Steuern zahlen für Unfallauto

Von Axel Grysczykbr /Seligenstadt - Ramona Blumör hat Pech: Erst fährt ihr Mann ihren ein Jahr alten Golf zu Schrott. Dann verschlampt die Post ihren Fahrzeugbrief.

Und jetzt muss sie für das verkaufte Auto noch bis zu zweieinhalb Monate Steuern und Versicherungen zahlen.br /Mit einer Unachtsamkeit beim Abbiegen am 21. Dezember 2007 fängtâ??s an. Die eine Sekunde der Fehleinschätzung kostet 13.500 Euro. Sie bedeutet für den Golf Totalschaden.br /Das Auto kommt in eine Restwertbörse. Ein Autohaus aus dem sächsischen Oberlungwitz schlägt zu. 7000 Euro ist ihnen der Wagen noch wert. Nun will Blumörs Bank den Fahrzeugbrief an die Zulassungsstelle in Seligenstadt schicken. Sie besitzen das Papier, weil das Auto über die Bank finanziert ist. Dann kann Ramona Blumör das Unfall-Auto abmelden und das Papier an die Oberlungwitzer weiterreichen. Doch der Fahrzeugbrief kommt in Seligenstadt nie an. "Täglich habe ich bei der Zulassungsstelle angerufen, immer wieder nachgefragt - aber erfolglos", sagt Blumör. Wohl ein Fehler der Post.br /Die Bank will eine notarielle Beglaubigung an die Zulassungsstelle schicken. Damit soll dokumentiert werden, dass der Fahrzeugbrief abgeschickt wurde. Doch das reicht nicht.br /Die Zulassungsstelle macht Blumör klar, dass nach dem Eingang der notariellen Beglaubigung eine acht bis zehnwöchige Aufbietungsfrist eingehalten werden muss. Erst danach bekommt sie einen neuen Fahrzeugbrief und darf das Auto abmelden. So lange muss sie Steuern und Versicherung für den Golf zahlen. Blumör: "Ich zahle für ein Auto, das mir nicht mehr gehört. Wahnsinn! Mir wurde erzählt, dass dies in Bayern anders gehandhabt wird. Da reicht das Notar-Schreiben."br /"So warâ??s bis 2007", bestätigt der Sprecher des Kreises Aschaffenburg, Horst Bauer. Man habe damals das eine oder andere Auge zugedrückt. Dies sei vorbei, weil eine neue bundeseinheitliche Regelung eingetreten ist. Auch Kordula Egenolf, Sprecherin des Kreises Offenbach, bestätigt: "Erst Frist abwarten, dann darf der Zweitbrief ausgestellt werden." Für Blumör unverständlich: "Ich hab schon genug Kosten und jetzt auch noch das." Doch es gibt kein Erbarmen bei den Behörden. Da Blumör auf ein Auto angewiesen ist, hat sie schon ein neues im Visier. Für das sie ebenfalls Steuern und Versicherung zahlen m

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