Seelische Grausamkeiten in Schulen

Mobbing an Schulen ist keine Seltenheit. Je nach Studie hat sich jeder zweite bis dritte Schüler schon so schikaniert gefühlt, dass er sich als Mobbing-Opfer sieht. Ein ernsthaftes Problem. Das haben auch Mitglieder des Offenbacher Kinder- und Jugendparlaments erkannt.

"Für viele Schüler ist das ein wichtiges Thema", berichtet die 13-jährige Rosa. Vor allem deshalb, weil viele zwar sehen, dass jemand gemobbt wird, aber wegschauen.br /Mit der Ausstellung, die ab dem 3. Dezember (18 Uhr) für 14 Tage im Stadtverordnetensitzungssaal des Offenbacher Rathauses zu sehen ist, soll Öffentlichkeit erzeugt werden, wie die 17 Jahre alte Nicole betont. "Alle sollen sensibilisiert werden: Schüler, Eltern, Lehrer", fasst Christine Greilich vom städtischen Jugendamt zusammen.Hänseleien und dumme Sprüche hat es immer gegeben, genauso wie Außenseiter. Ist Mobbing also nur ein neues Wort für ein altes Phänomen?br /"So einfach ist das nicht", sagt Hilde Spahn, Schulpsychologin an der Eichwaldschule in Schaafheim. Ihrer Meinung nach sei auf jeden Fall die Konfliktbereitschaft gestiegen. Während bei Jungs das eher in körperlicher Gewalt ausartet, geht es bei Mädchen verbal zu. Was allerdings nicht weniger schlimm ist, sondern zu starken psychologischen Problemen führen kann.br /"Die Menschen selbst sind per se nicht schlechter geworden. Aber der Einfluss â?? vor allem durch die Medien â?? hat einiges bewirkt", sagt Spahn. Dem gilt es gegenzusteuern. Mit präventiven Maßnahmen wie eben an der Eichwaldschule."Soziales Lernen" ist dort angesagt. Durch Förderung der Kommunikation soll sowohl seelische als auch körperliche Gewalt eingedämmt werden. Rollenspiele zur Vertrauensbildung in der fünften und sechsten Klasse, Ausbildung von Schülerstreitschlichtern und Schülerpaten für die Fünftklässler sollen ein soziales Netz ziehen, Auswüchse verhindern.br /Der Erfolg der Projekte ist zwar nicht wissenschaftlich überprüfbar, aber das subjektive Empfinden von Spahn sagt: "Es hat sich was verändert". Extremes Meuteverhalten gebe es nicht mehr, die Zivilcourage hat zugenom

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