Mit Plastikgabeln gegen Hundekot

Von Norman Körtgebr /Rodgau - Franz-Friedrich Partisch hat die Nase voll! Ihm stinktâ??s gewaltig. Vor allem dann, wenn er den Lutherpark in Rodgau-Dudenhofen besucht. Denn die Grünanlage an der Rodau wird als Hundetoilette missbraucht. Wohin er auch blickt sieht er Kothaufen.

Das Ordnungsamt mache nix gegen den Missstand, beschwert sich Partisch.br /24,8 Tonnen Hundekot - auf diese Menge summieren sich im Jahr die Hinterlassenschaften der knapp 2200 Vierbeiner im Rodgau. Dies hat Partisch errechnet. Er geht von 300 Gramm pro Tag und Hund aus. Besonders ärgert es den stellvertretenden Vorsitzenden der Senioren Union im Rodgau, dass viele Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Tiere nicht entsorgen.br /Als Beweis dient ihm vor allem der Lutherpark in Dudenhofen. Dorthin, wo er bei schönem Wetter gerne mit seinen Enkeln spielen gehen würde. "Die müsste ich ja an die Leine nehmen, damit sie nicht in die Kothaufen rennen", erzählt der 70-Jährige. Denn von den kleinen und großen Haufen gibt es jede Menge. Um es sichtbar zu machen, hat er neulich erst alle die er fand mit einer weißen Plastikgabel markiert. "Das waren alleine rund um den Gedenkstein des Gesangsvereins etwa 15 Stück", berichtet er und betont: "Das hier ist doch kein Hundeklo!"br /Es sind aber nicht nur die zurückgelassenen, stinkenden Hinterlassenschaften, die Partisch auf die Palme bringen. Die Hunde dürfen nämlich gar nicht auf die Grasfläche. Denn laut der städtischen Satzung für öffentliche Grünanlagen müssen Hunde an der kurzen Leine geführt und von Rasenflächen sowie Anpflanzungen aller Art fern gehalten werden. "Schön, dass es in den Satzungen steht, aber es muss auch kontrolliert werden", meint der Rentner, der auch kein Problem damit hat, die Hundehalter persönlich anzusprechen.br /Der Stadt Rodgau ist die Problematik mit dem Hundekot bewusst und sie verweist darauf, dass die Ordnungspolizei im Rahmen des Außendienstes durchaus Kontrollen im Lutherpark wie auch in anderen von Hundesbesitzern stark frequentierten Bereichen durchführt. Eine Pflicht, Plastikbeutel dabei zu haben, gibt es im Rodgau nicht. Im Gegensatz zur Stadt Offenbach (siehe Artikel unten). Ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen Hundehalter musste bisher noch nicht eingeleitet werden. Lediglich mündliche Verwarnungen wurden ausgesprochen.br /Um an das Verantwortungsbewusstsein der Gassi-Geher zu appellieren, hat die Verwaltung nun in jedem Stadtteil eine Hundestation installiert - unter anderem im Lutherpark. Darin befinden sich Hundetüten, mit der die Haufen aufgenommen und schließlich entsorgt werden können. Ein erster Schritt in die richtige Richtung, meint Partisch. Allerdings wünscht er sich, dass das Ordnungsamt noch viel mehr Präsenz zeigt. "Die können doch auch mal mit dem Fahrrad unterwegs sein", fordert er.br /(Kommentar Seite z

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