Sensations-Skelett: Rätsel um den Finder

Von Christian ReinartzMessel - Wieder liegt das Auge der Weltöffentlichkeit auf der Grube Messel. Genauer gesagt auf dem 58 Zentimeter großen versteinerten Äffchen mit Namen Ida. Sie ist die frühste bekannte Verbindung zwischen Tier und Mensch.

Sicher ist, dass Ida schon vor 25 Jahren ausgebuddelt wurde. Fossilienhändler Thomas Perner, der Ida nach Norwegen verkauft hat, schweigt allerdings eisern, wenn es um den Namen des Finders geht. Der EXTRA TIPP fragt nun seine Leser. Wer erinnert sich an den spektakulären Fund in der Grube Messel vor 25 Jahren?

Die neun Monate alte Ida lebt in Messel bei Darmstadt. Dort klettert sie auf riesige Bäume, tollt herum. Es ist schwül, und Ida ist unvorsichtig, stürzt ab. Ihr Händchen bricht. Unter Schmerzen schleppt sie sich zum nahe gelegenen See, sie hat Durst, will ihre Hand kühlen. Doch aus dem See steigen plötzlich giftige Dämpfe auf. Ida verliert die Besinnung, fällt ins Wasser, ertrinkt.

So könnte es sich nach bisherigen Erkenntnissen der Wissenschaftler zugetragen haben.

47 Millionen Jahre später stößt ein unbekannter Hobby-Archäologe bei Grabungen in der Grube Messel auf Idas versteinertes Skelett. Was er da in den Händen hält, ist das fehlende Verbindungsstück zwischen Tier und dem frühsten Vorfahren der Menschheit.

Der Gräber ahnt nichts von seinem Sensationsfund. 25 Jahre lang bleibt Ida verschollen. Bis der Bad Homburger Fossilienhändler Thomas Perner dem norwegischen Paläontologen Jörn Hurum Ida zum Kauf vorlegt. Der traut seinen Augen nicht und bezahlt. Eine Million Dollar steht als Zahl im Raum. Perner will auch nicht bekannt geben, woher er Ida hat.

Für die Wissenschaftler des Frankfurter Senckenberg-Instituts ist das ein Rückschlag. "Es wäre gut, wenn wir den genauen Fundort kennen würden", erklärt Dr. Jörg Habersetzer, der zu dem Forscherteam gehört, das Ida untersucht hat: "Aber leider haben wir uns an Perner die Zähne ausgebissen. Er schweigt."

Warum der Fossilienhändler ein solches Geheimnis um die Grabung vor 25 Jahren macht, weiß niemand. Der EXTRA TIPP baut deshalb auf seine Leser. Wer etwas von dem sensationellen Fund mitbekommen hat oder sich an Grabungen erinnert, kann sich unter Tel.: (069) 850087902 melden.

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