Franco Brunetti aus Mühlheim ist sauer und wirft Geldinstitut Europa-Feindlichkeit vor

Obwohl er gültig ist: Postbank will seinen Scheck nicht!

Franco Brunetti ist sauer: Das Geld seiner Großmutter kann er nicht abholen, denn die Postbank will seinen Scheck nicht annehmen. Foto: rz

Mühlheim – Eine kleine Geldspritze von der Oma in Italien – für Franco Brunetti kam die gerade Recht. Eine neue Couch und ein Fernseher müssen angeschafft werden. Als er den Scheck einlösen will, wird er enttäuscht. Die Postbank lehnt ab und will kein Geld rausrücken. Von Christian Reinartz

Von seinem Italienurlaub bringt Franco Brunetti vor wenigen Wochen einen Scheck von seiner Oma mit. Sie hat dem Mühlheimer etwas Geld geschenkt, eine kleine Finanzspritze für eine neue Couch und einen Fernseher. Insgesamt rund 2800 Euro in Form eines regulären Schecks der italienischen Post.

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Franco Brunetti denkt sich nichts dabei und legt, wieder zuhause in Mühlheim, das Dokument am Schalter der Postbank vor. „Aber selbst da haben die mir noch nichts gesagt, sondern mir versichert, dass das Geld auf meinem Konto gutgeschrieben wird“, sagt Brunetti. Doch es passiert nichts. Erst zwei Wochen später erhält er einen Brief der Postbankzentrale. Darin heißt es lapidar: „Gerne würden wir dies für Sie erledigen. Leider ist dies seit dem 1. April 2017 nicht mehr möglich. Daher senden wir Ihnen den Scheck zurück.“ Grund sei, dass seit Jahren immer weniger Schecks eingesetzt würden. Ausnahme: Der Scheck muss in Euro und bei einem Institut in Deutschland einzulösen sein.

Fotos: Bad Vilbeler Geldautomat in der Innenstadt gesprengt

Ein Bankautomat in der Bad Vilbeler Innenstadt ist gesprengt worden.
Ein Bankautomat in der Bad Vilbeler Innenstadt ist gesprengt worden. © einsatzfotos.tv
Ein Bankautomat in der Bad Vilbeler Innenstadt ist gesprengt worden.
Ein Bankautomat in der Bad Vilbeler Innenstadt ist gesprengt worden. © einsatzfotos.tv
Ein Bankautomat in der Bad Vilbeler Innenstadt ist gesprengt worden.
Ein Bankautomat in der Bad Vilbeler Innenstadt ist gesprengt worden. © einsatzfotos.tv
Ein Bankautomat in der Bad Vilbeler Innenstadt ist gesprengt worden.
Ein Bankautomat in der Bad Vilbeler Innenstadt ist gesprengt worden. © einsatzfotos.tv
Ein Bankautomat in der Bad Vilbeler Innenstadt ist gesprengt worden.
Ein Bankautomat in der Bad Vilbeler Innenstadt ist gesprengt worden. © einsatzfotos.tv
Ein Bankautomat in der Bad Vilbeler Innenstadt ist gesprengt worden.
Ein Bankautomat in der Bad Vilbeler Innenstadt ist gesprengt worden. © einsatzfotos.tv
Ein Bankautomat in der Bad Vilbeler Innenstadt ist gesprengt worden.
Ein Bankautomat in der Bad Vilbeler Innenstadt ist gesprengt worden. © einsatzfotos.tv
Ein Bankautomat in der Bad Vilbeler Innenstadt ist gesprengt worden.
Ein Bankautomat in der Bad Vilbeler Innenstadt ist gesprengt worden. © einsatzfotos.tv
Ein Bankautomat in der Bad Vilbeler Innenstadt ist gesprengt worden.
Ein Bankautomat in der Bad Vilbeler Innenstadt ist gesprengt worden. © einsatzfotos.tv
Ein Bankautomat in der Bad Vilbeler Innenstadt ist gesprengt worden.
Ein Bankautomat in der Bad Vilbeler Innenstadt ist gesprengt worden. © einsatzfotos.tv

Franco Brunetti ist deshalb wütend: „Der Scheck ist in Euro ausgestellt und von der italienischen Post. Offizieller geht es doch kaum. Was die Postbank hier macht, ist die pure Europafeindlichkeit. Alles wächst zusammen, die Wirtschaftsräume rücken aneinander, aber Postschecks aus Italien nimmt sie nicht an.“

Bei der Postbank beeindruckt das offenbar keinen. Sprecher Ralf Palm bleibt knallhart und verweist auf die geänderten Geschäftsbedingungen, wonach keine entsprechenden Schecks mehr angenommen werden: „Bedauerlicherweise ist es in Einzelfällen vorgekommen, dass Schaltermitarbeiter noch Auslandsschecks von Kunden zur Bearbeitung angenommen haben. Die dadurch entstandene Verwirrung tut uns sehr leid. Sofern Herr Brunetti darauf besteht, die neuen Geschäftsbedingungen nicht zu akzeptieren, sehen wir uns gezwungen, die Geschäftsverbindung mit ihm zu kündigen. Wir würden gerne Herrn Brunetti als Kunden behalten, jedoch haben wir hier keine Möglichkeit, eine für beide Seiten tragbare, individuelle Lösung beziehungsweise eine Ausnahmeregelung zu finden.“

Darum darf eine Bank übrigens keine Extra-Gebühr für Erbauszahlung fordern.

Lange Lehr-Tage und viel Input: Fünf Azubis erzählen

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Hannes Schmidt lernt Fachinformatiker für Systemintegration bei Adidas in Herzogenaurach. Er rät Neuanfängern, sich möglichst gut auf den Beruf vorzubereiten - etwa mit Praktika. Dann fühlt man sich später während der Ausbildung etwas sicherer. Foto: Adidas
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Sina Pachner macht die Ausbildung zur Mechatronikerin bei Bosch in Schwieberdingen. Sie rät Frauen, einen technischen Beruf in einem Praktikum einfach einmal auszuprobieren, um mögliche Hemmungen zu verlieren. Foto: Bosch
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Leon Merse lernt Industriekaufmann beim Nivea-Konzern bei der Beiersdorf AG in Hamburg. Er rät Neuanfängern, sich von Anfang an aktiv bei der Arbeit einzubringen und nicht zu schüchtern zu sein. Foto: Beiersdorf AG/Boris Rostami-Rabet © Boris Rostami-Rabet

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