei", sagt Schmid-Schönbein. Der Babenhäuser ist voll und ganz von der neuen Technik überzeugt. (siehe auch Kommentar Seite zwei

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