Zerstörungen und Verwüstungen

Vandalen wüten in Rhein-Main

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Auch dieser Blumenkübel und Sitzbänke landeten im Schwimmbecken des Groß-Umstädter Schwimmbads.

Region Rhein-Main – Die Zerstörungswut von Vandalen kennt in diesem Sommer kaum Grenzen. Quer durchs Rhein-Main-Gebiet wurde städtisches Gut zerstört und Schäden angerichtet. Von Fabienne Seibel

Besonders betroffen ist die Stadt Dreieich. Bereits dreimal haben Unbekannte im Bürgerpark Sprendlingen ihr Unwesen getrieben. Mitte August wurde in der Erich-Kästner-Straße ein fünf Meter hoher Baum samt Wurzeln aus der Erde gerissen und eine Esskastanie im Bürgerpark umgeknickt. Der Baum wurde von Mitgliedern des Clubs der raren Schreibkunst zum Gedenken an Johann Wolfgang gespendet. Zudem rissen Unbekannte im Bürgerpark noch eine Skulptur aus ihrer Verankerung, die dort bereits seit 1987 steht.

Ebenfalls von Vandalen heimgesucht wurde im August das Freibad in Groß-Umstadt. In nur einer Nacht entstand dort ein Schaden von rund 10.000 Euro. Sitzbänke, ganze Pflanzenkübel, Sonnenschirme, Stühle und auch Kanaldeckel lagen im Wasser. Kabinen wurden aufgebrochen und Essensreste sowie Zigarettenstummel lagen verdreckten das Wasser. Die Stadt Groß-Umstadt hatte mit den Aufräumarbeiten alle Hände voll zu tun und das Freibad musste für einen Tag geschlossen bleiben.

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Auch Heusenstamm blieb nicht verschont: Ende August zerstörten Unbekannte neun der rund 20 Kugellampen, die seit Jahrzehnten für Lichtakzente im Schlossgarten vor dem Rathaus sorgen. Die Kugeln wurden aus den Halterungen getreten und durch den Schlossgarten gerollt. Zudem wurden Sitzbänke aus den Verankerungen gehoben und Blumenbeeten beschädigt. Andrea Ackermann von der Polizei Südosthessen zu den Vorfällen: „Im Sommer ist die Gefahr größer, dass im öffentlichen Raum Dinge zerstört werden, weil sich die Leute durch Volksfeste und das bessere Wetter mehr draußen aufhalten. Aber auch an Fasching oder anderen Festen, bei denen Alkohol fließt, wird auf dem Heimweg mal etwas kaputt gemacht.“

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