Seit sechs Monaten lässt ihn die Mainova hängen

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Jürgen Grunschel stieß im Garten auf die Wasserleitung seines Hauses und kam auf die Idee die alten Rohre vorsorglich zu erneuern.

Frankfurt – Jürgen Grunschel aus Frankfurt hat aus Angst vor einem Wasserrohrbruch die Mainova Netzdienste beauftragt, die 50 Jahre alten Rohre auszutauschen. Obwohl er die Anzahlung geleistet hat, wartet er bereist seit sechs Monaten auf den Baubeginn. Von Angelika Pöppel

So ging es weiter:

"Bagger endlich angerückt"

Über 1000 Euro kosten die neue Wasserrohre. Freiwillig will Jürgen Grunschel aus Frankfurt, die Leitung, die zu seinem und drei anderen Reihenhäusern führt, erneuern und bezahlen. Das begrüßten die Mainova Netzdienste und beauftragten dafür eine externe Firma. Doch obwohl Grunschel seine Nachbarn von den Bauarbeiten überzeugen konnte und jeder Mieter 137 Euro anzahlte, hat sich bis jetzt nichts getan. „Zwei Wochen nach Eingang des Geldes sollten die Bauarbeiten beginnen“, sagt Grunschel. Das war im Januar. Seit sechs Monaten wartet er nun. „Ich habe schon ein schlechtes Gewissen, weil ich meine Nachbarn dazu überredet habe“, sagt er. Dabei wollter er die Leitung nur vorsorglich erneuern: „In den letzten Monaten hatten wir in der Nachbarschaft viele Rohrbrüche“. Zufällig stieß er auf das Rohr, als er einen neuen Zaun in seinem Garten mit Beton verankern wollte. Doch bevor er die Leitung mit einem Betondeckel bedecket, will er sie austauschen lassen. Jetzt kommt er nicht voran.

Die Mainova entschuldigt sich

„Es ärgert mich das wir bezahlt haben und warten müssen“, sagt Grunschel. Etliche Male versuchte er Auskunft bei den Netz Diensten zu bekommen. Doch niemand fühlte sich zuständig. Als er den EXTRA TIPP einschaltet, wird das Problem klar: „Im ersten Halbjahr gab es wegen der Temperaturen sehr viele Frostschäden an Wasserleitung. Diese mussten erst behoben werden“, sagt eine Sprecherin der Mainova Netzdienste. Deshalb kam es zu der Verzögerung. Außerdem ist die Genehmigung der Stadt für das Aufreißen der Gehwege, die die Netzdienste gestellt hatten, mittlerweile abgelaufen. Eine neue Genehmigung sei beantragt. Im Namen der Mainova entschuldigt sich die Sprecherin auch dafür, dass die Mieter über die Verzögerung nicht informiert wurden. „Wir werden uns in den nächsten Tagen bei Herrn Grunschel melden.“

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