Nach harscher Kritik

So erklärt Steinbrück das Stinkefinger-Foto

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SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat seine vom politischen Gegner scharf kritisierte „Stinkefinger“-Geste auf dem Cover des „SZ-Magazins“ verteidigt - und hofft auf den Humor der Menschen im Land.

München - SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat seine vom politischen Gegner scharf kritisierte Stinkefinger-Geste auf dem Cover des "SZ-Magazins" verteidigt - und hofft auf den Humor der Menschen im Land.

„Da werden einem Fragen gestellt, die man übersetzt in Gebärden, in Grimassen, in Emotionen“, sagte Steinbrück am Donnerstagabend am Rande einer SPD-Kundgebung in München über die besondere Interviewform des Magazins. „Das schauspielert man dann. Und ich hoffe, dass die Republik auch den Humor hat, dann diese Grimassen und diese Gebärdensprache bezogen auf die Fragen richtig zu verstehen.“ Im Magazin der „Süddeutschen Zeitung“ antwortete Steinbrück in einem Interview, in dem nur mit Gestik und Mimik reagiert wird, auf die Frage nach seinen Spitznamen mit einem Strecken des Mittelfingers Richtung Kamera.

Die konkrete Frage an den 66-Jährigen lautete: „Pannen-Peer, Problem-Peer, Peerlusconi - um nette Spitznamen müssen Sie sich keine Sorgen machen, oder?“. Auf die Frage, ob er gewusst habe, dass das Magazin dieses Foto auf den Titel nehmen wolle, sagte Steinbrück: „Nein.“ Das Ohne-Worte-Interview („Sagen Sie jetzt nichts“) ist ein Klassiker des „SZ-Magazins“.

dpa

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