Scheinehen sind kein Einzelfall

Region Rhein-Main - Jürgen Sauer macht seinem Nachnahmen alle Ehre. Er ist sauer. Stinksauer sogar. Weil auch er wohl in die Falle einer Scheinehe getappt ist. Im EXTRA TIPP hatte er die Geschichte von Detlef Meier-Dern gelesen.

Dessen Frau aus Kamerun, so wirft er ihr vor, habe ihn nur benutzt, um eine Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten. Liebe per Internet, schnelle Heirat, Geld, mit dem er sie unterstützt hat, und kurz danach wollte sie nichts mehr von ihm wissen.

"Unsere Geschichten decken sich in vielen Dingen", sagt Sauer. Auch seine Frau kam 2004 nach Deutschland, nur drei Monate später das Ja-Wort, Geld floss in ihre Heimat nach Kenia, bis sie 2007 aus der gemeinsamen Wohnung auszog.

Beide wissen nicht , wo sich die Frauen jetzt aufhalten, beide haben die Scheidung eingereicht.

Sauer fühlt sich aber auch von den deutschen Behörden im Stich gelassen. Niemand wollte ihm sagen, wo sich seine Frau befindet. "Weil sie behauptet hat, ich hätte ihr Gewalt angetan." Den Vorwurf weist er energisch zurück. Das sei die übliche Masche "dieser Banden", dahinter stecke System. Und die Ehemänner stünden von vornherein unter Generalverdacht. Sauer hat jetzt gegen seine Frau Anzeige erstattet wegen Erschleichung eines Aufenthaltstitels.

Sauer und Meier-Dern wollen sich zusammentun, um zukünftige "Opfer" zu warnen. Der EXTR TIPP vermittelte, heute Nachmittag treffen sie sich. "Wir wollen die Leute sensibilisieren", sagt Sauer. Vielleicht mit einer Homepage, auf der sie die Scheinehe-Tricks auflisten.

Wer jetzt auch den Verdacht hegt, dass seine große Liebe auf eine Scheinehe hinausläuft, kann sich auch jetzt schon an Detlef Meier-Dern wenden. Seine E-Mail Adresse lautet: info@wimbum.de. fg

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