Der Tod nähert sich in wenigen Sekunden

Region Rheinmain - Die Abkürzung über die Gleise zu nehmen, kann tödlich enden. Züge werden immer schneller, aber ihr Bremsweg nicht kürzer. In vielen Gebieten gibt es Trampelpfade, die seit Generationen genutzt werden.

So auch in der Jahnstraße in Heusenstamm, wo Kleingärtner häufig über die Schienen huschen, um den Weg zu ihrer Parzelle abzukürzen. In Norddeutschland sperrt die Bahnpolizei solche Wege während der Sommerferien mit rot-weißen Bändern ab. In der Region Rheinmain setzt die Bahnpolizei auf Prävention.

"Es ist bodenloser Leichtsinn, abseits der Bahnübergänge über die Gleise zu gehen", warnt Ralf Ströher, Sprecher der Bahnpolizei. Bei einer Geschwindigkeit von 100 Kilometer pro Stunde braucht ein Zug 1000 Meter, bis er zum stehen kommt. Ein Auto schafft das vergleichsweise nach 48 Metern.

Wer stolpert oder den herannahenden Zug nicht bemerkt, hat nur wenige Sekunden, um zu reagieren - für viele zu wenig. 40 Kinder und Jugendliche kostete diese Unaufmerksamkeit und dieser Leichtsinn bundesweit im vergangenen Jahr das Leben.

"Wenn wir merken, dass an einer Stelle häufig Gleisüberschreitungen passieren, kontrollieren wir vermehrt", sagt Ströher. Manchmal bleibt es bei Belehrungen, häufig werden 25 Euro fällig. Denn die Bahngleise zu überqueren ist eine Ordnungswidrigkeit. Ströher appelliert: "Erwachsene sollten sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sein und daher keine Trampelpfade nutzen."dre

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