Der EXTRA TIPP hat berechnet, wie teuer Tickets werden könnten

Sparpaket Für Frankfurt: So steigen die Eintrittspreise!

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Kein Geld mehr in der Tasche? Die schwarz-grüne Koalition sieht das anders. Sie will die Eintrittspreise erhöhen.

Frankfurt – Die schwarz-grüne Koalition macht ernst. Eintrittspreise für städtische Einrichtungen und das Parken sollen teurer werden. Wieviel genau? Darum wird noch ein Geheimnis gemacht. Jetzt hat der erste die Katze aus dem Sack gelassen. Von Christian Reinartz

Die Haushaltskommission der Stadt will in den kommenden zwei Jahren 80 Millionen Euro sparen. 50 Millionen schon in diesem Jahr. 2014 sollen nochmal 30 Millionen abgeknapst werden. Doch die Kommission will nicht nur bei geplanten Investitionen streichen. Das Angebot der städtischen Einrichtungen soll teurer werden. Dazu gehören Theater, Museen, Kindergärten, Parkhäuser und Schwimmbäder. Zudem soll das Parken in der City teurer werden.

Zwar bemüht man sich sowohl in der Koalition, als auch bei den zuständigen Ämtern zu beteuern, dass die geplanten Mehrkosten für Eintrittskarten „im Rahmen lägen“. Genaueres will man bei der Stadt nicht verraten. Kämmerei-Sprecher Joachim Geiger: „Es gibt da noch keine endgültigen Beschlüsse.“

Eintritt für den Palmengarten wird teurer

Lediglich im Palmengarten haben die Verantwortlichen die Offensive gestartet und bekannt gegeben, dass die Ticketpreise für Erwachsene um zwei Euro von fünf auf sieben steigen werden. Alles andere soll beim alten bleiben.

Ein Geheimnis macht die Stadt dagegen um die Steigerung der Ticketpreise für die drei städtischen Museen, Städel, Schirn und Liebighaus. Ebenso hält sich die Frankfurter Bäder-Betriebe-Gesellschaft zurück. „Ich sage dazu nichts“, ist das einzige, was Geschäftsführer Otto Junck über die Lippen bringt.

Steigerungen bleiben moderat

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Der EXTRA TIPP hat deswegen einmal nachgerechnet und anhand der 2012 verkauften Eintrittskarten und der im Haushaltsplan aufgeführten Mehreinnahmen und Einsparungen errechnet, wie die Preissteigerungen aussehen könnten.
Insgesamt werden die Kostenteigerungen offenbar moderat ausfallen. Würden alle Karten verteuert, würden die Eintrittskarten der Schirn um etwa 30 Cent steigen, die des Liebighauses um knapp 50 Cent und die Städel-Karten lediglich um zwei Cent.

Parkgebühren werden teurer

Bei den Frankfurter Schwimmbädern bietet sich ein ähnliches Bild. Rein rechnerisch ergibt sich eine Steigerung um etwa 33 Cent pro Eintrittskarte.

Stärker schlägt die Stadt Frankfurt offenbar bei der Erhöhung der Parkgebühren zu. So sollen allein in den drei städtischen Parkhäusern 800.000 Euro mehr pro Jahr eingenommen werden. Die Parkflächenbewirtschaftung soll sogar 2,25 Millionen Zusatzeinnahmen bescheren.

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