Stadt macht ihm das Geschäft kaputt

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Atilla Zehir zeigt auf die Podeste, die seit zehn Jahren vor seinem Blumengeschäft in Bornheim stehen. Jetzt bekommt er von der Stadt keine Genehmigung mehr.

Frankfurt – Das Bernemer Gärtchen steht vor dem Aus. Atilla Zehir, Besitzer des Blumenstands in Bornheim, fürchtet um seine Existenz. Denn nach zehn Jahren will ihm die Stadt Frankfurt verbieten, seine Blumen auf den Bürgersteig zu stellen. Von Angelika Pöppel

Atilla Zehir aus Frankfurt versteht die Welt nicht mehr. Seit zehn Jahren verkauft er Blumen auf der Berger Straße. Und genauso lange präsentiert er die Blumen vor seinem Stand auf dem Bürgersteig und auf kleinen Podesten – mit Genehmigung. Damit ist jetzt Schluss. In diesem Jahr verbietet ihm die Stadt die Warenauslage.

Zehir braucht die Genehmigung

„Ohne Genehmigung muss ich zumachen“, sagt Zehir wütend. Denn er habe zu wenig Platz, um seine Schnittblumen unterzubringen. Deshalb legte der Blumenverkäufer Widerspruch ein. Bei dem entfachten Rechtsstreit geht es um 60 Zentimeter, die seine Blumen nicht mehr von seinem Stand weg, auf dem Fußweg, stehen dürfen. „Der Fußweg ist drei Meter breit, da ist noch genug Platz“, sagt Zehir.

Dieser Platz stehe aber nur Ladenbesitzern zu, sagt Heike Reiche vom Frankfurter Straßenbauamt. Zehir besitzt lediglich einen Stand. Der Fall werde geprüft.

Blumenverkäufer Zehir hofft unterdessen auf die Hilfe von den Bornheimern mit einer Unterschriften-Aktion. Der EXTRA TIPP bleibt dran.

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