Nach EXTRA-TIPP-Bericht spricht die Post über Einsparungen: War Seligenstadt erst der Anfang?

Region Rhein-Main – Nach dem Bericht im EXTRA TIPP „Wenn der Postmann gar nicht klingelt“ (siehe Ausriss) rückt die Post endlich mit der Sprache raus. Von Christian Reinartz

So berichtete der EXTRA TIPP über die von der Post versetzten Seligenstädter.

Sie will bei der Briefzustellung bis zu eine Milliarde Euro einsparen, heißt es in einem Bericht der Wirtschaftswoche. Demnach sei es nur eine Frage der Zeit, bis die Post nur noch an fünf Tagen pro Woche ausliefert. Zur Zeit wird das vom Postgesetz verhindert. Doch die Post könnte schon bald auf eine Änderung drängen, sind sich Experten sicher. Wegfallen könnte dann wahrscheinlich der Montag oder der Samstag.

Waren die ausgebliebenen Samstags-Zustellungen in Seligenstadt also nur ein Probelauf für den Konzern? Pressesprecher Thomas Kutsch: „Das Postwesen ist im Gesetz verankert. Wir machen da keine Planspiele.“ Dennoch räumt er ein: „Wenn die Politik das Gesetz ändert, dann wird die Post bestimmt darüber nachdenken, um Arbeitsplätze zu sichern.“

So äußern sich unsere Leser zum Zustellungsproblem

Derweil melden sich die Leser des EXTRA TIPPs zu Wort. Andreas Mennig etwa sieht die Schuld für solche Probleme nur indirekt bei der Post: „Dieser Versorgungsmangel wurde von der Politik durch die Postreform Anfang der 90er-Jahre beschlossen.“ Die daraus folgenden Entlassungen hätten zu einer Unterversorgung vor allem im ländlichen Bereich geführt.

Silke Köhler aus Hainburg hat dagegen Probleme mit der Paketzustellung. „Nachdem ich zwei Wochen vergeblich gewartet habe, wurde mir mitgeteilt, dass das Paket zurück gekommen wäre, da ich die Annahme verweigert hätte.“ Das Paket sei ihr jedoch nie angeboten wurde. Exakt das gleiche sei ihrer Kollegin letzte Woche passiert. „Es scheint einfacher zu sein, ein Paket zurückzusenden, als dieses auszuliefern!“

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