Rohr-Diebe: Ihre Taten verwüsten Wohnungen und bringen großes Leid

Es ist eine unfassbare Tat: Freitag vor einer Woche dringen Unbekannte in die unbewohnten Wohnungen über der von Zernomarkovic ein. Sie versuchen Rohre zu entwenden, um das erbeutete Metall als Wertstoff zu verkaufen. Die Tat misslingt.

Polizeisprecher Henry Faltin: "Die Täter sind nicht besonders professionell vorgegangen. Sie haben versucht die Rohre zu entfernen, irgendwann ist ihnen das Wasser entgegen gekommen."br /br /Die Täter flüchten unerkannt. Doch die Wassermassen fluten die unbewohnten Wohnungen. Es dauert nicht lange, dann tropftâ??s bei Zernomarkovic in die Wohnung, anschließend bahnt sich das Wasser seinen Weg durchs ganze Haus. Besonders prekär die Lage in der Wohnung der Familie Schütz: Dort müssen Stützen die Decke halten, sonst bricht alles zusammen.br /br /Haus-Bewohner berichten, dass nach ihren Informationen "das Haus mit 90-prozentiger Sicherheit abgerissen wird." Dass es sich nicht um einen herkömmlichen Wasserrohrbruch handelt, haben die meisten noch gar nicht mitbekommen. Dass ihre Habseligkeiten dreisten Rohr-Dieben zum Opfer gefallen sind, können sie kaum glauben. In der vergangenen Woche haben die Rohr-Diebe-Opfer verpackt, ausgeräumt oder entsorgt. Da werden feuchte Wohnzimmerschränke an die frische Luft gebracht, laufen kleine Kinder mit nassen Puppen durchs Treppenhaus. Derzeit sind die meisten Bewohner des Hinterhof-Hauses in Notunterkünften untergebracht. Als Antwort auf die Frage, wie groß der Schaden ist, reißen viele Hausbewohner die Augenbrauen hoch und atmen tief durch. Wieâ??s weitergeht ist vielen unklar.Polizeisprecher Faltin berichtet, dass sich, nachdem Metalle nicht mehr Schrott, sondern zu Wertstoffen geworden sind, Metalldiebstähle häufen. Die Tat in der Hospitalstraße sei aber bisher der Höhepunkt der Dreistigkeit.br /br /Branko Zernomarkovic erzählt, dass ihm zugesichert worden sei, in drei Wochen eine neue Wohnung zu bekommen. Für den 55-jährigen Bezieher von staatlichen Zuschüssen bleibt so lange Zeit, Abschied von seiner geliebten Wohnung zu nehmen. Auf einem weißen Plastikstuhl im

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